Gegard Mousasi (* 1. August 1985 in Teheran) ist ein ehemaliger niederländischer MMA-Kämpfer iranisch-armenischer Herkunft, der 60 Profikämpfe von 2003 bis 2023 bestritt, wobei er unter anderem für die globalen Organisationen M-1, Deep, Pride, Dream, Cage Warriors, Strikeforce, K-1, UFC und Bellator antrat.
Im Mittelgewicht gewann er im Dezember 2006 den Cage Warriors-Titel, im September 2008 den Dream-Grand-Prix sowie im Mai 2018 und erneut im Oktober 2020 den Bellator-Titel, während er in der UFC unter den Top 5 der Herausforderer geführt wurde.Rankings: Mousasi and Manuwa enter Top 5 in their divisions Im Halbschwergewicht gewann er im August 2009 den Strikeforce-Titel und im September 2010 den Dream-Titel.
Karriere
Mousasi wurde während des Ersten Golfkrieges im Iran geboren und kam im Alter von acht Jahren mit seiner Familie, darunter seinem Bruder Gewik und seiner Schwester Angineh, in die Niederlande, wo er laut eigener Aussage rund ein Jahr in Flüchtlingslagern verbrachte. Seine Eltern, Angehörige der christlich-armenischen Volksgruppe, waren ebenfalls im Iran geboren und hatten ihren Namen noch vor Gegard’s Geburt von Movsesjan in Mousasi geändert. Gegard begann noch im Jahr seiner Ankunft mit dem Judo und wechselte mit 15 Jahren zum Boxen, wo er eine Kampfbilanz von 12-1 erzielte und einen nationalen Amateurtitel erlangte. Später begeisterte er sich für das Kickboxen und kam über dieses zum Mixed Martial Arts.UFC on Fuel 9: The Career Timeline of Gegard MousasiArmenian fighter one of the world’s great road warriors: The TelegraphGegard Mousasi Talks About Moving to Bellator Sein Bruder Gewik Mousasi war von 2003 bis 2006 ebenfalls Profi-MMA-Kämpfer.Gewik Mousasi, Sherdog
Er gab sein MMA-Profidebüt am 27. April 2003 in den Niederlanden und erzielte bis März 2008 eine Bilanz von 20 Siegen, 2 Niederlagen und einem Unentschieden (20-2-1), wobei er bei M-1, Cage Warriors und Deep ungeschlagen blieb. Er gewann dabei am 9. Dezember 2006 in Nottingham den Mittelgewichts-Titel von Cage Warriors durch einen TKO-Sieg in der ersten Runde gegen Gregory Bouchelaghem.Gegard Mousasi VS Gregory Bouchelaghem 2008 nahm er am Mittelgewichts-Grand-Prix der japanischen Organisation Deep teil und siegte gegen Denis Kang und Yoon Dong-sik, womit er in die Finalserie am 23. September 2008 in Saitama einzog, wo er sich mit Erstrundensiegen gegen Melvin Manhoef und Ronaldo Souza den Turniersieg sicherte.DREAM.6 recap: Gegard Mousasi wins grand prix with upkick KO of "Jacare"
Nach einem weiteren Sieg bei Deep, am 26. Mai 2009 in einem offenen Gewichtslimit per Submission in der ersten Runde gegen den rund 130 kg schweren K-1-Weltmeister Mark HuntDREAM.9 video: After Mark Hunt fight, is Gegard Mousasi ready for heavier weight classes?, konnte er am 15. August 2009 im kalifornischen San José bei seinem US-Debüt um den Halbschwergewichts-Titel der nordamerikanischen Organisation Strikeforce antreten und siegte dabei durch K.o. in Runde 1 gegen Renato Sobral.Gegard Mousasi Dominates Renato ‘Babalu’ Sobral, Wins Strikeforce Belt Den Titel verlor er am 17. April 2010 durch eine Punktniederlage an Muhammed Lawal, womit seine Serie von 15 Siegen in Folge endete.Strikeforce Nashville: King Mo Lawal Beats Gegard Mousasi
Am 25. September 2010 gewann er mit einem Erstrundensieg per Submission gegen Tatsuya Mizuno den Dream-HalbschwergewichtstitelDream 16: Gegard Mousasi Submits Tatsuya Mizuno, den er am 16. Juli 2011 per TKO in Runde 1 gegen Hiroshi Izumi verteidigte.MMA Quick Pic: Gegard Mousasi knocks out Hiroshi Izumi’s teeth at Dream ‘Fight for Japan GP Final’DREAM Results: Gegard Mousasi Brutalizes Izumi; Tokoro Wins BW Japan GP
Von April 2013 bis April 2017 kämpfte er in der UFC und erreichte dort eine Bilanz von 9-3, wobei ihm unter anderem Siege gegen Dan HendersonUFC on FOX 14 results: Gegard Mousasi finishes Dan Henderson fast in Stockholm, Vitor BelfortGegard Mousasi stops Vitor Belfort in impressive performance at UFC 204, Uriah HallMousasi gets revenge with victory over Hall und Chris Weidman gelangen.Mousasi defeats Weidman in controversial finish
Im Juli 2017 gab er das Ende seines Exklusivvertrages mit der UFC und eine Vertragsunterzeichnung mit Bellator bekannt.Gegard Mousasi signs multifight deal with Bellator MMA Dort erreichte er von Oktober 2017 bis zu seinem Karriereende im Mai 2023 eine Bilanz von 7-3, wobei er am 25. Mai 2018 in London mit einem TKO-Sieg in der ersten Runde gegen Rafael Carvalho den Mittelgewichts-Titel gewannGegard Mousasi stops Rafael Carvalho with 1st-round TKO for middleweight title, den er am 29. September 2018 durch TKO gegen Rory MacDonald verteidigteGegard Mousasi dominates in victory over Rory MacDonald, ehe er ihn am 22. Juni 2019 durch eine Mehrheitsentscheidung nach Punkten an Rafael Lovato verlor.Lovato Jr. clutch in final round, takes Bellator middleweight title from Mousasi
Nach einem folgenden Sieg gegen Lyoto MachidaBellator 228 results: Gegard Mousasi gets his revenge with split decision win over Lyoto Machida, kämpfte er am 29. Oktober 2020 in Uncasville erneut um den Bellator-Mittelgewichtstitel und gewann einstimmig nach Punkten gegen Douglas Lima.Gegard Mousasi defeats Douglas Lima to win vacant Bellator middleweight title Nach zwei Titelverteidigungen durch TKO gegen John SalterGegard Mousasi continues reign as Bellator middleweight champion with TKO finish of John Salter und Austin VanderfordGegard Mousasi retains middleweight title with first-round TKO of previously undefeated Austin Vanderford at Bellator 275, verlor er den Gürtel am 24. Juni 2022 per Punktniederlage an Johnny Eblen.Johnny Eblen captures Gegard Mousasi's Bellator middleweight title in 5-round sweep
Seinen nächsten und zugleich letzten Kampf bestritt er am 12. Mai 2023 gegen Fabian Edwards und verlor durch Punktentscheidung.Fabian Edwards beats Gegard Mousasi, earns Bellator title shot
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Mixed-Martial-Arts-Kämpfer (Niederlande) Kategorie:Kickboxer (Niederlande) Kategorie:Niederländer Kategorie:Geboren 1985 Kategorie:Mann