Unter der Typenbezeichnung Berliet VDAF wurden vom französischen Kraftfahrzeughersteller Berliet in Lyon 1936–1938 LKW mit 2,5 Tonnen Nutzlast gebaut.
Technik und Geschichte Die wesentlichen technischen Daten können der Info-Box entnommen werden. Vom Fahrzeug gab es mehrere Varianten, alle mit einer Nutzlast von 2,5 Tonnen:
Alle Varianten hatten einen Radstand von 3,38 oder 3,98 m, eine Länge von 5,45 oder 6,17 m und eine Breite von 1,92 mFiches 503, 506, 545, 549, 550, 588.
Im Übrigen unterschieden sich die Varianten nur durch den verwendeten Motor (und die dadurch verursachten Gewichtsdifferenzen):
Typ Betriebserl. Motor Zyl. Bohrg. Hub Hubr. /min CVPS Chassis max. Bem., Mon./Jahr Typ Zahl mm mm cm³ max fisc. reell kg kg QuelleVDAF4 12.1936 MDG 4 100 140 4398 1800 15 2200/2245 6050/6100 Fiche N° 503VDAF18 1.1937 MKO 4 100 130 4084 2000 23 1950/2050 5700/5800 Fiche N° 506VDAF182.Ser. 6.1938 MKO 4 100 130 4084 2000 23 2030/21306500 Fiche N° 549VDAFG11 6.1938 MKOG 4 100 130 4084 2000 11 2500 6750 Vauvillier, Berliet camions S.41, Fiche No.588VDAFG112.Ser. 2.1939 MKOG 4 100 130 4084 2000 11 2450 6500 Vauvillier, Berliet camions S.41, Fiche No.550 VDAF4 hatte einen Dieselmotor, VDAF18 einen Ottomotor, VDAFG11 hatte einen Holzgasmotor. Ein Berliet VDAF4 ist im Conservatoire in Le Montellier ausgestellt.
Stückzahlen Es gab von den hier behandelten Typen folgende StückzahlenNombre, S. 5:
Typ 1936 1937 1938 SummeVDAF4 18 324 21 353VDAF18 0 86 139 225
Für den VDAFG11 gibt es zwar bei den jährlich gebauten Stückzahlen eine ZeileNombre S. 6, indessen ist diese leer: Unklar ist, ob man vergaß, sie auszufüllen, oder ob die Holzgas-Varianten nicht in Serie gebaut wurden.
Literatur Originalquellen Eine Publikation, in der alle vor 1945 gebauten Berliet-Typen individuell abgehandelt wären, gibt es nicht. Neben der unten erwähnten Literatur wurde auf folgende in der Fondation Berliet verwahrte Originalunterlagen zurückgegriffen: „Fiches des Mines“: Es handelt sich um die Unterlagen zur Erteilung einer allgemeinen Betriebserlaubnis, hierfür ist in Frankreich der „Inspecteur des mines“ sachlich zuständig. Diese Unterlagen sind chronologisch geordnet und nummeriert. Nicht zu jedem Typ bzw. Variante gibt es entsprechende Unterlagen, teils, weil sie wohl als Untervarianten eines Typs verstanden wurden, für den eine gesonderte Erlaubnis nicht erforderlich war, teils wohl, weil diese Unterlagen im Laufe der letzten 100 Jahre verlorengegangen sind. Bei Militärtypen gibt es Hinweise, dass eine Betriebserlaubnis direkt durch militärische Dienststellen erfolgte, was entsprechende „fiches des mines“ überflüssig machte. Die Quellenbezeichnung lautet: „Fiches No....“ „Etat des véhicules utilitaires et autobus declares aux mines depuis 1920“, eine 15-seitige Zusammenstellung vom 1. Dezember 1941, enthält insbesondere die reservierten Chassisnummernbänder, die jedoch vielfach nicht vollständig ausgeschöpft wurden, einige Typen bzw. Varianten werden nicht erwähnt, Quellenbezeichnung lautet: „Etat S...“ „Nombre de véhicules construits de 1930 à 1942“, siebenseitige Zusammenstellung der zwischen 1930 und 1942 gebauten Stückzahlen an Nutzfahrzeugen, erstellt wohl 1943, erste Seite teilweise irreparabel verderbt, teilweise werden mehrere Typen bzw. Varianten zusammengefasst, Quellenbezeichnung lautet: „Nombre S....“
Sonstige Literatur
Weblinks
Fondation de l’Automobile Marius Berliet (französisch und englisch, abgerufen am 19. Mai 2023)
Einzelnachweise
VDAF Kategorie:Lkw-Modell