mini|hochkant|William T. Hobbins William Thomas Hobbins (* 18. Februar 1946) ist ein pensionierter General der United States Air Force. Er war unter anderem Kommandeur der United States Air Forces in Europe.
William Hobbins wuchs in Ephrata in Pennsylvania auf. Über die Air Force Officer Training School gelangte er im Jahr 1969 in das Offizierskorps der Luftwaffe. Anschließend durchlief er alle Offiziersränge vom Leutnant bis zum Vier-Sterne-General. Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte Hobbins verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörten unter anderem eine Ausbildung zum Kampfpiloten und weitere Fortbildungskurse als Pilot von neuen Flugzeugtypen, die Squadron Officer School, das Armed Forces Staff College, das Air War College das Teil der Air University ist, der Joint Flag Officer Warfighting Course, der Joint Force Air Component Commander Course, der National Security Leadership Course an der Syracuse University und der Leadership Course for Creative Leadership in Colorado Springs.
In seinen frühen Jahren als Offizier der Luftwaffen war William Hobbins an verschiedenen Stützpunkten in den Vereinigten Staaten stationiert. Dabei war er als Pilot, Flugausbilder oder Stabsoffizier bei unterschiedlichen Einheiten tätig. Dazwischen absolvierte er die erwähnten Schulungen. Als Stabsoffizier war er unter anderem im Hauptquartier der Air Force tätig. In den Jahren 1974 und 1975 war er in Thailand und von 1988 bis 1990 in Island stationiert. Zwischen Juli 1992 und Juli 1994 war er auf Yokota Air Base in Japan Abteilungsleiter in der Stabsabteilung für Operationen der United States Forces Japan. Am 15. Juli 1994 erreichte er mit seiner Beförderung zum Brigadegeneral die Generalsränge. Er blieb zunächst in Japan, wo er auf der Kadena Air Base das Kommando über das 18. Geschwader übernahm, das er zwischen August 1994 und Juli 1996 innehatte.
Daran schloss sich eine Versetzung nach Norfolk in Virginia zum damaligen United States Atlantic Command an, aus dem dann das United States Joint Forces Command hervorging. Zwischen August 1996 und April 1998 war Hobbins dort Abteilungsleiter für Planungen und Strategien (Director of Plans and Policy). Es folgte eine Versetzung nach Deutschland zur Ramstein Air Base. Dort war er zwischen April 1998 und Juli 2000 Stabsoffizier bei den United States Air Forces in Europe, wo er die Abteilung für Luftraumoperationen (director of aerospace operations), leitete.
Zwischen August 2000 und August 2003 kommandierte Hobbins auf der Davis-Monthan Air Force Base in Arizona die 12. Luftflotte, die die Luftkomponente des United States Southern Commands ist. Teile dieser Flotte wurden im Rahmen der Operation Enduring Freedom und des Irakkriegs nach Südostasien verlegt und dort für eventuelle Einsätze bereitgehalten. Es folgte eine weitere Versetzung zum Stab des Hauptquartiers der Luftwaffe. Dort leitete er zwischen August 2003 und November 2005 eine Stabsabteilung (Warfighting Integration). Ab Mai 2005 war er zusätzlich als Chief Information Officer für den Staatssekretär der Luftwaffe tätig.
Am 6. Dezember 2005 übernahm William Hobbins auf der Ramstein Air Base als Nachfolger von Robert H. Foglesong das Kommando über die United States Air Forces in Europe und das der NATO unterstehenden Allied Air Command. Diese Ämter bekleidete er bis zum 10. Dezember 2007 als Robert D. Bishop Jr. kommissarisch seine Nachfolge antrat. Wenig später schied William Hobbins aus dem aktiven Militärdienst aus. Als Pilot brachte er es in seinen frühen Jahren auf über 5,000 Einsatzstunden.
Nach seiner Pensionierung war Hobbins unter anderem Berater für Firmen im Bereich der Luftverteidigungsindustrie. Außerdem erscheint er gelegentlich in militärischen Werbespots im American Forces Network.
Daten der Beförderungen Abzeichen Rang Jahr13px|zentriertSecond Lieutenant 22. Dezember 196913px|zentriert First Lieutenant 22. Juni 197133px|zentriert Captain 1. Februar 197340px|zentriert Major 1. September 197940px|zentriert Lieutenant Colonel 1. Dezember 198260px|zentriert Colonel 1. April 198833px|zentriert Brigadier General 15. Juli 199466px|zentriert Major General 1. Oktober 1996100px|zentriert Lieutenant General 1. Oktober 2000133px|zentriert General 1. Februar 2006
Orden und Auszeichnungen William Hobbins erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:
Defense Distinguished Service Medal Air Force Distinguished Service Medal Defense Superior Service Medal Legion of Merit Meritorious Service Medal Joint Service Commendation Medal Air Force Commendation Medal Joint Meritorious Unit Award Navy Meritorious Unit Commendation Air Force Outstanding Unit Award Air Force Organizational Excellence Award Combat Readiness Medal National Defense Service Medal Armed Forces Expeditionary Medal Global War on Terrorism Service Medal Humanitarian Service Medal Air and Space Campaign Medal Air Force Longevity Service Award NATO-Medaille
Dazu kommen noch verschiedene Ordensbänder (Ribbons) und ausländische Orden.
Weblinks
Hobbins bei der US Air Force Hobbins in der Hall of Valor Bericht über die Verabschiedungszeremonie von Hobbins aus Deutschland durch die Bundeswehr Hobbins bei Senatorsaument.com
Kategorie:General (United States Air Force) Kategorie:Kommandierender General der United States Air Forces in Europe Kategorie:Militärpilot (United States Air Force) Kategorie:Träger der Defense Distinguished Service Medal Kategorie:Träger der Air Force Distinguished Service Medal Kategorie:Träger der Defense Superior Service Medal Kategorie:Träger der Meritorious Service Medal (Vereinigte Staaten) Kategorie:Träger des Ordens Legion of Merit Kategorie:Träger der Joint Service Commendation Medal Kategorie:Träger der Air Force Commendation Medal Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1946 Kategorie:Mann