mini|hochkant|Wappen der Hodersen im Wappenbuch des Westfälischen Adels Hodersen (auch Hoderson o. ä.) ist der Name eines erloschenen westfälischen Adelsgeschlechts.

Geschichte Das Geschlecht stammt aus Rietberg. Christoph Hodersen († 1638) wurde am 29. Juli 1625 mit dem Küchenschreiberamt zu Rietberg betraut. Am 17. Juni 1637 wurde er zum Rentmeister der Grafschaft Rietberg ernannt. 1635 ist er ferner als Bürgermeister der Stadt Rietberg nachgewiesen.Alwin Hanschmidt: Die gräflichen Regierenden Bürgermeister der Stadt Rietberg 1637 bis 1808, in: Westfälische Zeitschrift, Nr. 137, 1987, S. 219 (PDF, 8,6 MB).

Sein Sohn Ernst Christoph Hodersen der Alte († 1688) wurde am 24. April 1654 zum Rietberger Ratsherrn gewählt und am 5. Januar 1662 zum Rentmeister ernannt. Er war mit Anna Dorothea Gerlaci († 1702) verheiratet. 1662 bekundete Ernst Christoph durch Gräfin Anna Catharina von Rietberg mit dem Gut Grevinkhof bei Werne belehnt worden zu sein.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, E 301u / Grafschaft Rietberg / Urkunden, Nr. 1005, abgerufen am 16. August 2024. Die Eheleute hatten mehrere Kinder, darunter Ernst Christoph Hodersen der Junge († 1739), der 1702–1721 namens seiner Geschwister um ein Erbe ein Gerichtsverfahren führte.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, F 001 / Reichskammergericht / Akten, Nr. H 1331 - Band: 1, abgerufen am 16. August 2024.

Johannes Ferdinand Hodersen, Kanoniker in Meschede, machte 1722 sein Testament.Stadtarchiv Riefberg, Bestand A Nr. A 1876, besucht am 16. August 2024.

Erst 1821 wurde eine von der Familie Hodersen eingerichtete Armenstiftung mit der Armenanstalt zu Rietberg vereinigt.Stadtarchiv Riefberg, Bestand B Nr. B 497, besucht am 16. August 2024.

Wappen Blasonierung: In Rot zwei gekreuzte goldene Turnierlanzen mit goldenen Wimpeln. Auf dem rot-golden bewulsteten Helm mit rot-goldenen Helmdecken die Turnierlanzen vor einem goldenen offenen Flug.Spießen (1901–1903), S. 71.

Das Wappen befand sind in der Kirche der Karthause bei Dülmen.

Literatur Christian Loefke: Nachrichten über Freunde und Förderer der Franziskaner in Rietberg. In: Roland 17 (2008), S. 133–134, 134. Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 71 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tafel 169 (uni-duesseldorf.de).

Einzelnachweise

Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht