Während des Zweiten Weltkriegs spielte die U.S. Army eine zentrale Rolle, wobei sich ihr Zweck und ihre Struktur grundlegend veränderten. Das Hauptziel der U.S. Army in dieser Zeit war die Mobilisierung und der Einsatz von Truppen zur Bekämpfung der Achsenmächte, Deutschland, Italien und Japan. Dies erforderte eine enorme Aufstockung des Personals und der Ressourcen und führte zur größten militärischen Mobilisierung in der amerikanischen Geschichte bis zu diesem Zeitpunkt.
Um den Anforderungen des Krieges gerecht zu werden, führte die Armee mehrere Reformen durch. Die Einführung des Selective Service Act im Jahr 1940 ermöglichte die Einberufung von Millionen amerikanischer Männer, wodurch die Größe der Armee von etwa 190.000 aktiven Soldaten im Jahr 1940 auf über 8 Millionen im Jahr 1945 anstieg. Die Ausbildungsprogramme wurden verbessert, und es wurden neue Einheiten gebildet, darunter spezialisierte Abteilungen wie die Army Air Forces, die die Bedeutung der Luftstreitkräfte betonten.
Die Army übernahm auch modernere Organisationsstrukturen und Taktiken, die die Lehren aus früheren Konflikten widerspiegelten. Innovationen in den Bereichen Strategie, Logistik und Technologie wurden vorrangig eingesetzt, um die Kampfkraft zu verbessern. Die Integration von Frauen in das Militär durch Organisationen wie die WAVES (Women Accepted for Volunteer Emergency Service) und das Women’s Army Corps (WAC) markierte einen bedeutenden Wandel in der Personalpolitik, auch wenn die Rassentrennung innerhalb der Streitkräfte weiterhin ein wichtiges Thema blieb.
Führung, Kontrolle und Organisation
Zu Beginn des Krieges lag das Oberkommando für Heer und Luftwaffe beim Kriegsministerium das wiederum dem Präsidenten unterstellt war. Die Kommandostrukturen waren die gleichen die während des Ersten Weltkriegs verwendet wurden. 1940 gab es innerhalb der Armee sieben Teilstreitkräfte, die gemeinhin als Kampftruppen angesehen wurden: Infanterie, Kavallerie, Feldartillerie, Küstenartillerie, Luftwaffenkorps, Pionierkorps und Signalkorps.
Das Kriegsministerium hatte 1921 ein Oberkommando der US-Armee (General Headquarters, United States Army, GHQ) genehmigt, das jedoch erst am 26. Juli 1940 aktiviert wurde. Es sollte die Mobilisierung erleichtern, indem es die Organisation und Ausbildung der Feldstreitkräfte der Armee auf dem amerikanischen Festland (Zone of Interior) überwachte. Im Oktober 1940 wurde das Kommando der Korpsgebiete von den vier Armeen, die 1932 aufgestellt worden waren, getrennt. Am 17. März 1941 wurden die Vereinigten Staaten in vier Verteidigungskommandos aufgeteilt, die im Falle einer drohenden Invasion zu Einsatzgebieten werden sollten. Zusätzlich zu diesen Ausbildungsaufgaben wurde dem GHQ am 3. Juli 1941 das Kommando und die Planung für militärische Operationen in der Zone of Interior übertragen. Das GHQ wurde am 9. März 1942 von den Army Ground Forces abgelöst. Die vier Verteidigungskommandos und alle Einsatzgebiete wurden dem Generalstab des Kriegsministeriums unterstellt. Generalstab Der Generalstab der US Army war das Herzstück der strategischen Planung und Koordination. Er bestand aus mehreren Abteilungen: G-1 (Personal): Zuständig für Personalmanagement, Rekrutierung und Truppenstärke. G-2 (Aufklärung): Verantwortlich für die Sammlung und Analyse von Informationen über den Feind. G-3 (Operationen): Koordinierte die Planung und Durchführung militärischer Operationen. G-4 (Logistik): Konzentrierte sich auf die Versorgung der Truppen mit Nachschub und Ausrüstung. Der oberste militärische Führer der US Army war der Chef des Generalstabs, eine Rolle, die während des Zweiten Weltkriegs von General George C. Marshall ausgefüllt wurde. Daneben gab es noch einen Sonderstab der sich aus der Legislative and Liaison division, dem Inspector General, dem Manpower board, der Budget Division und der Civil Affair Division zusammensetze.Forty: 1998, S. 20.Clay: 2010, Bnd I. S. 96. Feldarmee Eine Feldarmee bestand theoretisch aus drei Korps, einer Flugabwehrartilleriebrigade, Pionieren mit drei allgemeinen Regimentern, sechs separaten Bataillonen, zwei schweren Pontonbataillonen und einem Bataillon für Topographie, Wasserversorgung und Tarnung, drei Panzerjägerbataillonen, zwei Fernmeldebataillonen sowie einer Vielzahl von Kompanien und Serviceeinheiten. Während des Zweiten Weltkriegs wurden insgesamt 11 Armeen aufgestellt. 