Die 36. Infanterie-Brigade war ein Großverband der Preußischen Armee.
Geschichte Die 36. Infanterie-Brigade wurde nach dem Deutschen Krieg am 11. Oktober 1866 in Rendsburg aufgestellt und hatte dort bis zum Ende des Ersten Weltkrieges ihren Standort. Sie war Teil der 18. Division, die dem IX. Armee-Korps mit Sitz in Schleswig zugeordnet war.
Gliederung 1867 Regimenter des Bundes-Contingents 1868 bis 1869 Grenadier-Regiment „König Friedrich III.“ (2. Schlesisches) Nr. 11, Infanterie-Regiment „Herzog von Holstein“ (Holsteinisches) Nr. 85, Holsteinisches Landwehr-Regiment Nr. 85, Reserve-Landwehr-Bataillon (Altona) Nr. 86 1871 bis 1889 Infanterie-Regiment „Graf Bose“ (1. Thüringisches) Nr. 31, Holsteinisches Infanterie-Regiment Nr. 85, Holsteinisches Landwehr-Regiment Nr. 85, Reserve-Landwehr-Bataillon (Altona) Nr. 86 1889 bis 1914 Wie vor, ohne Landwehr-Einheiten Kriegsgliederung bei Mobilmachung im August 1914 Wie vor, zusätzlich 3. Eskadron/2. Hannoversches Dragoner-Regiment Nr. 16 Kriegsgliederung vom 8. März 1918 Wie vor, zusätzlich Füsilier-Regiment „Königin“ (Schleswig-Holsteinisches) Nr. 86 und MG-Scharfschützen-Abteilung Nr. 48
Deutsch-Französischer Krieg 1870/1871
Im Deutsch-Französischen Krieg war die BrigadeZuordnung der Regimenter und selbständigen Bataillone zu ihren Brigaden und Divisionen im Krieg 1870/1871Digitalisat an den Schlachten von Gravelotte, Bellevue Orléans, Schlacht bei Mars-la-Tour sowie an der Belagerung von Metz beteiligt.
Erster Weltkrieg
Mit der Mobilmachung im August 1914 musste die Brigade das Brigade Ersatz Bataillon 36 aufstellen und wurde im Verband der 18. Division ausschließlich an der Westfront eingesetzt. Zu den Kampfhandlungen, Gefechten und Schlachten siehe Kampfgeschehen der 18. Division.
Brigadekommandeure Name DatumGünter Wegmann (Hrsg.), Günter Wegner: Formationsgeschichte und Stellenbesetzung der deutschen Streitkräfte 1815–1990. Teil 1: Stellenbesetzung der deutschen Heere 1815–1939. Band 2: Die Stellenbesetzung der aktiven Infanterie-Regimenter sowie Jäger- und MG-Bataillone, Wehrbezirkskommandos und Ausbildungsleiter von der Stiftung bzw. Aufstellung bis 1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1992, ISBN 3-7648-1782-8, S. 374f.Albert von der Osten 11. Oktober 1866 bis 10. Oktober 1869Ferdinand von Below 18. Juni 1869 bis 20. Oktober 1870Oskar Mortimer Beyer von Karger21. Oktober 1870 bis 10. Juni 1872Wilhelm Karl Theodor Jobst von Boecking11. Juni 1872 bis 14. September 1874Heinrich von Rosenzweig15. September 1874 bis 8. Oktober 1880Arwed von Fischer9. Oktober 1880 bis 11. März 1881Heinrich Ludwig Johannes Bechstatt12. März 1881 bis 2. August 1883Karl von Aweyden3. August 1883 bis 13. April 1887Karl Heinrich Hans Wenzel von Prittwitz und Gaffron (Vertretung)14. April 1887 bis 15. Juli 1887Fritz von Pappritz16. Juli 1887 bis 21. März 1889Viktor von Loßberg22. März 1889 bis 14. Dezember 1890Heinrich Harnickell15. Dezember 1890 bis 24. März 1893Friedrich Otto Quintus von Heimburg25. März 1893 bis 12. Mai 1895 Adolf Lölhöffel von Löwensprung13. Mai 1895 bis 25. April 1897Friedrich von Bock und Polach26. April 1897 bis 8. April 1901Hugo von Collani9. April 1901 bis 21. April 1904Maximilian von Engelbrechten22. April 1904 bis 21. März 1907Siegfried von Hinkeldey22. März 1907 bis 24. Februar 1909Otto von Ramdohr25. Februar 1909 bis 8. August 1910Wilhelm von Worgitzky 9. August 1910 bis 30. September 1912Max von Troschke1. Oktober 1912 bis 24. Januar 1915Wilhelm von Beczwarzowski25. Januar 1915 bis 17. Juli 1915Maximilian von Suter18. Juli 1915 bis 3. Januar 1917August Jones4. Januar 1917 bis Kriegsende
Literatur Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 275. Claus von Bredow: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres. Verlag August Scherl, Berlin 1905, S. 778
Weblinks
Einzelnachweise
Infanteriebrigade 36