Die Folketingswahl 1966 am 22. November war die 51. Wahl zum dänischen Parlament, dem Folketing. Ausgeschrieben wurde die Wahl am 2. November desselben Jahres. Insgesamt wurden die kleineren Parteien gestärkt: die Socialistisk Folkeparti konnte ihre Mandatsstärke verdoppeln, das Liberalt Centrum zog neu ins Parlament ein, während die drei großen Parteien allesamt an Stimmenanteilen verloren. Die Sozialdemokraten führten die Regierung Krag II mit einigen Kabinettsumbildungen fort. De Uafhængige schied nach sechs Jahren wieder aus dem Folketing aus.
Wahlmodus Wahlberechtigt zur Folketingswahl waren alle dänischen Staatsbürger, die das 21. Lebensjahr vollendet hatten und einen Wohnsitz in Dänemark besaßen. Jeweils zwei Mandate wurden auf den Färöern und auf Grönland vergeben, 175 Mandate wurden im übrigen Dänemark in einer Verhältniswahl vergeben. Dabei wurden zunächst 135 so genannte Wahlkreismandate (kredsmandater) auf die 23 Groß- und Amtskreise (stor- og amtskredse) aufgetrennt und dort nach dem regionalen Stimmverhältnis verteilt. Anschließend wurden landesweit nochmals weitere 40 Ausgleichsmandate (tillægsmandater) ausgegeben, um den Stimmverhältnissen möglichst nahe zu kommen. Für diese Mandatsverteilung galt eine Zwei-Prozent-Hürde, die allerdings mit einem Wahlkreismandat umgangen werden konnte.
Ergebnisse Dänemark + Amtliches Endergebnis Partei Liste Stimmen Prozent ± % Sitze ± Sitze SocialdemokratietSozialdemokraten A 1.068.911 38,3 % −3,6 69 7 VenstreLiberale Partei D 539.027 19,3 % −1,5 35 3 Det Konservative FolkepartiKonservative C 522.028 18,7 % −1,4 34 2 Socialistisk FolkepartiSozialistische Volkspartei F 304.437 10,9 % +5,1 20 10 Det Radikale VenstreSozialliberale B 203.858 7,3 % +2,0 13 3 Liberalt CentrumLiberales Zentrum L 69.180 2,5 % neu 4 4 De UafhængigeDie Unabhängigen U 44.994 1,6 % −0,9 0 5 Danmarks Kommunistiske PartiKommunistische Partei K 21.553 0,7 % −0,5 0 – Danmarks RetsforbundGerechtigkeitsbund E 19.905 0,7 % −0,6 0 – Parteilose 114 0,0 % −0,0 0 – Wahlberechtigte 3.162.352 Abgegebene Stimmen 2.802.304 Gültige Stimmen 2.794.007 Wahlbeteiligung 88,6 %
Färöer Auf den Färöern wurde die Wahl abweichend am 13. Dezember abgehalten. + Amtliches Endergebnis Partei Stimmen Prozent ± % Sitze ± Sitze JavnaðarflokkurinSozialdemokraten 3.864 36,6 % −2,7 1 0 FólkaflokkurinVolkspartei 3.549 33,6 % +8,6 1 1 SambandsflokkurinUnionisten 3.156 29,9 % +0,2 0 1 Wahlberechtigte 21.754 Abgegebene Stimmen 10.621 Gültige Stimmen 10.569 Wahlbeteiligung 48,8 %
Grönland Im 1. Aufstellungskreis wurde Knud Hertling mangels Gegenkandidaten ohne Abstimmung zum Abgeordneten ernannt. Im 2. Aufstellungkreis fand die Wahl abweichend am 6. Dezember statt. + Amtliches Endergebnis Kandidat Stimmen Prozent Sitze ± Sitze 1. Aufstellungskreis Knud Hertling ohne Wahl 0 2. Aufstellungskreis Nikolaj Rosing 3.669 56,3 % 1 0 Ulrik Rosing 1.364 20,9 % 0 – Erling Høegh 1.289 19,8 % 0 – Jørgen C. F. Olsen 200 3,1 % 0 – alle nachfolgenden Werte beziehen sich ausschließlich auf den 2. Aufstellungkreis Wahlberechtigte 11.289 Abgegebene Stimmen 6.660 Gültige Stimmen 6.522 Wahlbeteiligung 59,0 %
Einzelnachweise
#1966 Danemark Kategorie:Dänische Geschichte (20. Jahrhundert)