Die 86. Infanterie-Brigade war ein von 1897 bis 1916 bestehender Großverband der Preußischen Armee.

Geschichte Die Brigade wurde im Zuge der Vergrößerung der Preußischen Armee zum 1. April 1897 in Metz errichtet. Ihr waren die Infanterie-Regimenter Nr. 173 und 174 unterstellt. Gemeinsam mit der 67. und 68. Infanterie- sowie der 34. Kavallerie-Brigade bildete sie 34. Division des XVI. Armee-Korps. Am 1. April 1904 verlegte der Brigadestab nach Saint-Avold und von dort am 1. Oktober 1912 nach Saarlouis. Zum letztgenannten Zeitpunkt schied das 10. Lothringische Infanterie-Regiment Nr. 174 aus dem Brigadeverbund und wurde durch das Infanterie-Regiment „Graf Werder“ (4. Rheinisches) Nr. 30 ersetzt.

Erster Weltkrieg Nach der Mobilmachung anlässlich des Ersten Weltkriegs nahm die Brigade zunächst an der Schlacht bei Longwy teil, lag ab Ende September 1914 in Stellungskämpfen in den Argonnen und war Ende August 1916 in die Schlacht um Verdun eingebunden. Während der dort folgenden Stellungskämpfe schied das 9. Lothringische Infanterie-Regiment Nr. 173 aus dem Brigadeverbund und kam am 13. Oktober 1916 zur 67. Infanterie-Brigade.Jürgen Kraus: Handbuch der Verbände und Truppen des deutschen Heeres 1914–1918. Teil VI: Infanterie. Band 1: Infanterie-Regimenter. Verlag Militaria, Wien 2007, ISBN 978-3-902526-14-4, S. 265.

Am 3. November 1916 wurde die Brigade aufgelöst und das Infanterie-Regiment „Graf Werder“ (4. Rheinisches) Nr. 30 trat unter das Kommando der 68. Infanterie-Brigade.Jürgen Kraus: Handbuch der Verbände und Truppen des deutschen Heeres 1914–1918. Teil VI: Infanterie. Band 1: Infanterie-Regimenter. Verlag Militaria, Wien 2007, ISBN 978-3-902526-14-4, S. 73.

Kommandeure Dienstgrad Name DatumWürtt. GeneralmajorKarl von Stohrer1. April 1897 bis 21. Mai 1900GeneralmajorGeorg von Wartenberg22. Mai 1900 bis 17. Oktober 1901OberstKarl Kuehne18. Oktober 1901 bis 21. März 1902 (mit der Führung beauftragt)GeneralmajorKarl Kuehne22. März 1902 bis 9. März 1904OberstAdolf Spenger10. März bis 23. April 1904 (mit der Führung beauftragt)GeneralmajorAdolf Sprenger24. April 1904 bis 12. Februar 1906OberstLudwig Bachelin13. Februar bis 9. April 1906 (mit der Führung beauftragt)GeneralmajorLudwig Bachelin10. April 1906 bis 23. März 1909OberstLudwig Cleve24. März bis 19. April 1909 (mit der Führung beauftragt)GeneralmajorLudwig Cleve20. April 1909 bis 27. Juli 1911OberstHeinrich Trip20. Juli bis 30. September 1912 (mit der Führung beauftragt)GeneralmajorHeinrich Trip1. Oktober 1912 bis 17. April 1913GeneralmajorGeorg Miesitscheck von Wischkau18. April 1913 bis 27. Januar 1915OberstleutnantFranz André27. Januar bis 3. Februar 1915 (Führer)Oberst/GeneralmajorTheodor Teetzmann4. Februar 1915 bis 13. Oktober 1916OberstHans Heusinger von Waldegg14. Oktober bis 3. November 1916

Literatur Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 311. Claus von Bredow: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres. Verlag August Scherl, Berlin 1905, S. 688.

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Einzelnachweise

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