1. United States Army (1. Okt. 1933) 22px 2. United States Army (1. Okt. 1933) 22px 3. United States Army (1. Okt. 1933) 22px 4. United States Army (1. Okt. 1933) 22px 5. United States Army (5. Jan. 1943) 22px 6. United States Army (25. Jan. 1943) 22px 7. United States Army (10. Juli 1943) 22px 8. United States Army (10. Juni 1944) 22px 9. United States Army (15. April 1944)22px 10. United States Army (20. Juni 1944) 22px 15. United States Army (21. August 1944) 22px Die Erste, Dritte, Fünfte, Siebte, Neunte und Fünfzehnte Armee dienten in Europa, während die Sechste, Achte und Zehnte Armee im Pazifik eingesetzt wurden. Die Fünfte und die Siebte wurden in Nordafrika aufgestellt, während die Zweite und die Vierte in den Vereinigten Staaten blieben und Ausbildungsaufgaben übernahmen. Korps Das Korps bestand theoretisch aus drei Infanteriedivisionen, einem Flugabwehrregiment, einem motorisierten Kavallerieregiment, zwei Pionierregimentern, einer Feldartilleriebrigade, einer Panzerjägergruppe, einem Fernmeldebataillon und verschiedenen Serviceeinheiten. Die Größe der Korpsstäbe wurde 1943 von den Army Ground Forces drastisch reduziert, da sich das Korpskonzept nach flexiblen Richtlinien entwickelte, die vorsahen, dass einzelne Kampfbataillone nach Bedarf zugewiesen oder angegliedert werden konnten. Ein Korps wurde zu einer variablen Kombination aus Divisionen und Bataillonen, die im Wesentlichen aus einem Kommandeur und einem kleinen Stab bestand, der die Kampfhandlungen leitete und die ihm unterstellten nicht-divisionalen Kampfeinheiten führte. Dazu gehörten Elemente wie die Korpsartillerie, Kavalleriegeschwader und Panzerjägerbataillone. Sie wurden auf die Divisionen verteilt, zur massiven Unterstützung aufgestellt oder in Reserve gehalten. Da die Divisionen gestrafft worden waren, wurde das Korps zum Hauptquartier für den Einsatz von Kampfelementen in den richtigen taktischen Kombinationen für den jeweiligen Auftrag. Division Divisionen waren die größten Einheiten des Heeres mit einer vorgeschriebenen Struktur und fungierten als kleinste Formation, die Einheiten verschiedener Waffen und Dienste umfasste. Sie waren auf normale operative Autarkie ausgelegt, die je nach Divisionstyp variierte. Da man davon ausging, dass die Panzerdivision normalerweise in beträchtlicher Entfernung von der Masse der Streitkräfte operieren würde, ebenso wie die motorisierte Division in etwas geringerer Entfernung und die Infanteriedivision am wenigsten, wurde die Unterstützung für Wartung, Nachschub und Technik entsprechend verteilt. Alle wurden auf ein Minimum beschränkt, da Korps und Armeen als Pools spezialisierter Einheiten konzipiert waren, die unter ungewöhnlichen Umständen die erforderliche Unterstützung leisten sollten.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden insgesamt 92 Divisionen eingesetzt, von denen 89 nach dem Krieg bestehen blieben. Bis Mai 1945 hatten die fünf am stärksten betroffenen Divisionen (3., 4., 9., 36. und 45. US-Infanterie-Division) einen Verlust von 176 % erlitten. Um diese Verluste teilweise auszugleichen, wurden die noch nicht eingesetzten Divisionen rücksichtslos ausgeplündert. Dies machte einen Großteil der sorgfältigen Vorbereitungs- und Ausbildungsprogramme zunichte, mit denen die Divisionen vorbereitet worden waren, und viele von ihnen kamen als eilig aufgerüstete Formationen mit einem Minimum an Ausbildung zum Einsatz. Eine typische Infanteriedivision bestand aus drei Infanterieregimentern einem Aufklärungszug, vier Artilleriebataillonen einem Pionierbataillon, einem Sanitäts-Bataillon und sechs Spezialeinheiten wie einer Signalkompanie, Militärpolizei und Militärkapelle.Clay: 2010, Bnd I. S. 198.
