Der Diskuswurfwettkampf der Frauen bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris wurde am 2. August (Qualifikation) und 5. August 2024 (Finale) im Stade de France ausgetragen.

Olympiasiegerin wurde die US-Amerikanerin Valarie Allman, die auch schon bei den vorangegangenen Spielen von Tokio triumphiert hatte. Silber gewann die Chinesin Feng Bin, Bronze ging an die Kroatin Sandra Elkasević, frühere Sandra Perković.

Deutschsprachige Teilnehmerinnen Die drei deutschen Teilnehmerinnen Marike Steinacker, Claudine Vita und Kristin Pudenz qualifizierten sich alle für das Finale der besten zwölf Athletinnen und erreichten dort die Plätze vier, sechs und zehn.

Aktuelle Titelträgerinnen Olympiasiegerin Valarie Allman () 68,98 m Tokio 2020 Weltmeisterin Laulauga Tausaga () 69,49 m Budapest 2023 Europameisterin Sandra Perković () 67,04 m Rom 2024 Nord-/Zentralamerika-/Karibikmeisterin Laulauga Tausaga () 63,18 m Freeport 2022 Südamerikameisterin Izabela da Silva () 61,26 m São Paulo 2023 Asienmeisterin Feng Bin () 66,42 m Bangkok 2023 Afrikameisterin Ashley Anumba () 59,30 m Douala 2024 Ozeanienmeisterin Taryn Gollshewsky () 60,96 m Suva 2024

Rekorde Bestehende Rekorde Weltrekord Gabriele Reinsch () 76,80 m Neubrandenburg, DDR (heute Deutschland) 9. Juli 1988Athletics - Progression of world records, Discus throw - Women, von Stephan Müller, 7. Oktober 2025 (englisch), sport-record.de (PDF; 1134 KB), abgerufen am 28. Dezember 2025 Olympischer Rekord Martina Hellmann () 72,30 m Finale OS Seoul, Südkorea 29. September 1988Athletics - Progression of European records, Discus throw - Women, von Stephan Müller, 7. Oktober 2025 (englisch), sport-record.de (PDF; 900 KB), abgerufen am 28. Dezember 2025

Rekordverbesserung Der bereits seit 1988 bestehende olympische Rekord wurde auch bei diesen Spielen nicht erreicht. Der weiteste Wurf gelang der US-amerikanischen Olympiasiegerin Valarie Allman mit 69,50 m in ihrem vierten Versuch des Finals am 5. August. Damit blieb sie 2,80 m unter dem Olympia- und 7,30 m unter dem Weltrekord.

Es gab einen neuen Landesrekord: 65,14 m – Vanessa Kamga (Schweden), Qualifikation (Gruppe B) am 2. August, erster Versuch

Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: Nationaler Rekord Persönliche Bestleistung (Personal Best) Persönliche Saisonbestleistung (Season Best) Q qualifiziert über Erfüllung der Qualifikationsnorm q qualifiziert über die Platzierung unter den besten Zwölf – verzichtet x ungültig r Wettkampf nicht fortgesetzt (retired)

Qualifikation 2. August 2024

32 Athletinnen traten zu einer Qualifikationsrunde in zwei Gruppen an. Sechs Werferinnen (grün unterlegt) übertrafen die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug von 64,00 m. Damit war die Mindestanzahl von zwölf Finalteilnehmerinnen nicht erreicht. So wurde das Finalfeld mit den sechs nächstbesten Wettbewerberinnen beider Gruppen (hellgrün unterlegt) auf zwölf Athletinnen aufgefüllt. Für die Finalteilnahme waren schließlich 62,63 m zu erbringen.

Gruppe A 2. August 2024, 19:56 Uhr RangAthletinNationVersuch (m)Weite (m)Anmerkung1231 Valarie Allman 69,5969,59Q2 Jorinde van Klinken 63,6864,8164,81Q3 Mélina Robert-Michon 63,7762,1359,2963,77q, 4 Kristin Pudenz x63,4563,3563,45q5 Daisy Osakue 56,7763,11x63,11q6 Liliana Cá 57,5962,4359,5562,437 Ieva Gumbs x60,3756,8860,378 Marija Tolj 59,8759,27x59,879 Lisa Brix Pedersen 59,81x57,7559,8110 Silinda Oneisi Morales 59,4658,3055,2059,4611 Andressa de Morais 52,2459,1459,4359,4312 Caisa-Marie Lindfors 56,82x59,2959,2913 Jiang Zhichao 56,5857,1359,1059,1014 Ashley Anumba 57,23x58,8358,8315 Subenrat Insaeng 58,07xx58,0716 Samantha Hall x54,94x54,94

