John Courtenay Trewin OBE (* 4. Dezember 1908 in Plymouth; † 16. Februar 1990) war ein britischer Journalist und Theaterkritiker.
Leben Trewin wurde in Plymouth, Devon, geboren, obwohl seine Eltern beide aus Cornwall stammten. Er besuchte das Plymouth College und begann 1926 als junger Reporter beim Western Independent. Im Jahr 1932 zog er nach London zur Morning Post und wechselte 1937 zum Observer. Bei dieser Zeitung war er mehr als 60 Jahre lang als Theaterkritiker tätig. Außerdem schrieb er eine Theaterkolumne für The Listener (1951–1957) und verfasste regelmäßig Beiträge für Punch (1944–1945), John O'London's Weekly (1945–1954), The Sketch (1947–1959), die Illustrated London News (1947–1988), The Lady (ab 1949) und die Birmingham Post. Ebenso verfasste er Beiträge für Shakespeare Quarterly.
In seinen 1952 bei Elek Books, New York, erschienenen Memoiren A Play Tonight bespricht er unter anderem die Wiederaufnahme der York Mystery Plays im Juni 1951, die dort zum ersten Mal seit 1570 während des York Festival im Rahmen des Festival of Britain aufgeführt wurden. Paul Scofield (1956) war eine illustrierte Studie über das Werk des Schauspielers, ebenso wie John Neville (1961) über sein Werk.
1981 wurde er für seine Verdienste um das Theater zum „Officer of the Order of the British Empire“ (OBE) ernannt. George Geckle nannte ihn 1988 "the man generally acknowledged to be England’s best theatre critic."
Er heiratete 1938 Wendy Monk (1915–2000), ebenfalls eine Kritikerin. Das Paar hatte zwei Söhne, Mark Antony Trewin und Ion Trewin (der schließlich ab 2006 der Verwalter des Man Booker Prize wurde).
Von 2000 bis 2015 wurde der John and Wendy Trewin Award For Best Shakespearian Performance vom Critics’ Circle in Erinnerung an Trewin und seine Frau verliehen. Im Jahr 2016, nach dem Tod ihres Sohnes Ion, wurde der Preis in Trewin Award For Best Shakespearian Performance umbenannt. Die erste Preisträgerin war Dame Judi Dench.
Ein Teil des Nachlasses von Trewins befindet sich im Harry Ransom Center der University of Texas at Austin, der andere an der Bibliothek der University of Reading.
Bücher (in Auswahl)
1948: The English theatre 1950: The Story of Stratford upon Avon 1951: Drama: 1945–1950 1951: The Theatre since 1900 1952: In Praise of the theatre: An anthology of enjoyment 1953: Dramatists of today 1956: Verse drama since 1800 1957: The Night has been unruly 1958: The gay Twenties: A decade of the theatre 1960: The turbulent Thirties: A further decade of the theatre 1963: The Birmingham Repertory Theatre 1913–1963 1964: Shakespeare on the English stage: 1900–1964; a survey of productions 1965: Drama in Britain, 1951–1964 1968: The pomping Folk in the nineteenth-century theatre 1971: Peter Brook: a biography 1976: The Edwardian theatre 1978: Going to Shakespeare
Literatur
Donald Roy, "Trewin, John Courtenay", Dictionary of National Biography
Weblinks
Findbuch der Trewin Archivbestände in der Library of the University of Reading Findbuch der Trewin Archivbestände im Ransom Center, University of Texas at Austin
Einzelnachweise
Kategorie:Officer des Order of the British Empire Kategorie:Journalist (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Zeitungsjournalist Kategorie:Sachbuchautor (Kunst) Kategorie:Theaterkritiker Kategorie:Engländer Kategorie:Brite Kategorie:Geboren 1908 Kategorie:Gestorben 1990 Kategorie:Mann