Das Ehrenmal für die Gefallenen im Ersten Weltkrieg war ein Kriegerdenkmal in Bützow im Landkreis Rostock in Mecklenburg.

Architektur Auf einem gemauerten Sockel erhob sich ein großer dreieckiger Steinblock, gefertigt aus miteinander verbundenen Striegauer Granitplatten des Granitwerks C.F. Lehmann. Die Wände des Blocks waren abgestuft und mit Vertiefungen versehen. Die Frontseite war im oberen Bereich von dem Relief eines Stahlhelms mit Eichenlaub geschmückt, darunter befand sich eine großflächige Widmung. An den hinteren drei Seiten waren die Namen der Gefallenen eingemeißelt.

Vorderseite:

Geschichte Bereits im Jahr 1920 setzte sich der Kriegerverein Bützow unter Leitung von Robert von Schalburg, Forstmeister in den Domanialämtern Bützow, Schwaan und Toitenwinkel, für die Errichtung eines Ehrenmals für die gefallenen Bützower Soldaten ein. Dank einer gemeinsamen Spendenaktion des Kriegervereins und der Stadt Bützow sowie großzügiger Zuwendungen der Kaufleute Gustav Schröder und Julius Horwitz sowie des Mühlenpächters August Propp konnte das Vorhaben verwirklicht werden. Am 7. August 1927 wurde im Hain gegenüber der alten Molkerei in der Neuen Bahnhofstraße der Grundstein für das Kriegerdenkmal gelegt. Das von dem Bildhauer Paul Wallat entworfene Denkmal wurde am 2. Oktober 1927 feierlich eingeweiht.

Abtragung Trotz massiver Proteste der Bevölkerung wurde das Ehrenmal im Jahr 1949 abgetragen, um Platz für den Neubau eines Kindergartens zu schaffen. Bis 1960 lagen die einzelnen Teile des abgetragenen Denkmals auf den Wiesen hinter dem VEB Bau Bützow in der Bahnhofstraße.

Siehe auch Kriegerdenkmal für die Gefallenen 1870–1871 (Bützow)

Literatur

Einzelnachweise

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