Aerianismus war eine theologische Position im 4. Jahrhundert, benannt nach ihrem Urheber Aerius, welche von Epiphanius und Augustinus verurteilt wurde. Aerius war Priester zu Pontos unter dem arianischen Bischof Eustathius, von welchem er sich abspaltete unter Angabe von mutmaßlichem finanziellen Missbrauch.

Aerius lehrte laut Epiphanius, es gebe keinen sakramentalen Unterschied zwischen Priestern und Bischöfen, man solle nicht Ostern bzw. Pascha feiern, nicht für die Verstorbenen beten und die Kirche dürfe keine Fastenvorschriften erteilen.

Die Pascha Zelebration und das kirchlich organisierte Fasten wurden als jüdisches Brauchtum abgelehnt. Die Gebete für die Verstorbenen aber seien abzulehnen, da man sonst alle Sünden durch lebende Freunde auch nach dem Tod abbüßen könne.

Einzelnachweise

Kategorie:Geschichte der Theologie Kategorie:Spätantike