Tibet war eine Progressive-Rock-Band, die im Jahr 1970/1971 von Jürgen Krutzsch (Spitzname: Pöngse) in Werdohl im Sauerland gegründet wurde.
Geschichte Der erste Auftritt der Band war 1972. Krutzsch und Teske hatten in der Gründungsphase mit Hamann und Kumpakischkis zwei ehemalige Bandmitglieder für die Band gewinnen können.Tibet „Tibet“ Medien-Info.com. Im darauffolgenden Jahr stieß Wolfgang Wilka (Spitzname: Waltraud, später Traudl) zunächst als Roadie zur Band. Er entwickelte eine Lightshow, die zum festen Bestandteil der Liveauftritte wurde. Wilka verließ 1979 die Band.Michael Koll: Sechs wilde Jahre auf Tour: „Zu unglaublich, zu anzüglich“. Come-on.de, 16. Mai 2024
Der Musikstil setzte sich aus Progressive Rock mit Psychedelic-, Classic-, Jazz- und Fernost-Elementen zusammen. Aus Jamsessions bei den Proben entstanden oftmals neue Stücke. Dieter Kumpakischkis mit klassischer Ausbildung komponierte Songs wie Baroque‘n‘Roll. Im Januar 1976 verließ Dieter Kumpakischkis zeitweise aus beruflichen Gründen die Band. Deff Ballin ersetzte Kumpakischkis und auch Klaus Werthmann (Gesang) stieg bei Tibet ein. Die Band entwickelte das Projekt Co(s)mic Rock Spectacle.
Im Mai 1978 erschien die einzige Studio-LP Tibet (Bellaphon),Tibet / Tibet – CD-Review. In: rocktimes.info mit dem Projekt war Tibet aber bereits im Februar 1978 aufgetreten. Für den Track 9 des Albums erfolgte der Gesangspart durch Richard Hagel von der Pee Wee Bluesgang. Die LP, im Hamburger Star-Club präsentiert, erschien außer in Deutschland in weiteren Ländern (1994 in Frankreich (Musea), 2005 in Russland (Musea), 2013 (Belle Antique) und 2020 in Japan (Belle Antique)). Die LP wurde 2015, 2019 und 2021 bei Sireena Records erneut aufgelegt.
Am 26. Juli 2024 erschien die neue CD Porta Westfalica 1975. Die Stücke der CD stammen von einem Konzert, welches am 13. Juli 1975 auf der Freilichtbühne in Porta Westfalica stattfand.Tibet / Porta Westfalica 1975 – CD-Review. In: rocktimes.infoTibet | Porta Westfalica 1975. In: babyblaue-seiten.de Die Aufnahmen waren fast 50 Jahre verschollen und wurden erst 2023 wiedergefunden.Fast 50 Jahre nach dem Auftritt: Band veröffentlicht erste Live-Platte. Come-on.de, 5. August 2024
Die Band war bei insgesamt 150 Konzerten, davon 134 mit Lightshow, neben Auftritten in Deutschland auch auf Festivals in England aktiv: 1974 auf dem Windsor-Free-Festival und im darauffolgenden Jahr u. a. mit Traffic, Gong und den Stranglers auf dem Watchfield Free Festival. In Deutschland gaben Tibet z. B. Konzerte in der Philipshalle in Düsseldorf und waren mit Eloy, Grobschnitt, Kraan und Ekseption auf einer Bühne.
Tibet lösten sich 1980 auf, wobei Ballin kurz vorher zu Geier Sturzflug gewechselt war. Am 22. März 1980 gaben sie ihr letztes Konzert.
Diskografie 1972: Potala [Tibet] / A Special Man [Fifth Dead] (Split Single CCA HELP 301/2) not released 1976: Only Man’s Love / She Is Gone (Single) 1977: VA - Rock Offers 2 (Sampler, OMP) 1 Titel: White Ships And Icebergs 1979: Tibet (LP, Hot-Stuff / Bellaphon Bacillus BBS 2581) 1994: Tibet (CD, Musea Records) Frankreich - Matrix / CD Run Out 'Dureco 4115AR' (Dureco Niederlande) 1998: Tibet (CD, Musea Records) Frankreich - Matrix / CD Run Out 'KDG FR 4115AR' (Koch Dureco Group Frankreich) 2001: VA - Psychedelic Gems Vol. 5 (Sampler, GoD-Rec.) 2 Titel: Only Man's Love, She Is Gone 2005: Tibet (CD, Masterdisc MALS 045) Russland 2012: VA - Music for your brain Vol. 5 (6-CD-Sampler, Target Music) 1 Titel: Eagles 2013: Tibet (CD, Belle Antique Rec. 132072) Japan 2015: Tibet (LP-reissue, Sireena SRI 4028) Limited Edition in Clear Vinyl + Klapp-Cover m. Fotos 2016: VA - The Spirit of Sireena Vol.10 (Sampler, Sireena) 1 Titel: Fight Back 2019: Tibet (LP-reissue, Sireena SRI 4028) Black Vinyl 2020: Tibet (CD, Belle Antique Rec. 203284) Japan 2021: Tibet (CD-reissue Sireena SRI 2226) + 2 Bonus Tracks Too Lazy, Never Been The Same 2022: VA - The Spirit of Sireena Vol.16 (Sampler, Sireena) 1 Titel: White Ships And Icebergs 2024: VA - Psychedelic Underground Vol. 20 (Sampler, Garden of Delights) 1 Titel: Monkey Man 2024: Porta Westfalica 1975 live (CD, Garden of Delights) 2025: Porta Westfalica 1975 live, mit 48-Seiten-Deluxe-Booklet in LP-Größe (LP, Garden of Delights)
Weblinks (englisch) Tibet bei ProgArchives (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Deutsche Band Kategorie:Progressive-Rock-Band