Alex Verus ist eine Fantasy-Buchserie des britischen Autors Benedict Jacka, sowie gleichzeitig der Name der Hauptperson. Der Autor entwirft darin eine Welt, die der unseren stark gleicht, in der jedoch neben den normalen Menschen auch Magie und magische Kreaturen existieren. Alex Verus selbst ist ein sogenannter Divinator, der in die Zukunft sehen kann. Er entspricht allerdings nur in wenigen Punkten dem Klischee eines Wahrsagers und muss sich nicht selten mit physischer Gewalt der verschiedenen, hochgradig verfeindeten Fraktionen der magischen Welt erwehren.

Schreibstil Benedict Jacka erzählt sämtliche Ereignisse aus der Ich-Perspektive von Alex sowie im letzten Band auch von Luna. Davon wird auch der Schreibstil geprägt. Lakonische Beschreibungen stehen teilweise in starkem Kontrast zu den Grausamkeiten des von ihm beschriebenen Universums. Es gibt seitenlange Beschreibungen von einzelnen Kämpfen. Andererseits mangelt es seiner Hauptfigur nicht an Empathie, obwohl ihr viel Schlimmes widerfahren ist, wodurch man mit ihr mitfühlen kann. Insbesondere in den früheren Bänden gibt es außerdem oft humorvolle Einschübe mit der Kundschaft des Arcana Emporiums, dem Laden von Alex, welche das gesamte Spektrum zwischen Normalität und völliger Verrücktheit abdeckt.

Inhalt

Das Labyrinth von London Im ersten Band geht es um das Leben des Wahrsagers Alexander „Alex“ Verus, welcher einen Laden für (teilweise echte) Magie in London betreibt und eine komplizierte, brutale Vergangenheit mit einem Schwarzmagier namens Richard Drakh hat. Sein Schützling Luna ist mit einer Form von Glückmagie verflucht, ihre Berührung bringt anderen Pech. Mehrere Fraktionen wollen Alex rekrutieren, um Zugriff auf ein mächtiges magisches Artefakt zu erlangen. Sowohl der Weißmagier Lyle als auch der Schwarzmagier Cinder. Er lehnt jedoch ab. Nach einem Mordanschlag durch den Schwarzmagier Khazad holt er im British Museum, wo das Artefakt versteckt ist, Informationen ein, gerät dabei jedoch ins Kreuzfeuer dreier Fraktionen und kann gerade noch unerkannt entkommen.

Am nächsten Tag wird er auf einen Ball von hochrangigen Magiern eingeladen. Währenddessen wird Luna von Cinder und seinen beiden Komplizen verfolgt. Zuvor hatte sie Alex einen magischen Würfel gezeigt, der lediglich auf sie reagiert. Nach erfolgter Rettung kontaktiert Alex Arachne, eine alte Freundin und Riesenspinne, sowie Helikaon, einen anderen Wahrsager und ehemaligen Mentor. Letzterer rät ihm, sich herauszuhalten, aber Alex beschließt trotzdem zu der Party zu gehen. Dort trifft er Lyle, dessen Chef Vaal Levistus ein Ratsmitglied ist, ein Mitglied der Regierung der Weißmagier. Dieser klärt ihn genauer über das gesuchte Artefakt auf – es handelt sich um einen sogenannten „Schicksalsweber“, mit dem sich Wahrscheinlichkeiten verändern lassen – verlangt jedoch auch, das Artefakt ihm persönlich zu bringen. Aufgrund seiner Fähigkeiten kann Alex erkennen, was passieren wird, wenn er ablehnt – Levistus würde ihn in diesem Fall auf der Stelle töten lassen. Notgedrungen nimmt er den Auftrag nun an. Später bietet der Magier Talisid, der eine andere Fraktion der Weißmagier vertritt, Alex seine Hilfe an. Vor Cinder und seinen Komplizen Khazad und Deleo wird Alex durch das Auftauchen des Schwarzmagiers Morden gerettet.

