Die 3. Infanterie-Brigade war ein Großverband der Preußischen Armee.
Geschichte Die 3. Infanterie-Brigade wurde zum 1. April 1897 als 73. Infanterie-Brigade in Königsberg im Zusammenhang mit der Erweiterung der preußischen Armee um 16 Infanterie-Brigaden aufgestellt. Zum 1. April 1902 wurde sie in 3. Infanterie-Brigade umbenannt und war bis 1899 Teil der 1. Division mit Standort in Königsberg, die dem I. Armee-Korps zugeordnet war. Von 1899 bis zum Kriegsende gehörte sie zur 2. Division in Insterburg.
Standorte 1897 bis 1898 Königsberg 1899 bis 1918 Rastenburg
Gliederung 1897 bis 1899 Infanterie-Regiment Nr. 146 Infanterie-Regiment Nr. 147
1899 bis 1902
Grenadier-Regiment „König Friedrich der Große“ (3. Ostpreußisches) Nr. 4 Infanterie-Regiment Freiherr Hiller von Gaertringen (4. Posensches) Nr. 59
1902 bis 1914
Grenadier-Regiment König Friedrich der Grosse (3. Ostpreußisches) Nr. 4 Infanterie-Regiment Graf Dönhoff (7. Ostpreußisches) Nr. 44
Kriegsgliederung bei Mobilmachung 1914
Wie vorher. Vom 12. Januar bis zum 18. Januar 1917 war der Brigade das Infanterie-Regiment Nr. 426 zugeordnet.
Kriegsgliederung 1918
Grenadier-Regiment Nr. 4 Füsilier-Regiment Nr. 33 Infanterie-Regiment Nr. 4
Erster Weltkrieg
Mit der Mobilmachung im August 1914 musste die Brigade das Brigade Ersatz Bataillon 3 aufstellen und kam im Verband der 2. Division zunächst bis Anfang Februar 1917 an der Ostfront und anschließend bis zum Kriegsende an der Westfront zum Einsatz. Zu den Kampfhandlungen, Gefechten und Schlachten siehe Kampfgeschehen der 2. Division.
Brigadekommandeure Name DatumGünter Wegmann (Hrsg.), Günter Wegner: Formationsgeschichte und Stellenbesetzung der deutschen Streitkräfte 1815–1990. Teil 1: Stellenbesetzung der deutschen Heere 1815–1939. Band 2: Die Stellenbesetzung der aktiven Infanterie-Regimenter sowie Jäger- und MG-Bataillone, Wehrbezirkskommandos und Ausbildungsleiter von der Stiftung bzw. Aufstellung bis 1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1992, ISBN 3-7648-1782-8, S. 374f.Georg von Roques1. April 1897 bis 1899Gustav von Rex1899 bis 1901Helmrich von Elgott1901 bis 21. März 1902Oskar Wunderlich22. März 1902 bis 19. März 1905Heinrich Pollier20. März 1905 bis 20. März 1908Max von Bahrfeldt21. März 1908 bis 20. April 1911Otto Schumann21. April 1911 bis 16. Februar 1914Theodor Mengelbier 17. Februar 1914 bis 17. April 1915Carl Buchholtz18. April 1915 bis 16. Dezember 1917Gustav Faelligen17. Dezember 1917 bis 29. August 1918Friedrich Wilhelm Paul Albert von Massow30. August 1918 bis KriegsendeMax Weicke18. Januar 1919 (Demobilisierung)
Brigadeführer
Oberst Hermann von Balcke: vom 28. August 1918 bis 30. Oktober 1918
Stellvertretender Brigadekommandeure
Gustav Sommer: vom 2. August 1914 bis 1915 Erich von Platen: 1915/1916 Ernst Schönfeld: vom 26. Oktober 1916 bis 1917 Carl Maaß: 1917/1918
Literatur Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 275. Claus von Bredow: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres. Verlag August Scherl, Berlin 1905, S. 778
Weblinks
Einzelnachweise
Infanteriebrigade 3 Kategorie:Gegründet 1897 Kategorie:Aufgelöst 1919 Infanteriebrigade 03 Kategorie:Militär (Ostpreußen)