Als Verlängerung wird eine der Vorgehensweisen zur Ermittlung eines Siegers beim Hallenhandball bezeichnet, die bei einem Unentschieden am Ende eines Spiels, in der zwingend ein Sieger ermittelt werden muss, zur Anwendung kommt, beispielsweise bei Turnieren im K.-o.-System. Ist nach Ablauf der regulären Spielzeit keine Entscheidung gefallen, kann das Spiel in die Verlängerung gehen.

In Ergebnisdarstellungen wird „nach Verlängerung“ häufig mit „n. V.“ oder „n.V.“ abgekürzt, beispielsweise „32:31 n. V.“.

Regeln Die Internationale Handballföderation (IHF) schreibt in ihren verbindlichen Spielregeln für den Hallenhandball in Punkt 2.2 folgendes vor:

Den Anwurf hat bei Beginn der Verlängerung die Mannschaft, die beim Losen gewonnen und den Ballbesitz gewählt hat; hat sie stattdessen die Seite gewählt, hat die andere Mannschaft Anwurf. Vor jeder Verlängerung wird neu gelost.

Während der Verlängerung gibt es kein Team-Time-out.

Sieger des gesamten Spiels ist diejenige Mannschaft, die in der Verlängerung mehr Tore erzielt hat.

Sofern auch nach dieser Verlängerung keine Entscheidung gefallen ist, so die IHF, „der Gewinner im Einklang mit den Bestimmungen des betreffenden Wettbewerbs zu ermitteln“. Bei internationalen Wettkämpfen ist dies zumeist ein Siebenmeterwerfen.

Ausnahmen bei der Anwendung Im Schweizer Handball wird in den Cupfinals der Männer und der Frauen keine zweite Verlängerung gespielt.www.handball.ch, „Entscheidung bei Unentschieden in Playoff-, Playout- und Cupspielen“, abgerufen am 17. Juli 2024 (PDF)

Für die Platzierungsspiele im President’s Cup bei der Weltmeisterschaft der Männer 2025 war statt einer Verlängerung direkt das Siebenmeterwerfen vorgesehen.

Einzelnachweise www.ihf.info, International Handball Federation, Spielregeln Hallenhandball (PDF)

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