Gruppe B 2. August 2024, 20:20 Uhr RangAthletinNationVersuch (m)Weite (m)Anmerkung1231 Sandra Elkasević 65,6365,63Q2 Feng Bin 65,4065,40Q3 Vanessa Kamga 65,1465,14Q, 4 Alexandra Emilianov 64,3364,33Q5 Irina Rodrigues 62,9060,45x62,90q6 Claudine Vita 59,7762,2562,7062,70q7 Marike Steinacker 62,63xx62,63q8 Veronica Fraley 62,5462,3060,9562,549 Taryn Gollshewsky 56,8662,3658,7962,3610 Alida van Daalen 62,1961,6261,9962,1911 Izabela da Silva 61,68x61,2161,6812 Jayden Ulrich xx61,0861,0813 Melany del Pilar Matheus 60,1961,0760,9061,0714 Daria Zabawska 57,8460,4860,8660,8615 Chioma Onyekwere 60,7860,66x60,7816 Obiageri Amaechi xx45,4545,45

Finale 5. August 2024, 20:30 Uhr

RangAthletinNationVersuche (in m)Weite (m)Anmerkung 1 2 3 4 5 6 1 Valarie Allman x 68,74 68,06 69,50 x 69,21 69,50 2 Feng Bin 66,33 64,80 67,51 67,13 67,25 65,98 67,51 3 Sandra Elkasević 64,25 x 67,51 x x x 67,51 4 Marike Steinacker 54,37 61,37 x x 65,37 x 65,37 5 Vanessa Kamga 65,05 x x 62,32 x x 65,05 6 Claudine Vita 63,62 x 63,25 x 61,25 63,03 63,62 7 Jorinde van Klinken 63,35 61,50 x x x 51,23 63,35 8 Daisy Osakue 63,11 x x x 62,53 60,31 63,11 9 Irina Rodrigues 60,39 61,19 x nicht im Finaleder bestenacht Werferinnen 61,19 10 Kristin Pudenz 60,38 60,07 x 60,38 11 Alexandra Emilianov 58,08 x 58,02 58,08 12 Mélina Robert-Michon 56,63 x 57,03 57,03

Als Siegerin der Spiele von Tokio vor drei Jahren wurden der US-Amerikanerin Valarie Allman gute Medaillenchancen zugerechnet, doch auch die erfahrene Kroatin Sandra Elkasević, die Chinesin Feng Bin und Jorinde van Klinken aus den Niederlanden hatten in der Qualifikation überzeugen können. Mit gleich drei Starterinnen war Deutschland am stärksten in diesem Finale vertreten, weswegen sich der Deutsche Leichtathletik-Verband ebenfalls Hoffnungen auf einen Medaillengewinn machte.

Bereits im ersten Versuch untermauerte die Chinesin Feng mit der bis dahin größten Weite von 66,33 m ihre Medaillenhoffnungen. Als beste der drei Deutschen setzte sich Claudine Vita mit 63,62 m auf den vierten Platz nach Runde eins. Im zweiten Versuch jedoch zeigte Titelverteidigerin Allman ihre Stärke und brachte sich mit 68,74 m an die Spitze. Feng Bin und Sandra Elkasević versuchten dagegenzuhalten und kamen in ihren dritten Versuchen jeweils auf 67,51 m.

Schluss war dagegen nach den ersten drei Durchgängen bereits für die routinierte Lokalmatadorin Mélina Robert-Michon, Alexandra Emilianov aus der Republik Moldau, Irina Rodrigues aus Portugal und überraschend auch die deutsche Silbermedaillengewinnerin von Tokio Kristin Pudenz. Marike Steinacker qualifizierte sich hingegen als zu diesem Zeitpunkt Achte knapp für das Finale wie auch Claudine Vita auf Platz sechs.

Steinacker arbeitete sich durch einen starken fünften Versuch auf 65,37 m noch bis auf Platz vier vor, in den Kampf um die Medaillen konnte aber auch sie nicht mehr eingreifen. Hier hatte sich Valarie Allman bereits mit ihrem vierten Wurf auf 69,50 m weiter abgesetzt. Die sehr konstante Chinesin Feng Bin zeigte zwar noch einige gute Leistungen, kam aber nicht mehr über die 67,51 m aus ihrem dritten Versuch hinweg, ebenso wie Elkasević, die nur noch drei ungültige Versuche produzierte. Somit entschied der weitere zweitbeste Versuch über die Silbermedaille zugunsten Fengs. Allman warf in ihrem letzten Versuch noch einmal über 69 Meter und wurde erneut Olympiasiegerin.

Weblinks

The XXXIII Olympic Games, Stade de France, Paris (FRA), Women's Discus Throw, Weltleichtathletikverband World Athletics (englisch), worldathletics.org, abgerufen am 28. Dezember 2025 Ergebnisse Olympische Spiele, Paris (Frankreich), 01.08 - 11.08.2024, leichtathletik.de, abgerufen am 28. Dezember 2025

Einzelnachweise

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