Die 55. Infanterie-Brigade war ein Großverband der Preußischen Armee.
Geschichte Die 55. Infanterie-Brigade wurde nach der Gründung des Herzogtums Baden im Jahre 1806 als 1. Infanterie-Brigade der Badischen Armee aufgestellt und war ab 1815 Teil der Militärverbände des Deutschen Bundes. Zum 1. Juli 1871 wurde sie im Rahmen der am 25. November 1870 geschlossenen Militärkonvention zwischen dem Norddeutschen Bund und BadenDigitalisat in 55. Infanterie-Brigade umbenannt. Sie war Teil der 28. Division mit Sitz in Karlsruhe, die dem XIV. Armee-Korps in Karlsruhe zugeordnet war. Von ihrer Aufstellung an bis zu ihrer Auflösung nach dem Ersten Weltkrieg war Karlsruhe ihr Standort.
Gliederung 1871 bis 1889 1. Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109, 2. Badisches Grenadier-Regiment „Kaiser Wilhelm I.“ Nr. 110, 2. Badisches Landwehr-Regiment Nr. 110 1889 bis zur Kriegsgliederung 1914 Wie oben, ohne das 2. Badische Landwehr-Regiment Kriegsgliederung am 26. Mai 1918 Wie oben, zusätzlich Füsilier-Regiment „Fürst Karl-Anton von Hohenzollern“ (Hohenzollernsches) Nr. 40, MG-Scharfschützen-Abteilung Nr. 37 und 2. Eskadron Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 5
Erster Weltkrieg Mit der Mobilmachung im August 1914 musste die Brigade dasBrigade Ersatz Bataillon 55 aufstellen und wurde im Verband der 28. Division ausschließlich an der Westfront eingesetzt. Zu den Kampfhandlungen, Gefechten und Schlachten siehe Kampfgeschehen der 28. Division.
Brigadekommandeure Name DatumGünter Wegmann (Hrsg.), Günter Wegner: Formationsgeschichte und Stellenbesetzung der deutschen Streitkräfte 1815–1990. Teil 1: Stellenbesetzung der deutschen Heere 1815–1939. Band 2: Die Stellenbesetzung der aktiven Infanterie-Regimenter sowie Jäger- und MG-Bataillone, Wehrbezirkskommandos und Ausbildungsleiter von der Stiftung bzw. Aufstellung bis 1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1992, ISBN 3-7648-1782-8, S. 374f.1. Infanterie-Brigade (Großherzogtum Baden)August von Vincenti1806 bis 1807Ludwig Stockhorner von Starein1813Karl von Brand zu Bühl1814 bis 1815Franz Christoph Cornel1833/1839Ludwig von Pfnorr1839Anton Schwartz1847Philipp Roeder von Diersburg1851Friedrich von Porbeck1854Karl Wilhelm Waag185955. Infanterie-BrigadeFerdinand Otto von Neumann-Cosel3. Juni 1871 bis 13. Februar 1874Wilhelm von Bonin14. Februar 1874 bis 9. Februar 1877Karl Wilhelm von der Esch10. Februar 1877 bis 9. April 1880Ernst von Grolman10. April 1880 bis 13. Juni 1883Wilhelm Roeder von Diersburg14. Juni 1883 bis 6. Juli 1888Heinrich zu Rantzau7. Juli 1888 bis 16. April 1890Richard von Funck17. April 1890 bis 8. Februar 1891Hans von Plessen9. Februar 1891 bis 28. Dezember 1892August von Janson29. Dezember 1892 bis 17. Juli 1895Karl von Hugo18. Juli 1895 bis 21. Mai 1899Erich Lölhöffel von Löwensprung22. Mai 1899 bis 21. März 1902Eduard von Hoffmeister22. März 1902 bis 8. Februar 1908Max von Schack9. Februar 1908 bis 1. Juni 1909Ludwig von Ompteda2. Juni 1909 bis 21. März 1912Horst von Oettinger22. März 1912 bis 1. August 1914Kurt von Olszewski2. August 1914 bis 21. März 1916Gustav Boehm22. März 1916 bis 30. Mai 19198Fritz von Selle31. Mai 1918 bis 10. November 1918Maximilian von Pfeil25. Januar 1919 (Demobilisierung)
Literatur Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 275. Claus von Bredow: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres. Verlag August Scherl, Berlin 1905, S. 778.
Einzelnachweise
Infanteriebrigade 55