Die Krur war ein Fließgewässer, das von Holzbüttgen nach Neuss floss.
Die Krur entsprang mehreren kleinen Quellen und dem Grundwasser der Neusser Mitteltrasse.Ute Böhm: Detektivische Suche nach verlorenem Fluss. rp-online.de, 2. Mai 2016. Die Krur durchfloss den Neusser Bruch, der 1346 erstmals als Gemeindeländerei für die Viehhaltung erwähnt wurde.Rheinischer Städteatlas Neuss. Teil 5: Wirtschafts- und Sozialstruktur, Statistik. Die Krur wurde zum Bewässerung der Neusser Stadtbefestigung genutzt. Nach Karl Remmen muss die Krur zu diesem Zweck im Bereich von Mitte der Jahnstraße und der heutigen Turnhalle Schorlemerstraße der TG Neuss umgelenkt worden sein.Graef: Der Fluss, der aus Neuss verschwand: Die Krur. Im Jahre 1465 folgte der Abzweig der Erft.Napoleonisches Epanchoir des Nordkanals in Neuss. Bei der Belagerung von Neuss 1474/75 ließ Karl der Kühne das Wasser aus Krur und Erft umleiten, um den äußeren Wassergraben trocken zu legen.Carl Pause: Von der Zufälligkeit der archäologischen Überlieferung. Die Belagerungen von Neuss 1474/75 und 1586.
Die Krur verlandete mit dem Bau des Nordkanals 1809 bis 1811. Auf einer Karte von 1811 ist sie noch eingezeichnet, etwa am Quaxhof mit dem dazugehörigen Rest einer Motte. Die Mündung der Krur in den Stadtgraben im Rosengarten ist heute noch erhalten.Reinholf Mohr: Auf den Spuren der verschwundenen Krur. Eine Nachsuche auf Karten und vor Ort.
Literatur Karl Remmen: Die Krur – ein vergessenes Flüsschen im Westen von Neuss. In: Novaesium. Neusser Jahrbuch für Kunst, Kultur und Geschichte, 2004, S. 147–150 Karl Remmen: Die Krur – Eine Betrachtung über den Ursprung und die „Geschichte des alten Neußer Flüßchens.“ Hüsch & Hüsch, Neuss, 2012, ISBN 978-3-934794-19-1.
Einzelnachweise
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