Die ICC Champions Trophy 2025 (; ) wurde vom 19. Februar bis zum 9. März 2025 in Pakistan und, aufgrund Indiens Boykott Pakistans, den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgetragen. Es war die neunte Champions Trophy im ODI-Cricket, die vom Weltverband International Cricket Council (ICC) organisiert wurde und die erste für beide Gastgeber. Der Mitgastgeber Pakistan war auch Titelverteidiger, nachdem es die vorhergehende Champions Trophy 2017 gewinnen konnte. Das Turnier wurde acht Jahre nach dem vorhergehenden ausgetragen, die längste Pause zwischen zwei Cricketturnieren überhaupt. Die ursprünglich geplante Champions Trophy 2021 wurde durch den T20 World Cup 2021 ersetzt. Nach dem Men’s T20 World Cup 2021, das zusammen mit Oman ausgetragen wurde, und dem Women’s T20 World Cup 2024 war es das dritte internationale Cricketturnier in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Das Turnierformat der Ausgaben 2009, 2013 und 2017 blieb unverändert und die acht besten Cricket-Nationalmannschaften des Cricket World Cup 2023 qualifizierten sich für das Turnier: Afghanistan, Australien, Bangladesch, England, Indien, Neuseeland, Pakistan und Südafrika. Während der ICC Champions Trophy 2025 wurden 15 Spiele absolviert, darunter zwölf in der Vorrunde und drei in der Finalrunde, einschließlich des Finales. Die Mannschaften wurden in zwei Gruppen zu je vier Teams eingeteilt, wobei jedes einmal gegen die anderen der Gruppe antrat. Die zwei besten Mannschaften jeder Gruppe qualifizierten sich für das Halbfinale, dessen Gewinner im Finale aufeinandertreffen. An allen Spielen an den Indien beteiligt ist, werden die Begegnungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgetragen, andernfalls in Pakistan. Die ICC Champions Trophy 2025 wurde im One-Day International-Format ausgetragen, wobei jedes Team jeweils ein Innings über maximal 50 Over bestritten hat.

Australien, Indien, Neuseeland und Südafrika erreichten das Halbfinale. Indien besiegte Australien und Neuseeland Südafrika, wonach Indien Neuseeland im Finale im Dubai International Cricket Stadium, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, mit vier Wickets besiegte und so seine dritte Champions Trophy gewann. Zusammen mit den Siegen bei den Cricket World Cups der Jahre 1983 und 2011, der T20 World Cups 2007 und 2024 sowie der Champions Trophies 2002 (geteilt mit Sri Lanka) und 2013 war dies Indiens siebenter internationaler Crickettitel. Der Mitgastgeber und Titelverteidiger Pakistan schied bereits in der Vorrunde aus. Dubai trug zum dritten Mal nach dem Men’s T20 World Cup 2021 und dem Women’s T20 World Cup 2024 ein Finale aus, womit es die erste Stadt in einem Associate Member wurde, die drei wichtige internationale Finals austrug.

Die ICC Champions Trophy 2025 war die meistgesehene Champions Trophy bisher und übertraf den Rekord des vorhergehenden Turnieres 2017 um 19 %. Sie übertraf auch die Anzahl Fernsehzuschauer des Cricket World Cup 2023 um 23 %.

Vorgeschichte Die Champions Trophy sollte nach der Ausgabe 2013 eigentlich beendet und durch die ICC World Test Championship ersetzt werden. Der ICC plante, für jedes der drei Cricketformate je ein Turnier zu haben. Da diese zunächst nicht zustande kam, wurde noch eine weitere Ausgabe 2017 ausgetragen. Nach den Vierjahreszyklus ab 2009 sollte die Champions Trophy 2021 in Indien ausgetragen werden, das Turnier wurde aus organisatorischen Gründen jedoch durch den T20 World Cup 2020 ersetzt, der aufgrund der weltweiten COVID-19-Pandemie ein Jahr später ausgetragen und an Oman und die Vereinigten Arabischen Emiraten vergeben wurde. Im Rahmen des neuen Rechtezyklus wurde dann die Champions Trophy wieder eingeführt.

Vergabe Der International Cricket Council vergab die ICC Champions Trophy 2025 an Pakistan, als es die internationalen Turniere für die Jahre 2024 bis 2031 im Jahr 2021 vergab. Pakistan trug da letzte Mal als Mitgastgeber für den Cricket World Cup 1996 ein internationales Turnier aus. Es war vorgesehen, dass es die Champions Trophy 2008 austragen sollte, was jedoch aus Sicherheitsgründen verschoben wurde. Nach dem Angriff auf das Cricketteam Sri Lankas in Lahore im Jahr darauf fand in Pakistan über viele Jahre gar kein internationales Cricket statt, womit es von der Co-Gastgeberrolle des Cricket World Cup 2011 entbunden wurde. Erst allmählich waren in den Jahren vor dem Turnier wieder Nationalmannschaften nach Pakistan gereist.

