Die 3. Garde-Infanterie-Brigade war ein Großverband der Preußischen Armee.
Geschichte Die 3. Garde-Infanterie-Brigade wurde nach den Befreiungskriegen am 11. Juni 1813 als Grenadier-Brigade mit 4 Bataillonen aufgestellt und war vom 5. September 1828 an Teil der 2. Garde-Division des Gardekorps. Nach mehreren Umbenennungen erhielt sie am 29. April 1852 die Bezeichnung 3. Garde-Infanterie-Brigade und hatte ihr Kommando von 1815 bis zur Demobilisierung im Jahre 1919 in Berlin.
Gliederung 1820 bis 1851 Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1, Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2, Garde-Schützen-Bataillon 1852 bis 1859 Kaiser Alexander Grenadier-Regiment, 3. Garde-Landwehr-Regiment, Garde-Schützen-Bataillon 1860 bis 1872 Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1, Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3, Garde-Schützen-Bataillon, 1. Garde-Grenadier-Landwehr-Regiment 1873 bis 1914 Wie vor, zusätzlich 3. Garde-Grenadier-Landwehr-Regiment Kriegsgliederung bei Mobilmachung 1914 Wie vor, ohne Landwehr-Einheiten Kriegsgliederung am 20. März 1918 Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1, Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2, Königin Augusta Garde-Grenadier-Regiment Nr. 4 und Maschinengewehr-Scharfschützen-Abteilung Nr. 4
Deutscher Krieg 1866
Im Krieg Preußens gegen das Kaisertum Österreich war die Brigade unter Führung des Generalmajors Rudolph Otto von Budritzki an der Schlacht bei Königgrätz beteiligt.
Deutsch-Französischer Krieg 1870/1871
Im Deutsch-Französischen Krieg kämpfte die Brigade vom 23. August bis 19. Oktober 1870 unter Führung des Generalmajors Hans Heimart von Linsingen und war an den Schlachten bei Gravelotte und Sedan beteiligt, ebenso an der Belagerung von Paris. Erster Weltkrieg
Im Ersten Weltkrieg war die Brigade zunächst an der Westfront eingesetzt und wurde Ende April 1915 an die Ostfront verlegt, wo sie von Juli an bei Krasnystaw und Biskupice sowie von der Wieprz bis an die Jasiolda zum Einsatz kam. In der Folge wechselte der Verband mehrfach die Fronten und blieb bis Kriegsende im Westen. Zu den Kampfhandlungen, Gefechten und Schlachten sie Kampfgeschehen der 2. Garde-Division.
Verbleib Im Zuge der durch den Friedensvertrag von Versailles bedingten Demobilisierung wurde die Brigade 1919 aufgelöst.
Brigadekommandeure Name DatumDermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 205f.2. Garde-Infanterie-BrigadeFriedrich Wilhelm von Preußen6. April 1817 bis 18201820 bis 1822 unbesetztCarl von Preußen23. Mai 1822 bis 16. Januar 1830Adolf Eduard von Thile17. Januar 1830 bis 19. März 1832Ludwig von Quadt von Hüchtenbruck20. März 1832 bis 29. März 1838Alexander von Knobelsdorff30. März 1838 bis 16. Oktober 1844Johann Carl von Möllendorff17. Oktober 1844 bis 3. Dezember 1849Karl von Kropff4. Dezember 1849 bis 4. Mai 18523. Garde-Infanterie-BrigadeKarl von Kropff4. Mai 1852 bis 9. Mai 1855Ferdinand von Kleist10. Mai 1855 bis 11. Juni 1855Eduard Vogel von Falckenstein12. Juni 1855 bis 25. Juni 1856Woldemar von Trotha26. Juni 1856 bis 6. März 1857Gustav von Arnim7. März 1857 bis 2. Juni 1858Hans Paulus Herwarth von Bittenfeld3. Juni 1858 bis 13. Juni 1859Friedrich Herwarth von Bittenfeld14. Juni 1859 bis 17. Oktober 1861Franz von Frobel18. Oktober 1861 bis 3. Januar 1864Karl Heinrich von der Goltz4. Januar 1864 bis 9. Juli 1865Adolf von Rosenberg-Gruszczynski10. Juli 1865 bis 19. Mai 1866Rudolph Otto von Budritzki200. Mai 1866 bis 17. Juli 1870Otto Knappe von Knappstädt 18. Juli 1870 bis 17. Mai 1876Wilhelm von Grolman18. Mai 1876 bis 15. November 1882Gustav von Arnim16. November 1882 bis 14. Mai 1883Friedrich von Wißmann15. Mai 1883 bis 17. Januar 1887Albert von Holleben18. Januar 1887 bis 21. März 1889Hermann Blecken von Schmeling22. März 1889 bis 15. Januar 1890Ferdinand von Lütcken16. Januar 1890 bis 17. April 1893Anton Herwarth von Bittenfeld18. April 1893 bis 16. Dezember 1896Max von Krosigk17. Dezember 1896 bis 26. Januar 1900Maximilian von Schwartzkoppen27. Januar 1900 bis 18. Juni 1902Wilhelm von und zu Egloffstein19. Juni 1902 bis 12. Februar 1906Wilhelm von Hohenzollern13. Februar 1906 bis 20. März 1908Ferdinand von Quast21. März 1908 bis 26. Oktober 1908Hermann Rieß von Scheurnschloß27. Oktober 1908 bis 5. April 1912Adolf Wild von Hohenborn6. April 1912 bis 1. Juli 1913Viktor Albrecht2. Juli 1913 bis 1. August 1914Axel von Petersdorff2. August 1914 bis 30. Juni 1916Bernhard von Hülsen1. Juli 1916 bis 2. Januar 1917Alexis von Stein-Liebenstein3. Januar 1917 bis 7. August 1919 (Demobilisierung)
Literatur Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 275. Claus von Bredow: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres. Verlag August Scherl, Berlin 1905, S. 778
Einzelnachweise
Gardeinfanteriebrigade 03 Gardeinfanteriebrigade 03 Gardeinfanteriebrigade 03 Gardeinfanteriebrigade 03 Kategorie:Gegründet 1813 Kategorie:Aufgelöst 1919