Der Stabhochsprung der Frauen bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris wurde am 5. (Qualifikation) und 7. August 2024 (Finale) im Stade de France ausgetragen.
Olympiasiegerin wurde die Australierin Nina Kennedy. Silber gewann Katie Moon aus den USA, Bronze ging an die Kanadierin Alysha Newman.
Aktuelle Titelträgerinnen Olympiasiegerin Katie Nageotte () 4,90 m Tokio 2020 Weltmeisterinnen Nina Kennedy ()Katie Moon () 4,90 m Budapest 2023 Europameisterin Angelica Moser () 4,78 m Rom 2024 Nord-/Zentralamerika-/Karibik-Meisterin Alina McDonald () 4,50 m Freeport 2022 Südamerikameisterin Juliana Campos () 4,60 m São Paulo 2023 Asienmeisterin Li Ling () 4,66 m Bangkok 2023 Afrikameisterin Mirè Reinstorf () 4,10 m Douala 2024 Ozeanienmeisterin Elyssia Kenshole () 3,80 m Suva 2024
Rekorde Bestehende Rekorde WeltrekordJelena Issinbajewa () 5,06 m Zürich, Schweiz 28. August 2009Athletics - Progression of outdoor world records (Women), Pole vault - Women, sport-record.de (englisch), abgerufen am 28. August 2024 Olympischer Rekord 5,05 m Finale OS Peking, Volksrepublik China 18. August 2008
Rekordverbesserungen Der bestehende olympische Rekord wurde bei diesen Spielen nicht erreicht. Die größte Höhe erzielte die australische Olympiasieger Nina Kennedy mit 4,90 m im Finale am 7. August. Den Rekord verfehlte sie damit um fünfzehn Zentimeter. Zum Weltrekord fehlten ihr sechzehn Zentimeter.
Es wurden zwei neue Landesrekorde aufgestellt: 4,85 m – Alysha Newman (Kanada), Finale am 7. August, zweiter Versuch 4,80 m – Amálie Švábíková (Tschechien), Finale am 7. August, dritter Versuch
Deutschsprachige Teilnehmerinnen Die Schweizerin Angelica Moser schrammte als Viertplatzierte nur knapp an einer Medaille vorbei. Ihre Teamkollegin Pascale Stöcklin scheiterte hingegen bereits in der Qualifikation. Anjuli Knäsche nahm als einzige deutsche Stabhochspringerin teil und belegte Rang vierzehn.
Doping In diesem Wettbewerb gab es einen Dopingfall: Die in der Qualifikation ausgeschiedene Griechin Eleni-Klaoudia Polak wurde wegen eines positiven Dopingtests suspendiert.Olympia 2024: Griechische Stabhochspringerin vierter Dopingfall, nau.ch vom 6. August 2024, abgerufen am 27. Dezember 2025
Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: Nationaler Rekord Persönliche Bestleistung (Personal Best) Persönliche Saisonbestleistung (Season Best) Egalisierung der persönlichen Saisonbestleistung q qualifiziert über die Platzierung unter den besten Zwölf – verzichtet o übersprungen x ungültig r Wettkampf nicht fortgesetzt (retired)
Ergebnisse Qualifikation 5. August 2024
Die Qualifikation wurde in zwei Gruppen durchgeführt. Die Qualifikationshöhe betrug 4,70 m. Keine Springerin musste diese Höhe überhaupt erst angehen, weil nach der Sprunghöhe von 4,55 m nur noch elf Sportlerinnen im Wettbewerb waren – eine weniger als für das Finale vorgesehen. So erreichten die ersten Zwölf mit im ersten Versuch übersprungenen 4,40 m und ohne jeden Fehlversuch bei allen Sprunghöhen das zwei Tage später angesetzte Finale. Diesen zwölften Rang belegten gleichplatziert neun Teilnehmerinnen, sodass zwei Tage später insgesamt zwanzig Finalistinnen starteten.
Gruppe A 5. August 2024, 10:39 Uhr Rang Athletin Nation 4,20 m 4,40 m 4,55 m Höhe Anmerkung 1 Roberta Bruni o o o 4,55 q Nina Kennedy o o o 4,55 q Angelica Moser o o o 4,55 q Amálie Švábíková o o o 4,55 q 5 Elina Lampela o xo o 4,55 q Alysha Newman o xo o 4,55 q 7 Katerina Stefanidi o o xo 4,55 q 8 Ninon Chapelle o o xxx 4,40 q Anjuli Knäsche o o xxx 4,40 q Olivia McTaggart o o xxx 4,40 q 11 Juliana Campos xxo o xxx 4,40 12 Bridget Williams o xo xxx 4,40 13 Hanga Klekner xo xo xxx 4,40 14 Holly Bradshaw xo xxx 4,20 15 Eleni-Klaoudia Polak o xxx
Gruppe B 5. August 2024, 10:39 Uhr Rang Athletin Nation 4,20 m 4,40 m 4,55 m Höhe Anmerkung 1 Elisa Molinarolo o o o 4,55 q Katie Moon o o o 4,55 q 3 Eliza McCartney – o xo 4,55 q Wilma Murto – o xo 4,55 q 5 Ariadni Adamopoulou o o xxx 4,40 q Imogen Ayris o o xxx 4,40 q Marie-Julie Bonnin o o xxx 4,40 q Robeilys Peinado o o xxx 4,40 q Lene Retzius o o xxx 4,40 q Tina Šutej o o xxx 4,40 q 11 Brynn King o xo xxx 4,40 Niu Chunge o xo xxx 4,40 13 Anicka Newell o xxo xxx 4,40 14 Pascale Stöcklin o xxx 4,20 15 Molly Caudery – – xxx
