350px|Gran teatro la fenice Am 12. November 2004 wird – mit der seinerzeit modernsten Bühnentechnik der Welt – der Opernbetrieb des am 29. Januar 1996 abgebrannten Teatro La Fenice in Venedig wieder aufgenommen. Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 2004.
Ereignisse Populäre Musik und Jazz 14. Januar: Schlagzeuger Alan White verlässt Oasis. 15. Januar: Rapper Mystikal wird wegen sexueller Nötigung zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. 22. Januar: Der britische Singer-Songwriter Sting startet in Miami seine Sacred Love Tour. 25. Januar: Bei einem Auftritt in Liverpool stürzt Ryan Adams in den Orchestergraben vor der Bühne und bricht sich das Handgelenk. Die Verletzung setzt Adams für den Rest des Jahres weitgehend außer Gefecht. 1. Februar: Bei ihrem gemeinsamen Auftritt in der Halbzeitshow des Super Bowl XXXVIII entblößt Justin Timberlake die rechte Brust seiner Duettpartnerin Janet Jackson vor laufender Kamera. Im Zuge des dadurch verursachten Skandals wird der Ausdruck „Nipplegate“ geprägt. 3. Februar: Die 1993 aufgelöste Alternative-Rock-Bad Pixies gibt ihre Reunion bekannt. 4. Februar: Wegen eines Terrorverdachtes verweigern die Vereinigten Staaten dem kubanischen Musiker Ibrahim Ferrer (Buena Vista Social Club) die Einreise zu den Grammy Awards 2004. 6. Februar: Die deutsche Synthiepop-Formation Kraftwerk startet in Helsinki ihre Minimum Maximum Tour. 8. Februar: OutKast gewinnen bei den 46. Grammy Awards drei Preise, darunter das Album des Jahres für Speakerboxxx/The Love Below. 17. Februar: Billy Corgan veröffentlicht auf seinem persönlichen Blog eine bittere Nachricht, in der er D’arcy Wretzky als „bösartige Drogensüchtige“ bezeichnet und James Iha für die Auflösung der Smashing Pumpkins verantwortlich macht. 24. Februar: Nachdem EMI gegen eine offizielle Veröffentlichung auf CD rechtliche Schritte eingelegt hatte, stellt eine Koalition diverser Download-Websites im Rahmen des sogenannten „Grey Tuesday“ den Beatles/Jay-Z-Mash-Up The Grey Album von DJ Danger Mouse für 24 Stunden zum kostenlosen Download online. 9. März: Brian McFadden gibt seinen Ausstieg aus der Boygroup Westlife bekannt. 9. März: In der Causa der Barschlägerei am 13. Dezember 2003 mit Jason Stollsteimer bekennt sich Jack White des geringeren Tatbestands der Körperverletzung schuldig. Er wird zu einer Geldstrafe von 750 Dollar (einschließlich Gerichtskosten) und zu einem Anti-Aggressionstraining verurteilt. 10. März: George Michael gibt bekannt, dass sein aktuelles Album Patience sein letztes kommerziell veröffentlichtes Album sein wird. Zukünftige Veröffentlichungen werden auf seiner Website gegen Spenden an verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen erhältlich sein. 19. März: Der Gitarrist Buckethead verlässt Guns N’ Roses aufgrund musikalischer und persönlicher Differenzen mit Axl Rose. 21. März: Unter Produzent Mick Jones beginnen The Libertines in London mit den Aufnahmen zu ihrem zweiten Album The Libertines. Für die einwöchigen Sessions arbeiten Carl Barât und Pete Doherty zum vorerst letzten Mal zusammen. 30. März: Erstmals ist Bob Dylan in einem Werbespot zu sehen. Zu seinem Lied Love Sick wird er von Unterwäsche-Models umtanzt. Bereits 1965 hatte Dylan in einem Interview die Frage, wofür er sich vorstellen könne, Werbung zu machen, mit „Damen-Unterwäsche“ beantwortet. 5. April: Die Beastie Boys gewinnen einen langwierigen Rechtsstreit wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung bei der Verwendung eines Samples des Flötisten James Newton in ihrem Lied Pass the Mic auf ihrem Album Check Your Head (1992). 6. April: Das Lied Força von Nelly Furtado wird zum offiziellen Song für die Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal erklärt. 6. April: Wilco-Sänger Jeff Tweedy begibt sich in eine Entzugsklinik, um seine Abhängigkeit von Schmerzmitteln zu bekämpfen. 