Am nächsten Tag trifft Alex auf das weißmagische Ermittlungsteam und versucht, den Zugang zu dem „Blasenreich“, einer Taschendimension, in dem sich das magische Artefakt befindet, zu öffnen. Ihm wird klar, dass Lunas Würfel der Schlüssel für das alte Artefakt ist. Sowie die Gefahr, in der Luna dadurch steckt. Er versucht Luna zu erreichen, wird jedoch selbst von Cinder überfallen. Das Trio und er selbst werden daraufhin wiederum von Morden attackiert und besiegt. Alle vier sollen nun zusammenarbeiten und unter dem Kommando von Morden's Schüler Onyx, einem brutalen Killer, den Schicksalsweber beschaffen. Zudem hieß Deleo früher Rachel war und Alex Mitschülerin bei Richard Drakh. Es gelingt Alex, Luna in der Traumdimension „Anderswo“ zu kontaktieren und Talisid so vor einem Angriff zu warnen. In Anderswo hat Alex außerdem mehrere verwirrende Visionen im Zusammenhang mit seiner Vergangenheit, und er erhält einen mysteriösen Rat: „Am Ende, im Licht der Sterne, vertraue auf deine Freunde und verzichte auf die größere Macht für die geringere“. Die Botschaft stammt angeblich von einem Drachen, welche die Zeit auf andere Weise sehen als Menschen (und damit auch als Wahrsager). Für den Angriff bekommen Alex, Rachel/Deleo, Cinder und Khazad Armbänder angelegt, mit denen Onyx den Träger direkt töten kann.

Der Angriff geht schief. Die Schwarzmagier ahnen die gestellte Falle und Onyx läuft Amok. Alex kann sich absetzen. Letztendlich schaffen es zehn verschiedene Personen in die Blase: Neben den vier Schwarzmagiern, Alex und Luna sind dies zwei Weißmagier namens Griff und Sonder sowie zwei Luftelementare namens Starbreeze und Dreizehn. Starbreeze hat Alex bereits vorher geholfen, Dreizehn hingegen arbeitet für Levistus. Es kommt zu weiteren Kämpfen. Alex kann Khazad töten und Deleo und Cinder durch die Rettung vor einer Falle vorübergehend auf seine Seite bringen, es gelingt ihm auch, die Todesarmbänder zu deaktivieren. Allerdings wird Luna von Griff entführt, der ebenfalls für Levistus arbeitet. Alex wird von dem Geistmagier Abithriax kontaktiert, der keinen Körper mehr besitzt und innerhalb des Schicksalswebers gefangen ist. Er verspricht Alex zu helfen, wenn er es zuerst zum Schicksalsweber schafft und seinen Geist mit Abithriax verschmilzt.

Alex gelingt das tatsächlich, und in einem gewaltigen Showdown schaltet er nun all seine Gegner aus. Er besiegt sogar den eigentlich deutlich überlegenen Onyx, der nur gerade so entkommen kann, tötet Dreizehn und zwingt die widerwillig kooperierenden Deleo und Cinder dazu zu verschwinden. Griff ist bereits vorher durch unglaubliches Pech gestorben – eine Folge von Lunas Fluch. Über den Schicksalsweber kann Alex nun die zukünftigen Zeitstränge manipulieren, die er mit seiner eigenen Wahrsagermagie lediglich sehen kann. Als Alex verschwinden will, ohne Sonder mitzunehmen, erkennen Luna und Starbreeze, dass er von Abithriax besessen ist. Er versucht Alex’ Bewusstsein aufzulösen und seinen Körper zu übernehmen. Es gelingt ihm beinahe, ehe Luna ihren Fluch vorübergehend auf Alex überträgt und ihm so die Macht verleiht, über Abithriax zu siegen. Alex überlebt und lässt den Schicksalsweber zurück.

Das Ritual von London Im zweiten Band hilft Alex Talisid als Freiberufler bei der Jagd nach einem Barghest, einer gefährlichen magischen Kreatur, die ihre Gestalt wandeln kann. Der Barghest ist jedoch bei ihrer Ankunft bereits tot. Privat läuft es weniger gut: Luna ist einem Mann namens Martin begegnet, den Alex auf Anhieb nicht leiden kann, und hat sich anscheinend in ihn verliebt. Und Martin wurde von der Affenpfote ausgewählt, dem gefährlichsten Gegenstand, den Alex in seinem Laden besitzt. Die Affenpfote beherrscht Wunschmagie, und ihre Macht scheint praktisch keine Grenzen zu kennen: So schützt sie Martin zum Beispiel vor Lunas Fluch, sodass er sie berühren kann. Alex weiß jedoch, dass Wunschmagie oft einen schrecklichen Preis fordert.

Im Laufe der Geschichte wird Alex wieder einmal in eine komplizierte Intrige verwickelt und entkommt mithilfe seiner Wahrsagermagie vier verschiedenen Mordanschlägen. Für zwei davon stellt sich später das Ratsmitglied Levistus als verantwortlich heraus, der Alex die Ereignisse um den Schicksalsweber im ersten Band immer noch nicht verziehen hat. Die zwei anderen betrafen eigentlich Meredith, eine Gefühlsmagierin aka Zauberin, in welche sich Alex ein wenig verguckt und mit der er letztendlich auch schläft. Ausführende der anderen Anschläge waren Cinder und Deleo, die eigentlich mit Alex nicht direkt verfeindet sind.

