Die Schwedischen Tänze op. 63 von Max Bruch (1838–1920) sind eine Sammlung von insgesamt 15 Tänzen aus dem Jahr 1892. Sie wurden ursprünglich für Violine und Klavier komponiert.

Hintergrund 1892 verfasste Max Bruch die schwedischen Tänze. Der Komponist fühlte sich der Volksmusik stark verbunden und ließ sich vermutlich über die „Svenska folkvisor“ von Erik Gustaf Geijer und Arvid August Afzelius zu diesem Werk inspirieren. Auch wenn Max Bruch lediglich an eine private Vorführung gedacht hatte, fertigte er im selben Jahr auch eine eigenständige Orchesterfassung an. Im Jahr darauf entstanden aus seiner Feder je eine Fassung für Klavier zu zwei und zu vier Händen und eine Fassung für Militärorchester. Von seinem Verleger Fritz Simrock erhielt er für die Originalfassung 3.000 Mark und für die Orchesterfassung weitere 1.000 Mark. Die Anregung für diese Stücke erhielt er über seinen Verleger durch Komponisten wie Johannes Brahms und Antonín Dvořák. Auch wenn Max Bruch, genauso wie seine Zeitgenossen, seine Inspiration in Folklore fand, verwendete dieser im Gegensatz zu den anderen Kollegen Musik aus anderen Ländern. Auffällig ist zudem, dass Max Bruch die erste Fassung für Violine und Klavier schrieb und erst später die anderen Fassungen hinzukamen.

Die Tänze wurden in zwei Bänden veröffentlicht:

Buch 1 Tanz I: Einleitung (langsam, 2/4). Sehr mäßig (3/4) in d-Moll Tanz II: Ruhig bewegt. (3/4) in D-Dur Tanz III: Frisch, nicht zu schnell. (3/4) in d-Moll Tanz IV: Langsam, nicht schleppend. Ein wenig belebter. Langsam, nicht schleppend. (3/4) in B-Dur Tanz V: Ziemlich schnell. (3/4) in g-Moll Tanz VI: Langsam, mit Ausdruck. (3/4) in Es-Dur Tanz VII: Lebhaft. (3/8) in B-Dur

Buch 2: Tanz VIII: Sehr mäßig. (3/4) in f-Moll Tanz IX: Lebhaft. (3/4) in F-Dur Tanz X: Frisch, nicht zu schnell. (3/4) in D-Dur Tanz XI: Sehr mäßig. (3/4) in h-Moll Tanz XII: Langsam, nicht schleppend. (3/4) in G-Dur Tanz XIII: Sehr mäßig. (2/4) in a-Moll Tanz XIV: Gehend, ruhig bewegt. (2/4) in a-Moll Tanz XV: Sehr mäßig. (3/4) in d-Moll

Weblinks Marcus Prieser: Max Bruch: Schwedische Tänze. In: Musikproduktion Jürgen Höflich, 2010 Kerstin Unseld: Anna Sophie Dauenhauer & Lukas Maria Kuen spielen Max Bruch: Schwedische Tänze. (Text und Musik) In: SWR Kultur, 22. Januar 2021. Swedish Dances, Op.63 (Bruch, Max) in IMSLP

Kategorie:Werk von Max Bruch Kategorie:Kammermusik