Die ursprüngliche Panzerdivision bestand aus einer Panzerbrigade mit drei Panzerregimentern, zwei mit leichten und einem mit mittleren Panzern, sowie einem Feldartillerieregiment mit zwei Bataillonen. Außerdem gab es ein Panzeraufklärungsbataillon und ein angeschlossenes Luftbeobachtungsgeschwader für die Aufklärung, während die Unterstützungs- und Serviceelemente aus einem Panzergrenadierregiment, einem Feldartilleriebataillon, einem Pionierbataillon, einer Signalkompanie, einer Instandhaltungskompanie, einem QM-LKW-Bataillon und einem Sanitätsbataillon bestanden. Mit der zweiten großen Umstrukturierung, die am 15. September 1943 in Kraft trat, wurde die leichte Panzerdivision eingeführt. Sie reduzierte die Panzerstärke, indem sie die zwei Regimenter (d. h. sechs Panzerbataillone) durch drei Panzerbataillone ersetzte. Die Regimentsebene wurde in allen Panzerdivisionen mit Ausnahme der 2. und 3. US-Panzer-Division abgeschafft, die in der alten Gliederung verblieben. Dies hätte eigentlich eine Halbierung der Panzerdivision bedeuten müssen (drei statt sechs Bataillone); tatsächlich betrug die Reduzierung etwa ein Drittel. Zur Kontrolle der Divisionsreserven wurde ein weiteres Kampfkommando eingeführt, das als CCR [Combat Command Reserve] (oder CCC) bezeichnet wurde. Das Aufklärungsbataillon wurde durch eine Kavallerie-Aufklärungsstaffel ersetzt, so dass die Gesamtstärke der Division um fast 4000 Mann sank.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Panzerdivisionen sechs verschiedenen Umstrukturierungen unterzogen, von denen zwei tatsächlich von Bedeutung waren. Die erste, die am 1. März 1942 in Kraft trat, führte zu schweren Panzerdivisionen. Die Panzerbrigade wurde zusammen mit einem der Panzerregimenter aufgelöst, so dass an ihrer Stelle zwei Kampfkommandos (CCA und CCB) und zwei Panzerregimenter entstanden. In jedem Regiment gab es drei Panzerbataillone, wobei das Verhältnis von leichten zu mittleren Panzern geändert wurde und jedes Regiment nun über zwei mittelschwere und ein leichtes Bataillon verfügte. Auch die Artillerie wurde in drei separate Bataillone umstrukturiert. Die Kampfkommandos gaben der Division mehr Flexibilität, da ihre Zusammensetzung je nach Einschätzung der Gefechtslage durch den Divisionskommandeur variiert werden konnte.Forty: 1998, S. 71., 76.
Regiment, Kompanie und Zug Die Stärke des Standard-Infanterieregiments änderte sich im Laufe des Krieges mehrmals. Im Juni 1941 wurde es von 2.542 auf 3.340 Mann aufgestockt und dann auf 3.118 Mann bis zum 15. Juli 1943 und auf 3.068 Mann bis zum 24. Januar 1945 verkleinert. Ein Infanterieregiment bestand aus einer Stabskompanie, drei Infanteriebataillonen, einer Panzerabwehrkompanie, einer Geschützkompanie und einer Unterstützungs- und Versorgungskompanie. Ein Infanteriebataillon bestand aus 871 Männern in vier Kompanien plus Stab. Die Kompanien waren 187 Mann stark und bestanden aus vier Zügen. Eine Kompanie wurde von einem Captain, ein Zug von einem Lieutenant oder Sergeant befehligt. Bei voller Stärke hatte ein Zug 3 Trupps mit je 12 Mann.Stanton: 1919 S. 13.Henry: 2000, S. 7.
Rekrutierung