Matsumoto (, -shi) ist eine Stadt in der Präfektur Nagano im Zentrum von Honshū, der Hauptinsel von Japan.

Matsumoto unterliegt im Sommer durch seine Höhenlage nicht einem so feuchtheißen Klima wie weite Teile Japans. Es ist dadurch ein Zentrum der Holzverarbeitung und das Zentrum des japanischen Gitarrenbaus.

Geschichte Matsumoto war während des 14. und 15. Jahrhunderts die Basis für den Ogasawara-Klan und eine blühende Burgstadt während der Edo-Zeit.

Am 27. Juni 1994 wurde von der Sekte Ōmu Shinrikyō (auch als Aum bekannt) ein Giftgasanschlag (Saringas) auf die Stadt verübt, der sieben Menschen tötete und 58 weitere verletzte.

Sehenswürdigkeiten mini|links|Burg Matsumoto Die berühmte japanische Burg Matsumoto steht in Matsumoto. Weitere Sehenswürdigkeiten sind u. a. das „Japan Ukiyoe Museum“, das „Matsumoto Folk Arts Museum“ sowie die Kaichi-Schule (開智学校). mini|links|Kaichi Schule alternativtext=Nawate Street|mini|Nawate-Straße, eine der wenigen erhaltenen Altstadtstraßen|links

Verkehr Straßen: Nagano-Autobahn Nationalstraße 19, nach Nagoya oder Nagano mini|links|Bahnhof Matsumoto

Bahnverkehr: Bahnhof Matsumoto mit den Linien JR Chūō-Hauptlinie JR Shinonoi-Linie JR Ōito-Linie Matsumoto Electric Railway Kamikōchi-Linie

Flugverkehr: Flughafen Matsumoto

Wirtschaft Der größte Hersteller von Gitarren in Japan, die Firma Fujigen (Fuji-Saiteninstrumente) ist hier ansässig, aber auch sehr viele Zulieferer, die Komponenten liefern, wie Gotoh für die Hardware oder Atlansia, bekannt für handgefertigte Bässe im extravaganten Design, die aber auch Hälse und Pickguards für bekannte Marken liefern.

Söhne und Töchter der Stadt Fukushima Yasumasa (1852–1919), General der Kaiserlich Japanischen Armee Hatoyama Haruko (1861–1938), Pädagogin Sawayanagi Masatarō (1865–1927), Pädagoge und Wissenschaftsorganisator Kinoshita Naoe (1869–1937), Schriftsteller und Journalist Hatano Seiichi (1877–1950), Philosoph Kubota Utsubo (1877–1967), Lyriker Shimojō Yasumaro (1885–1966), Politiker Suzuki Masatsugu (1889–1987), Hochbauingenieur Furuhata Tokuya (1898–1995), Geschäftsmann und Politiker Oka Masao (1898–1982), Ethnologe Iwai Akira (1922–1997), Gewerkschaftsfunktionär Akira Miyazawa (1927–2000), Jazzmusiker Yayoi Kusama (1929–2026), Künstlerin Hans-Ludwig Zachert (* 1937), deutscher Verwaltungsjurist Chizu Kobayashi (* 1954), Go-Meisterin Noriyuki Iwadare (* 1964), Komponist für Videospielmusik Takashi Yamazaki (* 1964), Filmregisseur, Drehbuchautor und Spezialeffektkünstler Hideki Kamiya (* 1970), Videospielentwickler Eiko Nakayama (* 1970), Skeletonpilotin Hayuma Tanaka (* 1982), Fußballspieler Ken’ichi Nozawa (* 1984), Fußballspieler Yūji Kamijō (* 1986), Eisschnellläufer Naoki Miyata (* 1987), Fußballspieler

Städtepartnerschaften Salt Lake City, Utah, United States, seit 1958 Kathmandu, Nepal, seit 1989 Langfang China, seit 1995 Grindelwald, Schweiz, seit 1972 Salzburg, Österreich, seit 2026

Bildung Shinshū-Universität

Angrenzende Städte und Gemeinden Takayama Ueda Shiojiri Azumino Okaya Ōmachi

Literatur S. Noma (Hrsg.): Matsumoto. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 935.

Weblinks

mini|Rathaus Herzlich Willkommen in Matsumoto! (Offizieller Reisebegleiter)

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