Die Dienerinnen vom Heiligen Blut () sind ein römisch-katholischer Frauenorden. Der Orden wurde 2009 in Österreich gegründet und die Schwestern tragen das Ordenskürzel SAS. Derzeitige (Stand 13. Juni 2026) Generaloberin ist Sr. M. Xaveria Zajączkowska SAS.

Geschichte der Geistlichen Familie vom Heiligen Blut

Vorgeschichte Ein Mitglied der Adelsfamilie Savelli war bei der Kreuzigung Jesu dabei und einige Tropfen Blut gelangten auf sein Gewand. Diese Blutreliquie brachte er mit nach Hause. Bis 1708 blieb diese Reliquie in Familienbesitz, bis sie den Kanonikern von der Basilika San Nicola in Carcere in Rom gegeben wurde. Anlässlich des 100-jährigen-Jubiläums gründete der Kanoniker Francesco Albertini am 8. Dezember 1808 die Bruderschaft vom Kostbaren Blut. Er wurde dabei unterstützt von seinem geistlichen Sohn Kaspar del Bufalo. Papst Pius VII. erhob diese Bruderschaft 1814 zur Erzbruderschaft. 1815 ging aus dieser Bruderschaft die Kongregation der Missionare vom Kostbaren Blut hervor.

P. Winfried Wermter trat 1961 in die Kongregation ein. Nach seiner missionarischen Tätigkeit in Österreich und Liechtenstein wurde er zum Vizegeneral seiner Kongregation in Rom. Nach seiner Amtszeit ging er in den 80er Jahren nach Polen für missionarische Tätigkeiten. Mit den Anbeterinnen des Blutes Christi wurde am 21. Oktober 1983 in Tschenstochau das erste Missionshaus „St. Kaspar“ eröffnet. Im Jahr 1987 wurde eine neue Schwesterngemeinschaft gegründet, die Missionarinnen vom Kostbaren Blut.

Heutige Gemeinschaften der Geistlichen Familie vom Heiligen Blut P. Winfried gründete im Jahr 2006 die Gemeinschaft der „Brüder vom Heiligen Blut“, welche durch den Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Müller, kanonisch errichtet wurde. Die "Dienerinnen vom Heiligen Blut" wurden von P. Winfried M. Wermter gegründet und am 26. August 2009 durch den Bischof von Feldkirch, Elmar Fischer, kanonisch errichtet. Sie bildet mit der Bruderschaft vom Heiligen Blut einen Freundeskreis, die Geistliche Familie vom Heiligen Blut.

Charisma und Spiritualität Die Spiritualität des Blutes Christi bedeutet, dass sie das Blut Christi verehren. Besonders bei der marianischen Dimension steht die Nachahmung der Taten Mariens im Bezug auf den Dienst an der Kirche. Dabei weihen sich die Schwestern dem Unbefleckten Herzen Mariens. Unter "Geistlicher Mutterschaft" verstehen sie die Nachfolge von Maria und den ersten Frauen, die dem Evangelium gedient haben. Durch den marianisch-mütterlichen Dienst wollen sie die väterliche Berufung der Priester und der gottgeweihten Brüder ergänzen, für die Bemühung der Ausbreitung des Evangeliums. Die Schwerpunkte des Apostolates sind die Verbreitung der Spiritualität des Blutes Christi, marianisch-mütterliche Präsenz, der Dienst in den pastoralen Aufgaben der Gemeinden und die christliche Bildung.

Niederlassungen

In Deutschland

Aufhausen (Mutterhaus) Flensburg Neuzelle, sie unterstützen die Mönche des Klosters Maria Friedenshort

In Österreich

Hittisau Grub (bei Heiligenkreuz)

In Polen

Częstochowa (Tschenstochau) Kalej k. Częstochowy Legnica Katowice

In Italien

Manoppello

Einzelnachweise

Kategorie:Frauenorden Kategorie:Organisation (Vorarlberg) Kategorie:Aufhausen Kategorie:Gründung einer religiösen Organisation 2009