Solote Pole (ukrainisch ; russisch / , krimtatarisch Caylav Saray; deutsch früher ZürichthalPetra Koci: Zwei Schweizer Dörfer am Schwarzen Meer. Im Blog des Schweizerischen Nationalmuseums vom 25. März 2022) ist ein Dorf nahe der Siedlung städtischen Typs Kirowske im Rajon Kirowske in der Autonomen Republik Krim, Ukraine. Solote Pole liegt zwischen Simferopol und Feodossija und bildet zusammen mit dem Nachbardorf Widrodschennja (Відродження) eine Landratsgemeinde.

Namensdeutung/-gebung thumb|left|upright=0.9|Gebäude im Ort Der ukrainische und russische Namen des Dorfes bedeutet Goldfeld. Seinen deutschen Namen Zürichthal (Цюрихталь) erhielt es im Jahre 1805 von Schweizer Kolonisten, die das früher von Krimtataren bewohnte Dorf Dschajlaw Ssaraj (krimtatarisch Caylav Saray) besiedelten.

Geographie Ortslage Solote Pole liegt im Südosten der Halbinsel Krim, 15 km nordwestlich von Staryj Krym zwischen Simferopol und Feodossija.

Nachbargemeinden Solote Pole grenzt an folgende Städte und Gemeinden (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden): Kirowske, Feodossija, Sudak und Bilohirsk.

Geschichte mini|upright=1.35|Zürichtal, Anfang des 20. Jahrhunderts Zürichtal wurde zum Osterfest des Jahres 1805 von 228 Schweizer Kolonisten gegründet und war die größte Schweizer Kolonie auf der kurz zuvor von Russland annektierten ehemaligen krimtatarischen Halbinsel Krim.Norbert Rütsche: Kolonie Zürichtal: Vor 200 Jahren von Schweizer Auswanderern gegründet. In: Volk auf dem Weg, Jg. 55 (2004), Heft 10, S. 26–33. 1804 war die Ankunft der Kolonisten auf der Krim erfolgt. Im Jahr 1820 wurde eine erste einfache Kirche gebaut. 1860 erfolgte die Eröffnung der großen Kirche. 1941 kam es zur Deportation der Bewohner durch Stalin. 1990 erfolgte die Restauration der Kirche und 2005 die Eröffnung des Zürichtal-Museums.

Bevölkerung + Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1805 228 1918 590 1926 738 2005 3500

Sprache In Zürichtal entstand im Laufe der Jahre eine schwäbisch-schweizerdeutsche Mischmundart. Schon ab der zweiten Generation sprachen die Bewohner zusätzlich Russisch und Krimtatarisch.

Religion Die Schweizer Kolonisten waren mehrheitlich Reformierte, vereinigten sich aber im Laufe der Jahre mit schwäbischen Lutheranern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Museen Am 17. September 2005 wurde das Zürichtal-Museum in Solote Pole unter anderem vom heutigen Schweizer Botschafter in der Ukraine eröffnet. Es dokumentiert die über 200-jährige Geschichte Zürichtals.

Kirchen ehemalige reformierte Dorfkirche am Dorfeingang; heute orthodoxes Gotteshaus.

Weblinks Norbert Rütsche: Kolonie Zürichtal: Vor 200 Jahren von Schweizer Auswanderern gegründet. Auf: Fokus Deutschland–Krim (abgerufen am 15. September 2017). Norbert Rütsche: Von der Armut in die russische Steppe getrieben. In: Neue Zürcher Zeitung vom 10. September 2005 (abgerufen am 15. September 2017). Norbert Rütsche: Auf: swissinfo.ch (abgerufen am 21. März 2021). Norbert Rütsche: Zürichtal – einst wohlhabendste Krim-Kolonie. Auf: swissinfo.ch (abgerufen am 15. September 2017). Marion Weisbrod-Bühler: Zürichtal – Eine Bauernkolonie in der Krim. (abgerufen am 15. September 2017).

Fußnoten

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