Kristiāns Fokerots (* 31. Januar 2005 in Kuldīga) ist ein lettischer Beachvolleyball- und Volleyballspieler. Er war 2024 Europameister im Sand.
Karriere Karriere Jugend und Junioren Der in der Region Kurland geborene Sportler startete seine Karriere im 3×3-Basketball, das er noch bis einschließlich 2021 betrieb, und im Hallenvolleyball. Er durchlief die verschiedenen Jugend- und Juniorennationalmannschaften seines Heimatlandes. 2019 und zwei Jahre danach nahm er mit der U17 an den Jugendeuropameisterschaften teil, 2021 gelang dem Team der achte Rang. Mit der U19 wurden die Letten eine Saison später Dreizehnte. In der Spielzeit 2023/24 qualifizierte sich das baltische Team als Gruppenerster der zweiten Runde für die Kontinentalmeisterschaft der unter Zwanzigjährigen, die Ende August 2024 beginnen wird. Fokerots spielte vor allem beim 3:0-Sieg gegen Kroatien eine entscheidende Rolle, war der Topscorer des Spiels.
Im September 2020 startete er zum ersten Mal bei einem internationalen Beachturnier und stand gleich mit Kārlis Abelītis im Endspiel der U18-EM. Eine Saison später gelang der gleiche Erfolg mit Arturs Rinkevics bei den unter Zweiundzwanzigjährigen. Wenig später wurden Gustavs Auziņš und Fokerots sowohl U18-Europa- als auch U19-Weltmeister. Nach zwei Bronzemedaillen mit Olivers Bulgacs 2023 bei den U20- und U22-Titelkämpfen auf europäischer Ebene reichte es ein Jahr später wieder zu einem Titel im Juniorenbereich. Mit Gustavs Auziņš wurden den Gegnern bei der U20-EM die Grenzen aufgezeigt. 2025 stand der in der Bezirksgemeinde Kuldīga geborene Athlet gleich bei zwei internationalen Underage-Wettkämpfen im Endspiel. Konnten ihn und Bulgacs die Franzosen Arthur Canet und Téo Rotar bei den kontinentalen Titelkämpfen der unter Zweiundzwanzigjährigen im Finale noch stoppen, marschierte er an der Seite von Auziņš ohne Satzverlust durch das Teilnehmerfeld bei der U21-WM.
Karriere Erwachsene Nach zwei vergeblichen Anläufen konnten sich Edgars Točs und Kristiāns Fokerots 2022 in Doha zum ersten Mal für den Hauptwettkampf eines Challenge qualifizieren, überstanden jedoch nicht die Gruppenphase. Die beiden gewannen anschließend zwei Turniere in Saulkrasti und Cēsis und erkämpften Bronze beim Futures in Suhar. Im August des folgenden Jahres trat Fokerots zum ersten Mal mit Mārtiņš Pļaviņš an. Die Letten standen gleich im Endspiel eines nationalen Turniers in Polen. Kurz danach gewannen sie ihr erstes gemeinsame Futures in Warschau und holten Bronze beim gleichwertigen Event in El-Alamein. 2024 siegten Auziņš und Fokerots in der ersten Runde der lettischen Meisterschaft und beim Futures in Baden. In Leuven gewannen sie Silber.
Der bis dahin größte Erfolg seiner Karriere gelang dem Neunzehnjährigen jedoch mit Mārtiņš Pļaviņš. Die Letten hatten nur durch die Absage einiger Top-Teams die Berechtigung zur Teilnahme an der Europameisterschaft erhalten. Nachdem sie in der Gruppenphase noch zwei Sätze abgegeben hatten, gelang ihnen der Einzug ins Finale ohne weiteren Satzverlust. Dort besiegten sie das deutsche Duo Nils Ehlers und Clemens Wickler in drei Sätzen und sind damit der jüngste (Fokerots) und der älteste (Pļaviņš) Europameister aller Zeiten und somit auch das Beachpaar mit dem größten Altersunterschied, das jemals eine Beach-EM gewann. Zwei Monate später standen die beiden zum ersten Mal in ihrer Karriere im Hauptfeld eines Elite16. In João Pessoa überstanden sie mit etwas Glück die Poolphase, da sie nach zwei Niederlagen das dritte Spiel wegen der Aufgabe der Lokalmatadoren André / George für sich entscheiden konnten. Nach dem folgenden Sieg in der Runde der Zwölf belegten sie im Gesamtklassement den geteilten fünften Rang. Noch besser lief es beim gleichwertigen Event in Rio de Janeiro. Nach dem dritten Platz im Pool schalteten sie zunächst die Brasilianer Arthur/Adrielson und anschließend die Weltranglistenersten, Olympiasieger und Europameister Åhman/Hellvig aus Schweden aus, bevor sie gegen die argentinischen Brüder Nicolás und Tomas Capogrosso in drei Durchgängen verloren. Ihre erste gemeinsame Bronzemedaille der Weltserie sicherten sich die Letten durch einen Dreisatzsieg gegen die norwegischen Olympiasieger, Welt- und Europameister Anders Mol und Christian Sørum.
In der folgenden Saison erkämpften Pļaviņš und Fokerots zwei weitere Teilnahmen an Vorschlussrunden bei Elite16 in Hamburg und der zweitgrößten Stadt Brasiliens, bevor sie in der letzten gleichartigen Veranstaltung des Jahres in Itapema zum ersten Mal das Endspiel erreichten. Nach dem Poolsieg verloren sie zwar gegen Evandro Gonçalves und Arthur Lanci, kamen jedoch als Lucky Loser ins Viertelfinale und bezwangen dort die argentinischen Cousins Marco und Esteban Grimalt. Danach nahmen sie erfolgreich gegen die Brasilianer Revanche für die in der Runde der Zwölf erlittene Niederlage. Nicht so gut war es bei ihrer ersten gemeinsamen Weltmeisterschaftsteilnahme in Adelaide gelaufen. Nach dem zweiten Platz in der Gruppe waren in der ersten Hauptrunde die Endspielgegner von der EM des Vorjahres diesmal zu stark für das Duo aus dem Baltikum, für das die Titelkämpfe auf dem geteilten siebzehnten Platz endeten.
Zum dritten Mal bei einem Elite16 auf dem Treppchen stand die Letten beim ersten Auftritt 2026. Nach Rio 2024 und Itapema im Vorjahr war es mit Saquarema ein weiteres Mal ein brasilianischer Ort, an dem das Duo erfolgreich war. Im Spiel um den Bronzerang wurden die Franzosen Daubas Bassereau und Calvin Ayé besiegt. Zum ersten Mal ganz oben auf dem Podest bei einem gleichwertigen Event stand das baltische Beachpaar Anfang August in der zweitgrößten Stadt Brasiliens, als es im Pool nur einen Durchgang gegen die Australier Thomas Hodges / Ben Hood verlor und anschließend ohne Satzverlust die Israelis Eylon Elazar / Kevin Cuzmiciov, die Argentinier Nicolás und Tomás Capogrosso, die Österreicher Timo Hammarberg / Nik Berger und im Endspiel die Franzosen Daubas Bassereau / Calvin Ayé bezwang.
Weblinks
Profil bei Volleybox CEV-Portrait über Kristiāns Fokerots (englisch)
Einzelnachweise
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