Über die exakten Modalitäten des Turniers gab es auf Grund der Rivalität zwischen Indien und Pakistan lange Unklarheiten. Pakistan sagte zunächst zu, dass Indien seine Partien ausschließlich in Lahore austragen solle, um Sicherheits- und Logistikaufwand zu minimieren. Jedoch hatte Indien sich geweigert beim Asia Cup 2023 nach Pakistan zu reisen, woraufhin das Turnier in einem Hybrid-Modell ausgetragen wurde, wobei Indien seine Spiele in Sri Lanka austrug. Die endgültige Entscheidung über die Teilnahme Indiens lag bei der indischen Regierung. Am 9. November 2024 wurde bekannt, dass diese die Teilnahme Indiens an dem Turnier in Pakistan verweigerte. Daraufhin kam es zu langen Verhandlungen, in denen sich Pakistan und Indien mit sehr entgegensätzlichen Positionen gegenüberstanden. Am 19. Dezember wurde eine Einigung bekannt gegeben in der bei allen ICC Turnieren zwischen 2024 und 2027 in Indien und Pakistan jeweils ein hybrides Format gewählt würde. Für die Champions Trophy wählte Pakistan dann die Vereinigten Arabischen Emirate als Austragungsort aller Spiele, an denen Indien beteiligt war. Zusammen mit dem Men’s T20 World Cup 2024 war es eines von zwei wichtigen internationalen Cricketturnieren innerhalb eines halben Jahres, das in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgetragen wurde. Vier Jahre zuvor waren die Vereinigten Arabischen Emirate zusammen mit Oman Gastgeber des Men’s T20 World Cup 2021, das aufgrund der COVID-19-Pandemiesituation in Indien verlegt worden war. Damit wurde es das erste Associate Member, das Gastgeber von drei internationalen Cricketturnieren war.

Teilnehmer Die besten acht Mannschaften beim Cricket World Cup 2023 qualifizierten sich für die ICC Champions Trophy 2025: Afghanistan, Australien, Bangladesch, England, Indien, Neuseeland, Pakistan und Südafrika. Afghanistan qualifizierte sich dabei erstmals für das Turnier, während Sri Lanka dieses erstmals verpasste. Der Turnierplan und die Vorrundengruppen wurden am 24. Dezember 2024 veröffentlicht. Afghanistan, das sich anstelle Sri Lankas qualifizierte, war die einzige Veränderung in der Teilnehmerliste gegenüber dem Turnier 2017. Da sich die West Indies nicht für den Cricket World Cup 2023 qualifizieren konnten, versäumten sie auch dieses Turnier. Damit war dies die erste ICC Champions Trophy, die zwei frühere Gewinner verpassten und die zweite ohne Mannschaft aus Amerika. Außerdem nahm kein assoziiertes Mitglied an dem Turnier teil.

mini|400px|Teilnehmende Länder der ICC Champions Trophy 2025; insgesamt zehn Teams nahmen teil. LandQualifikationsgrundlageTurnierteilnahmeLetztmalige TeilnahmeBestes ErgebnisGastgeberNeunte2017Sieger (2017)AutomatischErste – –Neunte2017Sieger (2006, 2009)Sechste2017Halbfinale (2017)Neunte2017Finalist (2004, 2013)Neunte2017Sieger (2002, 2013)Neunte2017Sieger (2000)Neunte2017Sieger (1998)

Austragungsorte Das Turnier wurde in den folgenden Stadien ausgetragen. Dabei wurde Dubai als Ausweichstadion für die indische Mannschaft am 24. Dezember 2024 bekanntgegeben.

Karachi Lahore Rawalpindi Dubai National Stadium Gaddafi Stadium Rawalpindi Cricket Stadium Dubai International Cricket Stadium Kapazität: 34.228 Kapazität: 60.000 Kapazität: 25.000 Kapazität: 25.000 150px 150px 150px 150px

Format Die ICC Champions Trophy 2025 wurde über 18 Tage zwischen acht verschiedenen Mannschaften über 15 Spiele ausgetragen. Sie begann am 19. Februar 2025 im National Stadium in Karachi, Pakistan, mit dem Eröffnungsspiel zwischen dem Mitgastgeber Pakistan und Neuseeland. Das Turnier endete am 9. März im Dubai International Cricket Stadium in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, mit dem Finale zwischen Indien und Neuseeland, wobei Indien die ICC Champions Trophy gewann. Dasselbe Turnierformat kam bei den Champions Trophies 2009, 2013 und 2017 zur Anwendung.

