Christian Friedrich Maurer (* 6. Mai 1812 in Ludwigsburg; † 26. Mai 1906 in München) war ein deutscher Kunstmaler der Münchner Schule (Bildende Kunst) und Kunsthändler. mini|Friedrich Maurer im Alter von 82 Jahren (1894)
Leben Nach der Auswanderung seines Vaters Christian Friedrich Maurer (Küferhandwerker) nach Amerika (1818) wuchs Friedrich Maurer bei seiner alleinerziehenden Mutter Katharina Gottliebin in großem Elend auf. Im Alter von 11 Jahren nahm er sein Schicksal selbst in die Hand und ging mit einem Bittgesuch zum König Wilhelm I von Württemberg Daraufhin kam er 1823 als Zögling in die „Wohltätigkeitsanstalt“ in Hohenheim (heute Hochschule Hohenheim). Nach einer Lehre zum Maler und Gipser in Ludwigsburg (1827) und Wanderschaft als Malergeselle nach Hamburg und Berlin begründete er ein Maler- und Gipsergeschäft in Stuttgart. Daneben betrieb er einen Kunsthandel, der in kürzester Zeit zu einem der ersten und angesehensten Kunsthändler in Stuttgart machte. In den Jahren 1848/49 lebte er in Stuttgart und München. 1874 siedelte er endgültig nach München um, wo er in der Schwanthaler Strasse 35 einen Kunsthandel betrieb. Er betätigte sich als Kunstmaler und Restaurator.
In der Brannenburger Künstlerkolonie arbeitete er mit Künstlern seiner Zeit zusammen, insbesondere mit Friedrich Voltz. Dort wirkte auch Wilhelm Busch in seiner Münchener Studentenzeit. Er gehörte zu den sogenannten Inntalmalern.Mali - Roegge, auf inntalmaler.de, abgerufen am 18. August 2024
Am 10. August 1847 ließ er von seiner ersten Kunstreise „ins Bayrische Gebirge“ nach Brannenburg seiner Frau die Verse zukommen, aus denen die persönlich geistige Schöpfung seiner Werke verständlicher wird:
Familie Friedrich Maurer war ein Sohn von Christian Friedrich Maurer (Küferhandwerker) und Catharina Gottliebin geb. Höllwarth.
Am 23. November 1837 heiratete er Caroline Friederike Maurer, geb. Schwarz.
Von seinen sieben Kindern trat sein ältester Sohn Carl Friedrich Julius Maurer (* 1828) als Kunstmaler und Kunsthändler in München seine Fußstapfen. Die Kinder Christian Wilhelm Maurer (* 1841), Julie Caroline Maria Maurer (* 1846) und Karoline Christiane Elise (* 1852) starben im Kindesalter. Seine weiteren Kinder waren Carl Louis Wilhelm Maurer (* 1843) und Marie Magdalena Pauline Julie Maurer (* 1849) und Carl Friedrich Louis Julius Maurer (* 1855).
Grabstätte Die Grabstätte von Friedrich Maurer befindet sich auf dem Alten Nordfriedhof in München (Sektion 8, Reihe 13, Grab-Nr. 22–23). mini|Grabstätte Friedrich Maurer und Familie
Werke (Auswahl) mini|214x214px|Gemälde von Friedrich Maurer – Brannenburg Schmiede 1848 1840 Mühle in Oberaudorf im InntalFriedrich MAURER, auf de.artprice.com 1847 „Heute Mittag fahre ich mit einem Stellwagen nach Brannenburg“ – Hof in Brannenburg (Oberbayern)Zeittafel zu den Künstleraufenthalten, auf inntalmaler.de Bauernhaus im GebirgstalBauernhaus im Gebirgstal, auf artnet.de
Literatur Friedrich Maurer: Elend und Aufstieg in den Tagen des Biedermeier - Erinnerungen und Tagebuchblätter (1812–1906), Hrsg. Walter Meyer, Kohlhammer Verlag 1969
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Geboren 1812 Kategorie:Gestorben 1906 Kategorie:Mann