Das Kino Thalia ist ein Programmkino in Potsdam-Babelsberg. Für seine Filmauswahl erhielt es schon des Öfteren brandenburgische Landes- und deutsche Bundesauszeichnungen, so etwa im Jahre 2015 für das beste deutsche Jahresfilmprogramm.

Das Kino beteiligt sich zusammen mit der Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“ und dem Filmmuseum Potsdam am Projekt Kinderfilmuniversität.

Neben Filmvorführungen in den vier Kinosälen des Haupthauses, bietet das Kino in der Sommersaison zusammen mit dem Waschhaus Potsdam Freiluft-Kinoveranstaltungen an dessen Standort an.

Geschichte Der Kaufmann C. Annen ließ das Kino in das ehemalige „Restaurant und Konzerthaus Nowawes“ bauen, in dem bereits seit 1912 Filmvorführungen durchgeführt seien sollen. Das Kino wurde am 16. Februar 1918 mit der Vorführung von Martha, der ersten deutschen Filmoper, als „Thalia-Theater“ eröffnet.Jeannette Toussaint: „Komm mit ins Kino! – Die Geschichte der Potsdamer Lichtspieltheater“, Cinegraph Babelsberg, Berlin 2020, S. 85, ISBN 978-3-936774-12-2.

Im Kinogebäude ist mit „Konsum – Die Wohlfühlbar“ auch ein Lokal untergebracht, das lange als „Thalia-Klause“ bekannt war.

Das Thalia-Kino durchlebte im 20. Jahrhundert eine wechselvolle Geschichte und diente zu DEFA-Zeiten häufig als Premierenkino. Hier fanden die Premieren von Filmen wie Frank Beyers Spur der Steine und Loriots Pappa ante portas statt.Sebastian Stielke: „100 Facts about Babelsberg – Wiege des Films und moderne Medienstadt“, Bebra-Verlag, Berlin 2021, S. 113, ISBN 978-3-86124-746-3.

Seit Beginn der 2000er Jahre hat sich das Thalia-Kino einige Reputation durch seine Programmauswahl und die dargebotene Filmkunst erworben. Im Jahre 2019 beteiligte sich das Kino an Moving History – Festival des historischen Films, 2024 war es eine der Filmvorführungsstätten der Berlinale.

Weblinks Website des Kinos Thalia

Einzelnachweise

Kategorie:Programmkino Kategorie:Kino in Brandenburg Kategorie:Bauwerk in Potsdam