mini|Aarbergergasse 42 in Bern Die Firma Buchdruckerei und Verlag W. Friedli war eine Schweizer Buchdruckerei und ein Verlag mit Sitz in Bern. Sie druckte und verlegte Dissertationen, Sachbücher und Zeitschriften.
Geschichte Die Firma trug den Namen von Walter Friedli. Friedli stammte aus Landiswil. Sein Vater Karl Friedli besass eine Metzgerei in Biglen. Nach dessen Tod 1933 übernahm Walter Friedli die Metzgerei.Staatssekretariat für Wirtschaft (Hrsg.): Schweizerisches Handelsamtsblatt, 51. Jahrgang, Nr. 76, 31. März 1933, Seite 778. Digitalisat 1934 gründete Walter Friedli eine Buchdruckerei in Bern.https://www.hansendruck.ch/home.html#nav-about
Die Buchdruckerei W. Friedli & Cie. wurde am 1. Oktober 1939 in Bern als Kollektivgesellschaft von Walter und Margrit Friedli-Küng sowie Marie Laengle gegründet. Der Firmensitz befand sich in der Aarbergergasse 42 in Bern, und die Gesellschaft wurde ausschliesslich von Walter Friedli-Küng mit Einzelunterschrift vertreten.Staatssekretariat für Wirtschaft (Hrsg.): Schweizerisches Handelsamtsblatt, 57. Jahrgang, Heft 285, 2. Dezember 1939, S. 2412. Digitalisat
Hans Martin Sutermeister liess 1942 die Schriften Nomen atque omen, Alte und neue Logik, Verstehende oder erklärende Psychologie? und 1943 Neue Gesichtspunkte in der Psychologie in gemeinverständlicher Darstellung bei W. Friedli drucken.
Am 11. November 1943 fusionierte die Buchdruckerei W. Friedli mit der (ebenfalls in Bern ansässigen) Firma Jules Werder A.G. Die Jules Werder A.G. war eine Aktiengesellschaft, die von Jules Werder (Gründer der Berner Woche) gegründet wurde und eine Buchdruckerei sowie einen Verlag betrieb. In einer ausserordentlichen Generalversammlung am 6. November 1943 wurden die Statuten der Gesellschaft revidiert, und die Firma erhielt den neuen Namen Jules Werder & Friedli A.G. Der Zweck der Gesellschaft war der Betrieb der bestehenden Buchdruckerei und des Verlags. Walter Friedli wurde in den Verwaltungsrat gewählt und zeichnete fortan neben dem Präsidenten Jules Werder mit Einzelunterschrift.Staatssekretariat für Wirtschaft (Hrsg.): Schweizerisches Handelsamtsblatt, 61. Jahrgang, Heft 267, 15. November 1943, S. 2549. Digitalisat
Am 23. Juli 1945 beschloss die Generalversammlung die Auflösung der Jules Werder & Friedli A.G., und die Firma wurde nach abgeschlossener Liquidation am 27. September 1945 gelöscht. Die Aktiven und Passiven der Gesellschaft wurden von der neu gegründeten Einzelfirma Buchdruckerei und Verlag W. Friedli in Bern übernommen. Inhaber dieser Firma war Walter Friedli, der die Geschäfte weiterführte und seiner Ehefrau Margrit Friedli-Küng Einzelprokura erteilte. Der Firmensitz befand sich in der Neuengasse 9 in Bern, und der Betrieb umfasste eine Buchdruckerei sowie einen Zeitschriftenverlag.Staatssekretariat für Wirtschaft (Hrsg.): Schweizerisches Handelsamtsblatt, 63. Jahrgang, Heft 229, 1. Oktober 1945, Seite 2373. Digitalisat
Am 14. April 1978 erfolgte eine erneute Änderung, als die Firma Buchdruckerei und Verlag W. Friedli in Buch- und Offsetdruck Friedli umbenannt wurde. Aufgrund eines Geschäftsübergangs wurde die Firma an Peter Hansen übertragen, der die neue Einzelfirma unter dem Namen Buch- und Offsetdruck Friedli, Nachfolger Peter Hansen, weiterführte. Der Betrieb umfasste eine Buch- und Offsetdruckerei mit Verlag und befand sich nun im Ryffligässchen 5a in Bern. Peter Hansen führte die Geschäfte mit Einzelunterschrift, während Erika Hansen Einzelprokura erteilt wurde.Staatssekretariat für Wirtschaft (Hrsg.): Schweizerisches Handelsamtsblatt, 96. Jahrgang, Nr. 97, 27. April 1978, Seite 1314. Digitalisat
Die Nachfolgefirma Hansen Druck und OFKO AG hat ihren Sitz an der Maulbeerstrasse 10 in 3011 Bern (Stand 2024).
Erzeugnisse
Dissertationen (Auswahl) Max Gerchik: Medizinische Erfahrungen der Amerikaner mit chemischen Kampfstoffen im Weltkrieg. 1939. Juliusz Kühl: Die Polnisch-Schweizerischen Handelsbeziehungen im Rahmen der gesamten Handelspolitik Polens. 1940. Arnost Zvi Ehrman: Ueber das Wesen und die Wirkungen der Zollunion, insbesondere über die Frage, inwieweit die Staatssouveränität durch die Zollunion beeinträchtigt wird. 1942. Hugo Allemann: Die konjunkturtheoretische Bedeutung des Akzelerationsprinzips: eine kritische Würdigung. Dissertation. 1949.
Anderes (Auswahl) Ludwig Fliegel: Medizinischer Aberglaube: fort mit dem Impfzwang! Pamphlet, 1945. Rudolf Balsiger: Goeie-môre, Mit Reck und Barren durch Südafrika. Reisebericht, 1948. (Rezension) Walter Morgenthaler: Psychische Hygiene der Säuglingsschwester: Vortrag. Separatdruck, 1954. Schwesternblatt. Zeitschrift. (Kurzbeschreibung in: Schweizerische Blätter für Krankenpflege, Band 43 (1950), Heft 8.) Hans Martin Sutermeister: Nomen atque omen. 1942.
Einzelnachweise
Friedli Friedli Friedli Kategorie:Verlag (Bern) Kategorie:Unternehmensgründung 1934 Kategorie:Aufgelöst im 20. Jahrhundert