Ludwig Daniel Büttner (* 31. Oktober 1712 in Sugenheim; † 23. September 1786 in Weimar) war ein sachsen-weimarischer Jurist und Kammerherr in Weimar. Er war Kammercommisarius (Geheimer Kammerrat).Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte (Hrsg.): Thüringer Pfarrerbuch. Band 7: Herzogtum Sachsen-Meiningen. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2017, S. 307 (books.google.de).Marina Moritz (Hrsg.): Goethe trifft den gemeinen Mann: Alltagswahrnehmungen eines Genies. Böhlau, Köln/Wien/Weimar 1999, S. 179 (books.google.de).

Leben Büttner wurde von den Freiherren von Seckendorff von Sugenheim zunächst nach Hellingen in Thüringen geschickt und war dort Seckendorfischer Gerichtsverwalter.Peter Berglar (Hrsg.): Staat und Gesellschaft im Zeitalter Goethes: Festschrift für Hans Tümmler zu seinem 70. Geburtstag. Böhlau, Weimar 1977, S. 80 f. (books.google.de). Er war Taufpate von Ludwig Daniel Heyd (1743–1801), einem späteren Kasseler Hofbildhauer. Ab 1748 war er an der herzoglichen Kammer in Weimar beschäftigt und somit zumindest 1786 der dienstälteste Beamte, zum Zeitpunkt seines Dispenses mit Besoldung.Volker Giel (Hrsg.): Johann Wolfgang von Goethe: Briefe: Kritische Gesamtausgabe. Band 6.1. Anfang 1785 – 3. September 1786. Walter De Gruyter, Berlin 2010, S. 393 (books.google.de). In Weimar fungierte Büttner unter Goethe de facto als Kammerpräsident. Büttner lieferte an das Geheime Consilium einen Bericht über die bedrohliche Lage über die Finanzen der Kammer und über die Ursache deren Zustandekommens, die Fehlentwicklungen der vorangegangenen Jahre.Marcus Ventzke: Das Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach 1775-1783. Ein Modellfall aufgeklärter Herrschaft? (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen. Kleine Reihe, Band 10). Köln/Weimar/Wien 2004, S. 110 (books.google.de). Schon 1780 merkte Büttner an, dass Anton Georg HauptmannVolker Wahl: Der „Entrepreneur“ von Weimar. Zur Biographie des Hofjägers Anton Georg Hauptmann (1735‒1803). In: Weimar-Jena: Die große Stadt. Das kulturhistorische Archiv. Jg. 8, 2015, S. 391‒417. beim Bau des RedoutenhausesJürgen Beyer: Die Veranstaltungsorte der Redouten in Weimar von 1770 bis 1835. In: Weimar-Jena: Die große Stadt. Das kulturhistorische Archiv. Jg. 8, Heft 4, 2015, S. 352–390. zu keiner Zeit die Kosten richtig kontrollieren konnte und gezwungen war den Bau zu verkaufen. Der Bau wurde deutlich teurer als veranschlagt.Marcus Ventzke: Das Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach 1775-1783. Ein Modellfall aufgeklärter Herrschaft? (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen. Kleine Reihe, Band 10). Köln/Weimar/Wien 2004, S. 97 (books.google.de).

Er war Vater von Friedrich Carl Büttner. Karl August Büttner wiederum war sein Enkel.

Einzelnachweise

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