Die Bahnstrecke Firminy–Saint-Rambert-d’Albon ist eine eingleisige Eisenbahnstrecke in Frankreich, deren östlicher Teil inzwischen größtenteils stillgelegt ist. Sie verband das Industriegebiet bei Saint-Étienne, wo sie von der Bahnstrecke Saint-Georges-d’Aurac–Saint-Étienne-Châteaucreux abzweigte und unter Umgehung des Eisenbahnknotens Givors-Canal mit der Bahnstrecke Paris–Marseille.
Geschichte Interesse an dieser Verbindung zeigte die Compagnie des chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée (PLM), die 1863 eine Konzession für den Bau und Betrieb erhielt. Schon zwei Jahre zuvor war sie als utilité publique, also von öffentlichem Interesse erklärt worden. Die Strecke sollte zum Abtransport der Kohle dienen, die in den Bergwerken von Saint-Étienne gefördert wurde. Insbesondere in Annonay, wo Papierindustrien und Gerbereien ansässig waren, wurde viel Kohle verbraucht. Die direkte Verbindung sollte nahezu ein Drittel der Transportkosten sparen.Ligne Firminy - Saint-Rambert-d'Albon auf Infrastructure ferroviaire française, 3. März 2020.
Zunächst nur im östlichen Abschnitt ab BK 64,9, 1875 dann für den übrigen Streckenteil. Geplant und gebaut wurde von der Bestandsstrecke in nordwestliche Richtung, die Kilometrierung erfolgte jedoch von West nach Ost. Nachfolgend die Tabelle mit den Betriebsphasen:
Datum StreckenabschnittZweck Firminy Dunières Riotord Bourg-Argental Annonay Peyraud St-Rambert-d’Albon 797 306Abzw. Nord 797 311Anschl. Süd Gemeinnützigkeit x x x Konventionsgesuch x x x Eröffnung x x x x Gemeinnützigkeit x x x x x Schließung alte Trasse x Eröffnung neue Trasse x Konventionsgesuch x x x x x Eröffnung x x x x x Eröffnung x Schließung PV x x x x Schließung GV x x Entwidmung x x Schließung PV x x Schließung GV x x Entwidmung x x Schließung PV x x Elektrifikation x x Schließung GV x x x Entwidmung x x x Schließung PV x x Schließung GV x x
Der erste Streckenabschnitt wurde im Herbst 1869 eröffnet. Nach erstaunlich kurzer Bauzeit konnte 1875 auch dieser Streckenabschnitt eröffnet werden.Ligne de Firminy à Saint-Rambert-d’Albon. Histoire de lignes oubliées, 30. Juni 2011.
Nachdem fast die gesamte Strecke 1973 geschlossen worden war, begann man im Zuge der Elektrifizierung der beiden Strecken Givors-Canal–Grezan und Paris–Marseille auch diese Verbindungsstrecke mit Strom auszustatten.
Sekundärbahn 1902 fand in Dunières die Verknüpfung mit dem 200-km-langen Meterspur-Bahnnetz der départementalen Vivarais-Eisenbahngesellschaft statt. Bis 1968 wurde von der Chemin de fer du Vivarais der Betrieb aufrechterhalten.Compagnie des chemins de fer départementaux (CFD). FACS Patrimoine Ferroviaire.
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Einzelnachweise
Kategorie:Bahnstrecke in Auvergne-Rhône-Alpes