Camilla Kemp ([]eigene Aussprache in , * 30. Januar 1996 in Cascais, Portugal) ist eine deutsche Surferin. Sie wurde 2023 deutsche Meisterin und qualifizierte sich 2024 für die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen.

Werdegang Kemp hat eine deutsche Mutter und einen niederländischen Vater. Sie wuchs zusammen mit einem älteren Bruder an der portugiesischen Atlantikküste in Cascais aufMelanie Haack: Die perfekte Welle. In: Welt am Sonntag, 2. Juni 2024, S. 32. und besuchte die Deutsche Schule Lissabon.Paulina Keller: CAMILLA – Ein Porträt der deutschen Surfmeisterin Camilla Kemp auf surfersmag.de. Abgerufen am 20. Juli 2024. Ihr Homespot ist der Strand Praia do Guincho. Im Alter von zehn Jahren begann Kemp – dem Beispiel ihres Bruders folgend – mit dem Surfen.Camilla Kemp im Interview- mit großen Zielen um die Welt auf surfersmag.de. Abgerufen am 20. Juli 2024. Nach eigener Aussage profitierte sie in ihrer sportlichen Entwicklung von den guten Bedingungen am Strand von Guincho mit kräftigem Wind und starken Wellen. Sie trat auf Wettkampfebene zunächst für Portugal anJohannes Wermbter: Camilla Kemp vor ihrer Premiere als erste deutsche Surferin bei Olympia auf deutschlandfunk.de. 20. Mai 2024. Abgerufen am 20. Juli 2024. und wurde 2013 portugiesische Meisterin in der Altersklasse U18.Profil von Camilla Kemp auf puresurfcamps.com. Abgerufen am 20. Juli 2024. Über mehrere Jahre startete sie international in der Qualifying Series der World Surf League.Das Surf Team Germany auf dem Weg zur Olympiaqualifikation auf wellenreitverband.de. Abgerufen am 20. Juli 2024. 2018 gehörte sie als amtierende nationale Meisterin zum portugiesischen Kader bei den ISA World Surfing Games in Tahara.Desfile de estrelas confirmado para Mundial de Surf no Japão auf surftotal.com. Abgerufen am 20. Juli 2024.

Ende der 2010er-Jahre löste sich Kemp aus dem portugiesischen Nationalkader und wurde in der Folge Teil des Deutschen Wellenreitverbands (DWV). Der DWV hatte systematisch weltweit Surferinnen und Surfer mit deutschem Pass rekrutiert, um mit Blick auf die olympische Premiere der Sportart 2021 ein konkurrenzfähiges Team aufzubauen. 2019 belegte Kemp hinter Frankie Harrer den zweiten Rang bei der deutschen Meisterschaft in der Open Class.Frankie Harrer und Marlon Lipke sind die neuen Deutschen Meister der Open Class, Paulina Herpel und Moritz Mauch gewinnen die SUP Finals auf wellenreitverband.de. Abgerufen am 20. Juli 2024. Ein Jahr später wurde sie in den Perspektivkader im deutschen Nationalteam aufgenommen. Sie behielt ihren Lebensmittelpunkt in Portugal und trainierte dort auf dem Wasser, konnte aber ergänzend die Infrastruktur und etwa die physiotherapeutische Betreuung der Olympiastützpunkte in Deutschland nutzen. Den Wechsel nach Deutschland bezeichnete Kemp 2023 als wichtigen Schritt für ihre Karriere und hob dabei die finanzielle Förderung (durch den Verband und die Stiftung Deutsche Sporthilfe) sowie die Eingliederung ins deutsche Team hervor, die ihr einen Schub gegeben habe.Nico-Marius Schmitz: Deutsche Meisterin Camilla Kemp im Interview: „Mein Leben? Weltweit die besten Wellen suchen“ auf tz.de. 8. Dezember 2023. Abgerufen am 20. Juli 2024.

2021 qualifizierte sich Kemp zusammen mit Rachel Presti als erste deutsche Surferin für die Challenger Series der World Surf LeagueCamilla Kemp – Als erstes Deutsches Surfergirl bei der Challenger Series der World Surf League auf surfersmag.de. Abgerufen am 20. Juli 2024. (hochrangige Qualifikationsveranstaltungen für die Meisterschaftstour).World Surf League Introduces the Challenger Series auf boardriding.com. 9. September 2019. Abgerufen am 20. Juli 2024. Im September 2023 gewann sie ihren ersten deutschen Meistertitel. Bei der ISA World Surfing Games Anfang März 2024 in Arecibo erreichte Kemp den elften Platz und qualifizierte sich (wie Tim Elter bei den Männern) als deutsche Vertreterin für die olympischen Surfwettbewerbe 2024 in Teahupoʻo.ISA World Surfing Games in Puerto Rico auf wellenreitverband.de. Abgerufen am 20. Juli 2024.

Neben ihrer Surfkarriere studiert Kemp (Stand 2023) in Teilzeit Sportmanagement. Ende 2023 wurde ein zehnminütiger Porträtfilm über ihr Leben (Camilla) veröffentlicht.

Weblinks Profil bei der World Surf League (englisch)

Einzelnachweise

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