Johann Samuel Ehrmann (* 14. Mai 1696 in Wiesenbronn; † 10. Mai 1749 in Gundelsheim an der Altmühl) war ein markgräflicher Pfarrer, Kapellmeister und Musikdirektor.

Leben Johann Samuel Ehrmann wurde am 14. Mai 1696 in Wiesenbronn geboren, das damals Teil der Grafschaft Castell war. Über die Jugend und Ausbildung des späteren Musikers ist nichts bekannt. 1717 nahm Ehrmann ein Studium an der Universität Jena auf. Erstmals im Zusammenhang mit seinem Beruf ist er im Jahr 1725 in Ansbach erwähnt.Günther Schmidt: Die Musik am Hofe der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach: vom ausgehenden Mittelalter bis 1806. Bärenreiter, Kassel 1956, S. 76 (). Er war zum „Predigtamts Zugeordneten und hochfürstlich brandenburgisch-onolzbachischen Musikdirektor, Stadt- und Stiftskantor zu Ansbach“ aufgestiegen. Damit hatte er eine wichtige Leitungsposition am Hof des Markgrafen Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach. Er organisierte die musikalische Gestaltung der Gottesdienste in der Gumbertuskirche. Sein Schüler Lorenz Christoph Mizler von Kolof widmete ihm – neben Johann Mattheson, Johann Sebastian Bach und Georg Heinrich Bümler – 1734 seine Dissertation Quod musica ars sit.Christoph Wolff: Zwei Gedenk-Medaillen aus dem Kreis um Johann Sebastian Bach. In: Bach-Jahrbuch. 109, 2023, S. 237–243, hier S. 240 ().Lorenz Christoph Mizler von Kolof: Diss. quod musica ars sit pars eruditionis philosophicae. Leipzig 1734; . Ehrmann heiratete am 8. Februar 1735, zu welchem Anlass ihm von Mizler ein Gedicht verehrt wurde. Ab 1744 stand er als Pfarrer der Gemeinde von Gundelsheim vor. Johann Samuel Ehrmann starb im Jahr 1749 in Gundelsheim an der Altmühl, das im Einflussbereich der Markgrafen lag.Robert Eitner: Ehrmann, Johann Samuel. In: Biographisch-bibliographisches Quellen-Lexikon der Musiker und Musikgelehrten der christlichen Zeitrechnung bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhundert. Bd. 3, Cochet – Flitin. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1903, S. 322; .

Literatur Robert Eitner: Ehrmann, Johann Samuel. In: Biographisch-bibliographisches Quellen-Lexikon der Musiker und Musikgelehrten der christlichen Zeitrechnung bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhundert. Bd. 3, Cochet – Flitin. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1903, S. 322; . Matthias Simon: Ansbachisches Pfarrerbuch: Die evangelisch-lutherische Geistlichkeit des Fürstentums Brandenburg-Ansbach, 1528-1806, Band 1. Verein für Bayerische Kirchengeschichte, 1955, S. 97 ().

Weblinks

Oberdeutsche Personendatenbank: Ehrmann, Johann Samuel

Einzelnachweise

Kategorie:Lutherischer Geistlicher (18. Jahrhundert) Kategorie:Hofkapellmeister Kategorie:Musikdirektor Kategorie:Christlicher Kantor Kategorie:Person (Ansbach) Kategorie:Geboren 1696 Kategorie:Gestorben 1749 Kategorie:Mann