Spielplan Die nachfolgende Tabelle zeigt das tägliche Programm der ICC Champions Trophy 2025. Dabei steht ein zyanblaues Kästchen für die Vorrunde, ein grünes Kästchen für Finalrundenspiele und ein gelbes Kästchen für das Finale.

+ Anzahl täglicher Spiele während des TurnieresVorrundeFebruar/MärzMi.19.Do.20.Fr.21.Sa.22.So.23.Mo.24.Di.25.Mi.26.Do.27.Fr.28.Sa.1.So.2.Gruppe A | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1

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| bgcolor=#7DF9FF| 1Gruppe B

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| bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 |FinalrundeMärzMo.3.Di.4.Mi.5.Do.6.Fr.7.Sa.8.So.9.Finalrunde | | bgcolor=#00cc33| 1 | bgcolor=#00cc33| 1

| bgcolor=#ffcc00| 1Farblegende

Gruppen Gruppe AGruppe B

Vorrunde Die Champions Trophy 2025 wurde zwischen acht Nationalmannschaften ausgespielt. Für die Vorrunde wurden die Mannschaften in zwei Gruppen zu je vier Mannschaften eingeteilt mit demselben Turnierformat wie 2009, 2013 und 2017. In welche Gruppe jede Mannschaft eingeteilt wurde, wurde in der Auslosung festgelegt. Jede Mannschaft bestritt ein Spiel gegen jede andere seiner Gruppe. Für einen Sieg gab es zwei Tabellenpunkte, für No Result einen Punkt, für eine Niederlage keinen Punkt. Im Falle eines Unentschiedens (d. h. wenn beide Mannschaften dieselben Anzahl Runs am Ende ihrer jeweiligen Innings erzielt hatten), wurde das Spiel durch ein Super Over entschieden. Dies galt für alle Phasen des Turniers. Hatten zwei Mannschaften dieselbe Anzahl an Tabellenpunkten, wurde der Tabellenrang anhand der Net Run Rate, gefolgt von der Net Bowl Rate und dem direkten Vergleich ermittelt. Am Ende der Vorrunde qualifizierten sich die jeweils beiden besten einer Gruppe für die Finalrunde.

Finalrunde Ab dieser Phase nahm das Turnier ein K.-o.-System an. Jedes Spiel musste zwingend mit einem Sieg enden. Gab es nach beiden Innings keinen Sieger, wurde das Spiel durch ein Super Over entschieden.

Umpires und Match referees Während des Turnieres wurden zwölf Umpires und drei Match Referees eingesetzt.

Umpires

Match referees

Kaderlisten England benannte seinen Kader am 22. Dezember 2024. Daraufhin folgten Neuseeland, Bangladesch, Afghanistan und Australien am 12. Januar und Südafrika am 13. Januar. Indien benannte seinen Kader am 18. Januar. Pakistan benannte seinen Kader am 31. Januar. ODI Hashmatullah Shahidi (K) Fareed Ahmad Noor Ahmad Ikram Alikhil (wk) Sediqullah Atal Fazalhaq Farooqi Allah Mohammad GhazanfarAm 12. Februar 2025 wurde Allah Mohammad Ghazanfar nach einer Rückenverletzung durch Nangyal Kharoti ersetzt. Rahmanullah Gurbaz (wk) Rashid Khan Nangyal Kharoti Mohammad Nabi Gulbadin Naib Azmatullah Omarzai Rahmat Shah Ibrahim Zadran Naveed Zadran Steve Smith (K) Sean AbbottAm 31. Januar 2025 wurde Mitchell Marsh nach einer Rückenverletzung aus dem Kader zurückgezogen. Am 6. Februar 2025 verkündete Mark Stoinis seinen Rücktritt vom ODI-Cricket. Ebenfalls am 6. Februar erklärten Pat Cummins und Josh Hazlewood nach Verletzungen ihren Rückzug. Mitchell Starc zog sich aus persönlichen Gründen am 12. Februar aus dem Kader zurück. Ersetzt wurden diese durch Sean Abbott, Ben Dawrshuis, Jake Fraser-McGurk, Spencer Johnson und Tanveer Sangha. Alex Carey (wk) Cooper ConnollyAm 2. März 2025 wurde Matthew Short nach einer Verletzung durch Cooper Connolly ersetzt. Pat Cummins Ben Dwarshuis Nathan Ellis Jake Fraser-McGurk Aaron Hardie Josh Hazlewood Travis Head Josh Inglis (wk) Spencer Johnson Marnus Labuschagne Mitchell Marsh Glenn Maxwell Tanveer Sangha Matthew Short Mitchell Starc Marcus Stoinis Adam Zampa Najmul Hossain Shanto (K) Nasum Ahmed Taskin Ahmed