mini|hochkant|Dobromir Sośnierz (2019) Dobromir Andrzej Sośnierz (* 18. Oktober 1976 in Katowice) ist ein polnischer Politiker (UPR, KNP, KORWiN, Konfederacja, Wolnościowcy) und Theologe. Er gehörte von 2019 bis 2023 dem Sejm in der IX. Wahlperiode an. Zuvor war er 2018/19 Mitglied des Europaparlaments.

Leben und Beruf Sośnierz studierte zunächst an der Schlesischen Universität Rechts- und Verwaltungswissenschaften, wechselte aber später zum Theologiestudium und schloss dieses mit einer Masterarbeit unter dem Titel „Wola Boża jako źródło moralności, czyli podstawowe argumenty pozytywizmu teonomicznego“„Der Wille Gottes als Quelle der Moral, d. h. die grundlegenden Argumente des theonomischen Positivismus“ (Der göttliche Wille als Quelle der Moralität, oder die grundlegenden Argumente des theonomen Positivismus) ab. Er arbeitete bei einem IT-Dienstleister für Archäometrie und betrieb einen Pressevertrieb.

Sośnierz ist Sohn des Arztes, ehemaligen NFZ-Vorsitzenden sowie Sejm-Abgeordneten Andrzej Sośnierz (* 1951, ehem. PiS und Porozumienie). Er ist geschieden und hat zwei Töchter.

Politik Bei den Selbstverwaltungswahlen 2002 kandidierte Sośnierz für die Unia Polityki Realnej (UPR), der er von 1994 bis in die 2000er Jahre angehörte, zum Sejmik der Woiwodschaft Schlesien, wurde aber nicht gewählt.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. Februar 2026. Bei der Parlamentswahl 2005 kandidierte er für die von Janusz Korwin-Mikke geführte Wahlliste Platforma Janusza Korwin-Mikke, an der sich die UPR beteiligt hatte, zum Sejm. Diese scheiterte jedoch mit 1,6 % der Stimmen an der 5-%-Hürde.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. Februar 2026. Bei den Selbstverwaltungswahlen 2006 war er der UPR-Kandidat für das Amt des Stadtpräsidenten von Katowice, belegte jedoch mit 1,5 % der Stimmen bei der Wiederwahl von Piotr Uszok nur den fünften Platz.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. Februar 2026. Auch die Wahl in den Stadtrat misslang ihm.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. Februar 2026. 2007 kandidierte er für die UPR im Wahlkreis Rybnik erfolglos zum Senat der Republik Polen.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. Februar 2026.

mini|hochkant|Sośnierz auf einer Demonstration gegen die Einführung einer Corona-Impfpflicht (2021) Bei der Europawahl 2014 wurde er auf der Liste des Kongres Nowej Prawicy zunächst nicht in das Europaparlament gewählt,Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. Februar 2026. rückte jedoch 2018 für Janusz Korwin-Mikke, der sein Mandat niedergelegt hatte,„To on zastąpi Korwin-Mikkego w europarlamencie. Kim jest Dobromir Sośnierz?“ auf wiadomosci.wp.pl, abgerufen am 19. Februar 2026. nach und war von 2018 bis 2019 Mitglied es Europaparlaments. Im Europaparlament war er fraktionslos. Bei der Europawahl 2019 kandidierte er für die KORWiN, der er inzwischen beigetreten war, auf der Liste des Wahlbündnisses „KORWiN Braun Liroy Narodowcy“. Dieses scheiterte jedoch mit 4,6 % der Stimmen an der 5-%-Hürde.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. Februar 2026. Bei der Parlamentswahl 2019 wurde er für die Bündnispartei Konfederacja Wolność i Niepodległość (Konfederacja), an der sich auch die KORWiN beteiligte, in den Sejm gewählt.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. Februar 2026. Bei einer Demonstration im Dezember 2021 in Warschau sprach er sich gegen die damals diskutierte Einführung einer Impfpflicht in Polen gegen das SARS-CoV-2-Virus aus. Im März 2022 verließ er mit Artur Dziambor und Jakub Kulesza die KORWiN.„Trzech posłów Konfederacji odchodzi z partii KORWiN. Bardzo mocne słowa pod adresem Korwin-Mikkego“ auf wiadomosci.onet.pl, abgerufen am 19. Februar 2026. Er schloss sich den Wolnościowcy (Freiheitler, d. h. Libertäre) an und wurde deren stellvertretender Vorsitzender. Für die Wolnościowcy kandidierte er bei der Parlamentswahl 2023 auf der Liste der Konfederacja, wurde aber nicht wiedergewählt.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. Februar 2026. Bei der Europawahl 2024 kandidierte er ebenfalls für die Wolnościowcy auf der Liste der Konfederacja, verfehlte aber um 49 Stimmen die Rückkehr in das Europaparlament.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. Februar 2026. Im Februar 2026 sprach er sich in der Sendung „Debata Gozdyry“ auf Polsat gegen eine Inanspruchnahme von EU-Krediten zur Finanzierung von Rüstungsausgaben aus. Die Mittel in Höhe von 200 Milliarden Złoty sollten stattdessen durch Etatkürzungen beispielsweise im Sozialbereich aufgebracht werden.„Awantura w studiu. Polityk Konfederacji ostro zareagował. »Już pan pajacuje?«“ auf wiadomosci.onet.pl, abgerufen am 6. März 2026.

Weblinks

Biogram auf der Seite des Sejm

Einzelnachweise

Kategorie:Mitglied des Europäischen Parlaments für Polen Kategorie:Sejm-Abgeordneter (Dritte Republik) Kategorie:KORWiN-Mitglied Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Absolvent der Schlesischen Universität Kategorie:Person (Katowice) Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1976 Kategorie:Mann