Elisabeth Wagner (* 1954 in Neuenstadt) ist eine deutsche Bildhauerin. Sie war von 2006 bis 2024 Professorin für Bildhauerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel.

Leben Elisabeth Wagner wurde 1954 in Neuenstadt (Württemberg) geboren. Von 1974 bis 1978 studierte sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Wilhelm Loth Bildhauerei, darauffolgend von 1978 bis 1982 an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg bei Franz Erhard Walther. Auf das zweite Staatsexamen folgte von 1984 bis 1989 eine Tätigkeit als Kunsterzieherin.

Von 1991 bis 1992 war Elisabeth Wagner Vertretungsprofessorin an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Von 1992 bis 1995 war sie als Künstlerische Assistentin an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, Leitung der Klasse für Grundlehre tätig. 1996 wurde sie als Professorin für Grundlehre, Freie Kunst an die Muthesius Kunsthochschule Kiel berufen, an der sie ab 2006 als Professorin für Bildhauerei tätig war. Seit 2024 ist sie Vorsitzende der Sektion Bildende Kunst der Freien Akademie der Künste in Hamburg.

Ihre Werke wurden bei Einzel- und Gruppenausstellungen in ganz Deutschland gezeigt, zahlreiche Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen wie der Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart, der Kunsthalle Bremerhaven, dem Museum im Deutschhof Heilbronn, der Galerie der Stadt Esslingen, aber auch bedeutenden privaten Sammlungen wie der Sammlung Würth oder der Kunstsammlung der Landesbank Baden-Württemberg Stuttgart. Elisabeth Wagner lebt und arbeitet in Hamburg und ist Teil des Frise Künstler*innenhaus (ehemals Künstlerhaus Hamburg).

Werk Das Werk von Elisabeth Wagner bewegt sich zwischen der Reduktion auf grundlegende Formen und dem Spiel mit opulenten, ausladenden Gesten. Menschliche Formen tauchen genauso auf wie abstrakte Objekte. In der Wahl der Materialien tauchen immer wieder Naturmaterialien wie Gips, Ton, Textilien wie Rupfen, Papier und Pappe auf, aber auch Werkstoffe wie Beton, Stahl, Glas, Bronze oder Kunststoffe finden Verwendung und so bilden ihre Arbeiten eine umfangreiche Zurschaustellung der bildhauerischen Möglichkeiten ab.

Kunst im öffentlichen Raum 1992: Einzug, Kreiswehrersatzamt Karlsruhe 1994: Früchteteller, Staatliches Weingut Meersburg 1995: weg, Verfügungsgebäude der Universität Tübingen 1999: Das Pendant, Casino des Kommando Spezialkräfte der deutschen Bundeswehr, Graf-Zeppelin-Kaserne Calw 2001: Zwischen den Räumen, Innenhof des Frauenklinikums der Universität Freiburg 2007: Leichter als Luft, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Ulm 2010: Markgraf, Stiftshof, Backnang 2015: Selige Maria Rosa Flesch, Hohe Domkirche St. Peter zu Trier 2022: Stella Maris, Vorplatz der Kirche Sankt Aloysius, Berlin

Auszeichnungen 1983: ars viva des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 1983: Förderpreis des BDI 1984: Karl-Schmidt-Rottluff Stipendium 1987: Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg 1991: Arbeitsstipendium des Kunstfonds e.V. Bonn 1995–1996: Stipendium der Stadt Bremerhaven

Literatur Elisabeth Wagner: Skulpturen. Hrsg.: Badischer Kunstverein. 1993. ISBN 978-3-89309-058-7. Elisabeth Wagner: der verstaute Raum. Hrsg.: Kerber Verlag, Bielefeld/Leipzig/Berlin 2011, ISBN 978-3-86678-562-5. Elisabeth Wagner und Kenan Darwich: Skulptur Installation Raum. Hrsg.: Elisabeth Wagner. 2013, ISBN 978-3-943763-16-4. Elisabeth Wagner: Die Dinge, die zu tun sind. Hrsg.: Muthesius Kunsthochschule, Kiel 2017, ISBN 978-3-943763-67-6, Elisabeth Wagner: Im Sprung. modo verlag, Freiburg i. Br. 2020, ISBN 978-3-86833-278-0. Elisabeth Wagner: hinten links ist Schimmer. Hrsg.: Gerhard-Marcks-Stiftung, Bremen 2021, ISBN 978-3-948914-03-5.

Weblinks

Website Der Künstlerbund Baden-Württemberg über Elisabeth Wagner Elisabeth Wagner – minimal pompös ein Künstlergespräch moderiert von Nora Sdun auf YouTube, 2023

Einzelnachweise

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