15. April: Die britische Progressive-Rock-Band Yes startet in Seattle ihre 35th Anniversary Tour, mit der die Gruppe ihr 35-jähriges Jubiläum begeht. Es ist die letzte Tour der Band mit ihrem Gründungsmitglied und Leadsänger Jon Anderson. 1. Mai: Der britische Singer-Songwriter und Rock-Musiker Peter Gabriel startet seine Still Growing Up Tour. 1. Mai: Bei den Feierlichkeiten auf Malta anlässlich des Beitritts des Inselstaates zur Europäischen Union werden erstmals Ausschnitte aus Roger Waters’ Opernwerk Ça Ira aufgeführt. 10. Mai: Die Mai-Ausgabe des US-amerikanischen Musikmagazins Blender enthält eine Liste mit den „50 schlechtesten Songs aller Zeiten“. Ausschlaggebend sind Melodie, Performance und/oder „Sinnlosigkeit“ des Textes. Auf Platz 1 landet We Built This City von Starship aus dem Jahr 1985. 15. Mai: Der Eurovision Song Contest 2004 findet in Istanbul, Türkei, statt. Ruslana aus der Ukraine gewinnt mit dem Song Wild Dances. Max Mutzke landet für Deutschland mit dem von Stefan Raab geschriebenen Lied Can’t Wait Until Tonight auf Platz 8. 23. Mai: 30 Jahre nach seinem Tod steigt Nick Drake mit seinem Lied Magic zum ersten Mal in die britischen Single-Charts ein; es erreicht Platz 32 im Vereinigten Königreich. 24. Mai: Madonna startet in Inglewood ihre Re-Invention World Tour. 24. Mai: Neben seiner Tätigkeit als Radiohead-Gitarrist verschafft sich Jonny Greenwood ab sofort ein zweites musikalisches Standbein als Komponist für das BBC Concert Orchestra. 26. Mai: Patrick Matthews, Bassist der Vines, legt sich während eines Konzertauftritts in Australien mit seinen Bandkollegen an und verlässt die Bühne, womit die Auflösung der Band besiegelt ist. 1. Juni: Phil Collins startet in Assago seine First Final Farewell Tour. Im Vorfeld kündigte Collins diese Tournee als seine letzte Tour, nicht jedoch als seine letzten Konzerte an. 4. Juni: Creed geben ihre Auflösung bekannt. Sie kommen 2009 wieder zusammen. 5. Juni: Bei einem Konzertauftritt in Dublin informiert Morrissey sein Publikum über den Tod des ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan und fügt bedauernd an: „Bush hätte sterben sollen, nicht Reagan!“ 15. Juni: Apple eröffnet seinen iTunes Music Store für Europa. Der Download eines Songs kostet 99 Cent, ein Album 9,99 Euro. 24. Juni: Der MTV-Mutterkonzern Viacom kauft den deutschen Musiksender VIVA für 300 Mio. Euro auf. 25. Juni: Eric Clapton versteigert seine berühmte Gitarre Blackie bei einer Auktion von Christie’s. Diese bringt Clapton 959.000 Dollar ein, die er an das von ihm gegründete Drogenrehabilitationszentrum Crossroads spendet. 25. Juni: Während seines Auftritts auf dem Hurricane Festival in Scheeßel erleidet David Bowie auf der Bühne einen Herzinfarkt und wird anschließend für eine Angioplastie in die Notaufnahme eingeliefert. Der Vorfall beendet seine laufende Welttournee abrupt und veranlasst Bowie, sich in den folgenden Jahren sowohl aus der Musikszene als auch aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen. Bis zu seinem Tod im Januar 2016 erscheinen nur noch zwei Studioalben. 30. Juni: The Libertines starten ihre Tournee ohne Teilnahme von Pete Doherty und verweigern ihm aufgrund seiner anhaltenden Drogenprobleme die Wiederaufnahme in die Band. 9. Juli: Am Rande des Festivals HipHop Open in Stuttgart kommt es zu einer Schlägerei zwischen den Rappern Sido und Azad. Sie werden von anwesenden Polizisten verwarnt. 10. Juli: Rachel Stevens (Ex-S Club 7) stellt einen Weltrekord auf, indem sie die schnellste Werberunde in nur 24 Stunden absolviert – einschließlich eines Laufs für die Wohltätigkeitsorganisation Sport Relief. 11. Juli: McFly steigen mit ihrem Debütalbum Room On The 3rd Floor auf Platz 1 der britischen Albumcharts ein und brechen damit den Rekord der Beatles als jüngste Gruppe, die jemals auf Platz 1 der Albumcharts debütierte. 