Die 3. Kavallerie-Brigade war ein Großverband der Preußischen Armee.

Geschichte Die 3. Kavallerie-Brigade wurde am 5. November 1816 als Kavallerie-Brigade der Truppen-Brigade in Stettin aufgestellt und am 5. September 1818 Kavallerie-Brigade der 3. Division. Am 3. April 1820 erhielt sie die Bezeichnung 3. Kavallerie-Brigade, die sie bis zu ihrer Umbenennung am 6. Mai 1918 in Kavallerie-Schützen-Kommando 3 innehatte. Bis Kriegsbeginn 1914 war sie Teil der 3. Division, die dem II. Armee-Korps zugeordnet war. Dann wurde sie bis zum 30. November 1914 Teil der 4. Kavallerie-Division, bevor sie bis Mitte Oktober 1916 als selbstständige Einheit operierte und dann bis zum Kriegsende in die 6. Kavallerie-Division integriert wurde.

Gliederung 1820 bis 1847

Kürassier-Regiment „Königin“ (Pommersches) Nr. 2 Husaren-Regiment „Fürst Blücher von Wahlstatt“ (Pommersches) Nr. 5

1848 bis 1850

Kürassier-Regiment „Königin“ (Pommersches) Nr. 2 4. Ulanen-Regiment

1851

Kürassier-Regiment „Königin“ (Pommersches) Nr. 2 Husaren-Regiment „Fürst Blücher von Wahlstatt“ (Pommersches) Nr. 5

1852

Wie vor, zusätzlich 2. schweres Landwehr-Reiter-Regiment 5. Landwehr-Husaren-Regiment

1853 bis 1859

Kürassier-Regiment „Königin“ (Pommersches) Nr. 2 3. Dragoner-Regiment 2. schweres Landwehr-Reiter-Regiment 3. Landwehr-Dragoner-Regiment

1860 bis 1867

Kürassier-Regiment „Königin“ (Pommersches) Nr. 2 Neumärkisches Dragoner-Regiment Nr. 3 2. Pommersches Ulanen-Regiment Nr. 9 2. schweres Landwehr-Reiter-Regiment 3. Landwehr-Dragoner-Regiment

1868 bis 1888

Wie vor, ohne Landwehr-Regiment

1889 bis 1890

Kürassier-Regiment „Königin“ (Pommersches) Nr. 2 Husaren-Regiment „Fürst Blücher von Wahlstatt“ (Pommersches) Nr. 5 2. Pommersches Ulanen-Regiment Nr. 9

1891 bis 1914

Kürassier-Regiment Königin (Pommersches) Nr. 2 2. Pommersches Ulanen-Regiment Nr. 9 2. Bezirk der 6. Infanterie-Brigade

Kriegsgliederung bei Mobilmachung 1914

Kürassier-Regiment Königin (Pommersches) Nr. 2 2. Pommersches Ulanen-Regiment Nr. 9

Kriegsgliederung am 3. Mai 1918

Wie vor, zusätzlich Husaren-Regiment Nr. 12

Deutsch-Dänischer Krieg 1864

Im Krieg gegen Dänemark wurde die Brigade mobilisiert und rückte aus, hatte aber wenig Feindberührung.

Deutscher Krieg 1866

Im Krieg Preußens gegen das Kaisertum Österreich nahm die Brigade an der entscheidenden Schlacht bei Königgrätz teil.

Deutsch-Französischer Krieg 1870/1871

Die Brigade war am 14. August an der Schlacht bei Colombey und am 18. August bei Gravelotte – St. Privat eingesetzt.

Erster Weltkrieg

Die Brigade war bis November 1914 ausschließlich an der Westfront eingesetzt und kam danach mit der 6. Kavallerie-Division an der Ostfront bis zur Zurückverlegung Mitte Januar 1917 in den Westen zum Einsatz. Zu den Kampfhandlungen, Gefechten und Schlachten siehe Kampfgeschehen der 4. Kavallerie-Division und Kampfhandlungen der 6. Kavallerie-Division.

Brigadekommandeure Name DatumDermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 205f.Wilhelm von Sandrart10. April 1816 bis 29. März 1834Karl von der Groeben30. März 1834 bis 29. März 1838Moritz von Froelich30. März 1838 bis 21. März 1843Karl Friedrich von Flotow22. März 1843 bis 30. März 1846Leopold Schach von Wittenau31. März 1846 bis 6. Mai 1850Otto von Bonin 7. Mai 1850 bis 17. Dezember 1856Edwin von Manteuffel18. Dezember 1856 bis 3. April 1857Karl von der Goltz4. April 1857 bis 15. September 1862Wolf von Pfuel16. September 1862 bis 11. September 1866Thassilo Krug von Nidda12. September 1866 bis 17. Juli 1870Enno von Colomb18. Juli 1870 bis 22. Mai 1871Hermann von Lüderitz23. Mai 1871 bis 14. Juni 1875Adalbert von Schleinitz15. Juni 1875 bis 14. November 1881Friedrich von Möllendorff 15. November 1881 bis 4. Juli 1883Henning von Heydebreck5. Juli 1883 bis 10. März 1886Georg von Albedyll11. März 1886 bis 23. März 1890Karl von Wurmb24. März 1890 bis 13. Mai 1894Kurt von Britzke14. Mai 1894 bis 10. August 1896Victor von Hennigs11. August 1896 bis 17. Mai 1901Heinrich von Diest18. Mai 1901 bis 9. März 1904Julius von Falkenstein10. März 1904 bis 12. September 1906Wilhelm von Vollard-Bockelberg13. September 1906 bis 31. März 1911Georg von Waldersee1. April 1911 bis 21. April 1912Otto von Unger22. April 1912 bis 3. April 1914Karl Leopold Eugen von der Goltz4. April 1914 bis 15. Januar 1915Walter von Printz16. Januar 1915 bis 9. Februar 1915Anton von der Schulenburg10. Februar 1915 bis Februar 1918Albrecht von KrosigkFebruar 1918 bis Juli 1918Eberhard von ArnimJuli 1918 bis KriegsendeKarl von der Goltz20. Januar 1919 bis 30. September 1919 (Demobilisierung)

Literatur Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 275. Claus von Bredow: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres. Verlag August Scherl, Berlin 1905, S. 778

Einzelnachweise

Weblinks

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