Die Hugo von Hofmannsthal-Gesellschaft ist eine literarische Gesellschaft in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins mit Sitz im Freien Deutschen Hochstift in Frankfurt am Main. Ihr Ziel ist es, „mit Tagungen und Publikationen die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit Leben und Werk des österreichischen Schriftstellers Hugo von Hofmannsthal“ zu fördern.Website der Hugo von Hofmannsthal-Gesellschaft abgerufen am 5. August 2024.

Die Gesellschaft wurde 1968 auf Initiative von Martin Stern, damals Professor in Frankfurt am Main, gegründet. Am 1. Februar 1968, an Hofmannsthals Geburtstag, wurde die Gesellschaft beim Amtsgericht Frankfurt eingetragen.Dangel-Pelloquin: Hofmannsthal 1968. S. 310. Unmittelbarer Anlass war die Entstehung der Kritischen Ausgabe der Werke Hofmannsthals, die seit 1967 am Freien Deutschen Hochstift in Planung war.Dangel-Pelloquin: Hofmannsthal 1968. S. 312. Da auch der S. Fischer Verlag, der die Rechte an Hofmannsthals Werk besaß, dort ansässig war, empfahl sich Frankfurt aus pragmatischen Gründen als Sitz der Gesellschaft.Dangel-Pelloquin: Hofmannsthal 1968. S. 312. Die Gesellschaft sollte die Werkausgabe reflektierend begleiten und möglichst viele Interessengruppen – noch lebende Freunde und Bekannte des Dichters, Literaturwissenschaftler und nichtprofessionelle Liebhaber und Leser des Werks – zusammenführen.Dangel-Pelloquin: Hofmannsthal 1968. S. 313 f. Besonderer Wert wurde auf Internationalität gelegt.Dangel-Pelloquin: Hofmannsthal 1968. S. 314. Die erste Tagung fand am 28. und 29. September 1968 in Frankfurt am Main statt. Bislang (Stand: 2024) sind 21 Tagungen ausgerichtet worden.

Außer durch die Veranstaltung von Tagungen hat die Gesellschaft durch Publikationen zur Förderung der Hofmannsthal-Forschung beigetragen. Von 1968 bis 1992 erschienen im Auftrag der Gesellschaft die Hofmannsthal-Blätter, die vor allem unpublizierte Quellen zu Leben und Werk abdruckten. Sie wurden von 1971 bis 1987 durch die Hofmannsthal-Forschungen ergänzt, deren Bände wissenschaftliche Aufsätze enthielten und die Beiträge zu den Tagungen wiedergaben. 1993 wurden die beiden Publikationen im Hofmannsthal-Jahrbuch zusammengeführt.Hugo von Hofmannsthal-Gesellschaft e. V. Website des Hessischen Literaturrats; abgerufen am 5. August 2024.

Bisherige Vorsitzende der Gesellschaft waren Martin Stern (1968–1979), Karl Konrad Polheim (1979–1980), Clemens Köttelwesch (1981–1988),Sven Arnold: Hugo von Hofmannsthal-Gesellschaft e. V. In: Literarische Gesellschaften in Deutschland. Ein Handbuch mit Einzeldarstellungen in Texten und Bildern. Hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften e. V. Argon, Berlin 1991, S. 140. Werner Volke (1989–1994), Marcus Bierich (1994–2000), Heinz Rölleke (2002–2014), Alexander Honold (2014–2024) und Antonia Eder (seit 2024). Stellvertretende Vorsitzende ist seit 1989 Elsbeth Dangel-Pelloquin.Lebenslauf Elsbeth Dangel-Pelloquin. Universität Basel; abgerufen am 5. August 2024.

Literatur Elsbeth Dangel-Pelloquin: Hofmannsthal 1968. Zur Gründung der Hofmannsthal-Gesellschaft vor 50 Jahren. In: Hofmannsthal-Jahrbuch. Nr. 26. 2018, S. 309–327. ub.uni-frankfurt.de Michael Woll: Dann: Dass ich auch vor fünfzig Jahren war. Die Hofmannsthal-Gesellschaft erinnert sich an ihre Gründung ausgerechnet im Jahr 1968 und ausgerechnet in Frankfurt. In: FAZ, 18. April 2018; germanistik.philhist.unibas.ch

Weblinks Offizielle Website der Hugo von Hofmannsthal-Gesellschaft

Einzelnachweise

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