Das Landgericht Holzminden war ein braunschweigisches Landgericht mit Sitz in Holzminden.
Geschichte In Holzminden bestand bis 1879 das Kreisgericht Holzminden, welches für den Kreis Holzminden zuständig war. Im Rahmen der Reichsjustizgesetze wurden reichsweit einheitlich Oberlandes-, Land- und Amtsgerichte gebildet. Im Herzogtum Braunschweig entstand so das Oberlandesgericht Braunschweig und die Landgerichte Braunschweig und Holzminden. Das Landgericht Holzminden war für die Kreise Holzminden und Gandersheim zuständig. Dem Landgericht Holzminden waren acht Amtsgerichte zugeordnet. Dies war die Amtsgerichte Eschershausen, Gandersheim, Greene, Holzminden, Lutter, Ottenstein, Seesen und Stadtoldendorf.Ausführungsgesetz zum deutschen Gerichtsverfassungsgesetz vom 1. April 1879; in: Gesetz- und Verordnungssammlung für die Herzoglich-Braunschweigischen Lande, S. 131 f., Digitalisat Das Landgericht war für 86.022 Gerichtseingesessene zuständig. Am Gericht war ein Präsident, ein Direktor und vier Landrichter beschäftigt.Carl Pfafferoth: Jahrbuch der deutschen Gerichtsverfassung. 1880, S. 399 online mini|Siegelmarke der Staatsanwaltschaft am Landgericht Holzminden Bereits 1890 wurde das Landgericht Holzminden aufgehoben und sein Sprengel dem Landgericht Braunschweig überwiesen, welches damit das einzige Landgericht im Herzogtum war.Gesetz, die Vereinigung des Landgerichts Holzminden mit dem Landgerichte Braunschweig betreffend vom 15. Juni 1890; in: Gesetz- und Verordnungssammlung für die Herzoglich-Braunschweigischen Lande, S. 103 f., Digitalisat
Richter Friedrich Theodor Wolff (Präsident von 1879 bis 1888)
Einzelnachweise
Holzminden Holzminden Kategorie:Organisation (Holzminden) Kategorie:Gerichtsgründung 1879 Kategorie:Aufgelöst 1990