mini|Außenansicht des Plenarsaals im Landtag Die Wahl zum 9. Thüringer Landtag wird voraussichtlich im Sommer/Herbst 2029 stattfinden.

Organisation Termin Nach Artikel 50 Absatz 1 der Verfassung des Freistaats Thüringen sowie nach des Thüringer Wahlgesetzes für den Landtag (ThürLWG) hat die Landtagswahl an einem Sonn- oder Feiertag frühestens 57 Monate nach dem Beginn der laufenden Wahlperiode im Herbst 2024 und spätestens in ihrem 61. Monat stattzufinden, also frühestens im Juni und spätestens im Oktober 2029.

Eine vorzeitige Neuwahl ist gemäß Artikel 50 Absatz 2 der Thüringer Verfassung durchzuführen, wenn der Landtag seine Auflösung mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder auf Antrag von einem Drittel seiner Mitglieder beschließt oder wenn nach einem erfolglosen Vertrauensantrag des Ministerpräsidenten der Landtag nicht innerhalb von drei Wochen nach der Beschlussfassung über den Vertrauensantrag einen neuen Ministerpräsidenten wählt. Über die Selbstauflösung muss zwischen dem elften und 30. Tag nach Antragstellung offen abgestimmt werden. Eine so beschlossene Neuwahl muss dann innerhalb 70 Tagen stattfinden.

Wahlrecht Wahlmodus Gewählt werden 88 Abgeordnete. Diese Zahl kann sich durch Überhang- und Ausgleichsmandate erhöhen. Jeder Wähler hat zwei Stimmen: Mit der Wahlkreisstimme wird in jedem der 44 Wahlkreise ein Abgeordneter gewählt. Mit der Landesstimme – maßgeblich für die Sitzzuteilung im Landtag – wird die Landesliste einer Partei gewählt. Die Mandatsberechnung erfolgt durch das Hare/Niemeyer-Verfahren.

Wahlkreise → Hauptartikel: Liste der Landtagswahlkreise in Thüringen

Ausgangslage → Hauptartikel: Landtagswahl in Thüringen 2024

Bei der Landtagswahl 2024 wurde die – in Thüringen als gesichert rechtsextrem eingestufte – Alternative für Deutschland (kurz: AfD) mit 32,8 Prozent erstmals stärkste Kraft bei einer Landtagswahl. Die bisherige Minderheitsregierung unter Ministerpräsident Bodo Ramelow aus der Linken, SPD und den Grünen erlebte eine Zäsur: Die Linke rutschte um fast 18 Prozentpunkte auf 13,1 Prozent ab; die SPD kam auf 6,1 Prozent und die Grünen verpassten den erneuten Einzug in den Landtag mit gut 3 Prozent. Das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kam aus dem Stand auf 15,8 Prozent. Eine Koalition mit der AfD schlossen alle Parteien aus.

Umfragen

Sonntagsfrage

Institut Zeitraum derBefragung Befragte Meth. INSA 23.06.–30.06.2026 1000 O 40 % 22 % 7 % 16 % 6 % 4 % 5 % INSA 27.03.–07.04.2026 1000 O 39 % 24 % 7 % 14 % 6 % 3 % 7 % INSA 27.01.–02.02.2026 1000 O 38 % 24 % 7 % 14 % 7 % 3 % 7 % INSA 02.12.–09.12.2025 1000 O 39 % 24 % 7 % 14 % 6 % 3 % 7 % INSA 02.09.–09.09.2025 1000 O 37 % 25 % 9 % 14 % 7 % 3 % 5 % INSA 29.04.–06.05.2025 1000 O 35 % 24 % 11 % 14 % 8 % 3 % 5 % Bundestagswahl 202538,6 % 18,6 % 9,4 % 15,2 % 8,8 % 4,2 % 5,2 % INSA 27.01.–03.02.2025 1000 O 35 % 25 % 13 % 11 % 7 % 4 % 5 % INSA 02.12.–09.12.2024 1000 O 34 % 25 % 14 % 12 % 7 % 4 % 4 % INSA 28.10.–04.11.2024 1000 O 34 % 25 % 14 % 13 % 6 %— 8 % Landtagswahl 2024 32,8 % 23,6 % 15,8 % 13,1 % 6,1 % 3,2 % 5,4 %

Verlauf mini|900x900px|Verlauf der Umfragewerte seit der Landtagswahl 2024|ohne

Direktwahl Ministerpräsident Institut Datum INSA 10.04.2026 20 % 18 % 9 % 6 % 47 % INSA 06.02.2025 21 % 26 %—— 43 %

Siehe auch Liste voraussichtlicher Wahltermine in Deutschland

Einzelnachweise

#2029 Thuringen