14. Juli: Auf einem Flohmarkt in Australien kauft der britische Tourist Fraser Claughton für umgerechnet 35 Euro einen alten Koffer, in dem sich unbekannte Beatles-Aufnahmen auf Band befinden, die Experten für das Archiv des 1976 verstorbenen Beatles-Roadies Mal Evans halten. 15. Juli: U2 wird aus ihrem Aufnahmestudio in Nizza eine CD-R mit Demoaufnahmen für ihr kommendes Album How to Dismantle an Atomic Bomb gestohlen. Gitarrist The Edge äußert sich dazu verärgert: „Der Großteil von zwei Jahren Arbeit, geklaut auf einem Stück Plastik! Unglaublich!“ 6. August: Die Fusion der Musiksparten der Konzerne Sony und Bertelsmann ist amtlich. Das neue Unternehmen firmiert ab sofort unter dem Namen Sony BMG Music Entertainment. 13. August: Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen tritt Björk mit ihrem Lied Oceania auf. 24. August: Mit dem Erscheinen des Albums Half Smiles of the Decomposed löst Frontmann Robert Pollard seine Band Guided by Voices auf. Die Gruppe kommt jedoch 2010 wieder zusammen. 1. September: Bassistin Carrie Smith gibt ihren Ausstieg aus der Band The Von Bondies bekannt. 12. September: Bei einem Tributkonzert zum 30-jährigen Bestehen der Ramones in Los Angeles übermittelt Gastgeber Rob Zombie dem an Krebs erkrankten Johnny Ramone von der Bühne aus Grüße und Genesungswünsche per Telefon. Ramone stirbt drei Tage später. 15. September: Mit dem letzten gespielten Musikvideo Goodbye von den Spice Girls stellt der deutsche Musiksender Onyx.tv seinen Sendebetrieb ein. 21. September: Nachdem sie sein aus London kommendes Flugzeug zunächst von Washington, D.C. nach Portland (Maine) umgeleitet haben, verweigern US-amerikanische Behörden Yusuf Islam die Einreise in die Vereinigten Staaten. Islam, der sich wiederholt für Frieden ausgesprochen hatte, steht auf der „watch list“ der Behörden. 22. September: Noel Gallagher verrät erste Details zum kommenden Oasis-Album Don’t Believe the Truth. Liam habe „ein paar Songs geschrieben, die nicht schlecht“ seien, gesteht Noel seinem Bruder zu, und daher sei es „schade, dass sie nicht aufs Album kommen werden.“ 24. September: Zum 50. Geburtstag der E-Gitarre Fender Stratocaster und für einen guten Zweck findet in der Londoner Wembley Arena ein Jubiläumskonzert statt, bei dem u. a. Joe Walsh, Brian May, Ron Wood, David Gilmour, Hank Marvin und Mark Knopfler auftreten. 25. September: Alicia Keys gibt für 5.500 Gäste (darunter 1.000 Funktionäre der Kommunistischen Partei Chinas) ein Benefiz-Konzert an der Chinesischen Mauer. 28. September: Brian Wilson veröffentlicht sein Album Brian Wilson Presents: Smile, die erste offizielle Interpretation der im Jahr 1967 eingestellten Sessionaufnahmen zum unveröffentlichten Beach Boys-Album Smile. 6. Oktober: Das Justizministerium des Staates New York lehnt zum dritten Mal die Haftentlassung von John Lennons Mörder Mark David Chapman ab. 12. Oktober: Michael Jackson erklärt, er sei verärgert ob der „respektlosen Art und Weise“, in der Eminem ihn im Musikvideo zu seiner aktuellen Single Just Lose It parodiere. 17. Oktober: Bei einem schweren Motorradunfall in London zieht sich Marc Almond lebensgefährliche Verletzungen zu, aufgrund derer er zwei Wochen auf der Intensivstation verbringen muss. 23. Oktober: Nach einem misslungenen Live-Auftritt in der US-amerikanischen Fernsehsendung Saturday Night Live wird Ashlee Simpson des Playbacks beschuldigt. 2. November: In Leipzig endet ein Prozess der Volksmusik-Gruppe De Randfichten gegen den Vorsitzenden des Chemnitzer Stadtmagazins 371 und dessen Slogan „Tötet den Holzmichl!“ mit einem Vergleich. 3. November: Carl Barât erklärt, dass seine Band The Libertines ab Anfang 2005 eine Pause auf unbestimmte Zeit einlegen werde und dies nicht nur mit den andauernden Problemen mit seinem Bandkollegen Pete Doherty zu tun habe, dem Barât laut eigener Aussage ein Utimatum bis zum Jahresende gestellt hat. Barât muss sich zudem einer komplizierten Kopfoperation unterziehen.