Es stellt sich heraus, dass es zwei Seiten gibt, die sich mit der hochgefährlichen magischen Praktik der sogenannten „Ernte“ befassen. Bei der Ernte kann man einer Person oder einer magischen Kreatur die magischen Kräfte entreißen und den eigenen hinzufügen. Da Magie jedoch mehr oder weniger Teil der Seele eines Wesens ist, funktioniert das selten bis nie ohne Nebenwirkungen: Die Seele eines anderen in die eigene einzufügen kann zum Wahnsinn führen. Der Barghest vom Anfang wurde geerntet. Cinder und Deleo verfügen über das Ritual des Erntens, und ein mächtiger Weißmagier namens Belthas will es ebenfalls haben. Wie sich rausstellt, arbeiten auch Meredith und Martin für Belthas, welcher seinerseits mit Levistus teilweise zusammenarbeitet. Luna, Alex und Arachne geraten dadurch in die Gefangenschaft von Belthas. Um zu entkommen, muss Alex den Rufer für den Luftelementar Starbreeze opfern, er kann sie von nun an nicht mehr erreichen. Doch auch so gelingt es ihm aufgrund Belthas' personeller Überlegenheit nur alleine zu fliehen. Er gelangt in die Tunnel unter Arachnes Höhle. In einer surrealen Szene trifft er dort auf einen Drachen, der ihm einen Zahn gibt. Später glaubt er, das geträumt zu haben, auch findet er den Weg zu dem Drachen trotz seiner Kräfte nicht mehr zurück – der Zahn befindet sich jedoch nichtsdestotrotz in seiner Tasche.

Den Ausweg zur Befreiung von Luna und Arachne bringt überraschenderweise Sonder, mit dem Alex sich ein wenig angefreundet hat und der ihm gelegentlich bei Recherche hilft. Er hat durch einen Zufall Belthas' Wachen vor der Höhle entdeckt und sich überraschenderweise mit Cinder verbündet, obwohl er technisch gesehen ein Weißmagier ist und Cinder ein Schwarzmagier. Cinder ist bereit mit vorübergehend mitzuarbeiten, da Belthas auch Deleo entführt hat und er Alex wegen der Ereignisse des ersten Bandes noch einen Gefallen schuldet. Er verlangt jedoch von Alex die bewusstlose Arachne notfalls zu töten, sobald die einzige Alternative nur noch die Ernte Arachnes durch Belthas wäre. Die drei planen nun einen Angriff auf die Basis von Belthas, wissen jedoch nicht, wo sie sich befindet. Alex kontaktiert im Schlaf über „Anderswo“ Luna und Deleo und kann letzterer genügend Informationen entlocken, um den Standort der Basis zu finden. Allerdings entkommt er nur gerade so einer Kreatur, die sich als Lunas Fluch herausstellt: In Anderswo nimmt dieser die Gestalt eines Monsters an.

In Belthas' Basis läuft erst alles nach Plan, doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Es gelingt Alex Luna zu befreien, doch dann wird er von Martin angegriffen. Diesem verleiht die Affenpfote Schutz sowohl vor Magie als auch vor Kugeln. Über die Wunschmagie stiehlt er Alex dessen magische Fähigkeiten, was allerdings nach hinten losgeht: Es braucht jahrelanges Training, um mit der Informationsflut fertigzuwerden, die auf einen Wahrsager einstürzt, und Martin wird dadurch fast in den Wahnsinn getrieben. Gemeinsam gelingt es Luna und Alex ihn zu zwingen, den Wunsch mit einem weiteren Wunsch rückgängig zu machen. Unklar ist, ob die Magie überhaupt vollständig verschwunden war: Wäre das der Fall gewesen, hätte Alex eigentlich sterben müssen, das war ja überhaupt erst eine der Problematiken des Erntens. Jedenfalls kämpft sich das Team zu Belthas vor, der unter anderem auch über zwei Golem-Gottesanbeterinnen verfügt, die brandgefährlichen Leibwächterkonstrukte des Rats. Alex gelingt es jedoch Belthas zu berühren und mit dem Drachenzahn ein Portal zu dem Drachen in der Höhle zu öffnen. Belthas versucht den Drachen anzugreifen, wird jedoch von diesem mit einem einzigen Schlag getötet.