Finale Aufgrund der hohen Anzahl der qualifizierten Teilnehmerinnen wurde entschieden, das Finale des Stabhochsprungs 45 Minuten früher als ursprünglich geplant zu starten (18:15 Uhr statt 19:00 Uhr).OG2024_ATH_C73G2_ATHWPLEVAULT---------FNL-000100--.pdf, olympics.org (englisch), abgerufen am 29. August 2024
7. August 2024, 18:16 Uhr Rang Athlet Nation 4,40 m 4,60 m 4,70 m 4,80 m 4,85 m 4,90 m 4,95 m Endresultat Anmerkung 1 Nina Kennedy o o xo o o o xr 4,90 m 2 Katie Moon o o o o xo x– xx 4,85 m 3 Alysha Newman o xo o o xo xxx 4,85 m 4 Angelica Moser o o o o xx– x 4,80 m 5 Amálie Švábíková o o xo xxo xxx 4,80 m 6 Eliza McCartney – o o xxx 4,70 m Elisa Molinarolo o o o xxx 4,70 m Wilma Murto o o o xxx 4,70 m 9 Katerina Stefanidi xo o o xxx 4,70 m 10 Robeilys Peinado o xo xxx 4,60 m 11 Marie-Julie Bonnin xo xo xxx 4,60 m 12 Imogen Ayris xxo xo xxx 4,60 m 13 Olivia McTaggart o xxo xxx 4,60 m 14 Roberta Bruni o xxx 4,40 m Ninon Chapelle o xxx 4,40 m Anjuli Knäsche o xxx 4,40 m Elina Lampela o xxx 4,40 m 18 Lene Retzius xo xxx 4,40 m 19 Tina Šutej xxo xxx 4,40 m Ariadni Adamopoulou
Von den zwanzig qualifizierten Athletinnen sagte die Griechin Ariadni Adamopoulou den Start ab, sodass letztendlich neunzehn Stabhochspringerinnen am Finale teilnahmen.
Als Favoritinnen galten die Australierin Nina Kennedy sowie die US-amerikanische Siegerin der letzten Spiele von Tokio drei Jahre zuvor Katie Moon. Diese beiden hatten sich bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr die Goldmedaille geteilt. Zudem wurden auch der finnischen Bronzemedaillengewinnerin dieser Weltmeisterschaften Wilma Murto sowie der Schweizerin Angelica Moser gute Chancen zugeschrieben. Mit Katerina Stefanidi war außerdem die Olympiasiegerin von Rio de Janeiro 2016 am Start.
Alle Athletinnen schafften es über die Einstiegshöhe von 4,40 m, die auch schon für die Qualifikation ausreichend gewesen war. Sechs von ihnen scheiterten jedoch an der nächsten Höhe von 4,60 m. Bei 4,70 m schieden die beiden Neuseeländerinnen Olivia McTaggert und Imogen Ayris (persönliche Bestleistung mit 4,60 m) sowie die Venezolanerin Robeilys Peinado und Lokalmatadorin Marie-Julie Bonnin aus, sodass sich noch neun Athletinnen an der Höhe 4,80 m versuchten. Katerina Stefanidi und Wilma Murto scheiterten ebenso wie Eliza McCartney, die als letzte von drei Neuseeländerinnen noch übrig gewesen war. Auch die Italienerin Elisa Molinarolo schied mit neuer persönlicher Bestleistung von 4,70 m.
Es verblieben also noch fünf Athletinnen im Wettbewerb: Amálie Švábíková aus Tschechien, die durch die übersprungene Höhe von 4,80 m bereits einen neuen Landesrekord aufgestellt hatte, die Kanadierin Alysha Newman, die Schweizerin Angelica Moser und die beiden Weltmeisterinnen Nina Kennedy und Kennedy Moon. Nachdem Švábíková die 4,80 m erst im letzten Versuch bezwungen hatte, scheiterte sie nun dreimal an 4,85 m, sodass sie als Fünftplatzierte feststand. Während Kennedy bereits im ersten Versuch diese Höhe überspringen konnte, leisteten sich Moon und Newman je einen Fehlversuch. Angelica Moser riss zweimal, bevor sie den letzten Versuch ausließ und stattdessen zur Höhe 4,90 m überging, um eine Medaillenchance zu bewahren.
Doch auch die 4,90 m konnte die Schweizerin nicht überspringen, sodass ihr der vierte Platz blieb. Newman riss dreimal, wodurch sie als Bronzemedaillengewinnerin feststand. Im Rennen blieben noch die beiden Weltmeisterinnen Kennedy und Moon. Kennedy, die sich nur bei 4,70 m ein einziges Mal einen Fehlversuch geleistet hatte, übersprang auch 4,90 m im ersten Versuch, wohingegen Moon wie auch schon bei 4,85 m mit ihrem ersten Sprung erfolglos war. Ihre beiden verbleibenden Versuche verwendete die US-Amerikanerin für die Höhe 4,95 m. Nachdem sie diese zweimal nicht überwunden konnte, stand sie als Silbermedaillengewinnerin fest. Die neue Olympiasiegerin Nina Kennedy verzichtete nach einem Fehlsprung über 4,95 m auf die Fortsetzung des Wettkampfs.
Weblinks The XXXIII Olympic Games, Stade de France, Paris (FRA), Women's Pole Vault, Weltleichtathletikverband World Athletics (englisch), worldathletics.org, abgerufen am 27. Dezember 2025 Paris 2024, Ergebnisse Leichtathletik, Damen Stabhochsprung, olympics.com, abgerufen am 27. Dezember 2025 Ergebnisse Olympische Spiele, Paris (Frankreich), 01.08 - 11.08.2024, leichtathletik.de, abgerufen am 27. Dezember 2025
Einzelnachweise
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