Die Tramway de Biskra à la Fontaine Chaude (deutsch Pferdebahn von Biskra zur Thermalquelle) war zwischen 1896 und 1955 bei der Oasenstadt Biskra in Algerien in Betrieb.

Geschichte Die Decauville-Bahn bediente den Badeort Hammam Salahine an der Thermalquelle. Sie wurde mit einer Spurweite von 600 mm gebaut und die Wagen wurden von Zugtieren gezogen. Die Decauville-Pferdebahn mit offenen und geschlossenen Wagen verband das Bad direkt mit dem Kasino von Biskra. Die Straßenbahn verkehrte mehrmals am Tag und erleichterte den Transport von Badegästen und Touristen.

Ab Mai 1897 wurde das bereits zuvor in der Stadt bestehende Straßenbahnnetz auf 12 Kilometer verlängert und bediente die Stadt Biskra, den Cercle des Étrangers, den Bahnhof, den Park, die Thermen und die vorstädtischen Dörfer der einheimischen Volksgruppen.

Die Thermalquelle ist leicht alkalisch und gehört zu den chloridhaltigen, natriumhaltigen und schwefelhaltigen Wassern. Um 1896 betrug die Schüttung 25 Liter pro Sekunde, die Temperatur am Austrittspunkt war 46,2 °C. Die Araber, von denen viele an Hautkrankheiten litten, vertrauten dem Wasser dieser Quelle, was durch seine Wirkung und jahrhundertelange Erfahrung gerechtfertigt war.Revue des Deux Mondes, 1896, Band 137. S. 666.

Die Compagnie de Biskra et de l’Oued-Rirh (C.B.O.R.), die 1878 als Fau, Foureau & Cie gegründet worden warCompagnie de l'Oued-Rirh (Sahara Algérien) fondée en 1878. Fau, Foureau & Cie (verso) und Compagnie de l'Oued-Rirh (Sahara Algérien) fondée en 1878. Fau, Foureau & Cie (recto). und um 1893 das Casino gebaut hat, hat 1897 auch die Badeanstalt erneuert, oder besser gesagt, neu geschaffen.Amdjed Islam Dali und Azeddine Belakehal: Hotel Architecture in the French Colonization Era - The Case of Biskra City, Algeria. S. 160. Es wurden Pläne für ein neues Thermalbad erstellt, das in seinen wichtigsten Teilen vollständig neu gebaut wurde. Das alte Freibad blieb erhalten, war aber den einheimischen Badegästen vorbehalten, die neben den Betriebsgebäuden auch die Ruheräume, ein Café usw. nutzen konnten. Auf der den einheimischen Bädern gegenüberliegenden Seite befanden sich die neuen Schwimmbecken, das Café und der Hydrotherapieraum, die Empfangsräume, Betriebsgebäude und Aufenthaltsräume. Nebenan befand sich das Restaurant. Die damalige Gestaltung des Bades war sehr modern. Der ursprüngliche Plan sah den Bau eines an das Restaurant angeschlossenen Hotels vor, in dem die Badegäste übernachten konnten, wenn sie abends nicht mit der Tramway nach Biskra fahren wollten.Félix Hautfort und Dr. Weisgerber: Au Pays des Palmes Biskra. Paul-Ollendorff-Verlag, Paris, 1897, S. 141–142.

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