Der Strümpfelbach ist ein Bach im Rems-Murr-Kreis im nördlichen Baden-Württemberg, überwiegend im Gemeindegebiet von Althütte, der nach etwa 6 km langem Lauf ungefähr nach Süden beim Wohnplatz Sauerhöfle der Gemeinde Rudersberg von rechts in die Wieslauf mündet, die dort aus dem steilen Schluchtabschnitt nach ihrer Kehre ausgetreten ist.
Name Der Bach heißt abwärts des Zusammenflusses seiner beiden großen Oberläufe an der L 1022 Schöllhütte–Ebni nach allen amtlichen Karten Strümpfelbach.
Über die Namen dieser beiden Oberläufe herrscht allerdings Uneinigkeit. Auf dem topographischen Layer der amtlichen Gewässerkarte ist der von Nordwesten kommende rechte Oberlauf als Steinbach beschriftet, ebenso auch schon auf dem einschlägigen historischen Messtischblatt. Beide Karten beschriften den aus dem Norden kommenden linken Oberlauf nicht.
Nach den Gewässerlayern der amtlichen Gewässerkarte heißt dagegen der rechte Oberlauf Stümpfelbach (!) und der linke Oberlauf Steinbach.
Angesichts der gewöhnlich größeren onomastischen Unzuverlässigkeit der Gewässerlayer gegenüber dem topographischen, die sich hier auch im eher als Schreibfehler zu wertenden Namenswechsel zwischen dem angeblichen einen Oberlauf Stümpfelbach und dem Unterlauf Strümpfelbach andeutet, ist wohl schlichtweg von einer Verwechslung der Oberläufe auf den Gewässerlayern auszugehen.
Im folgenden Artikel wird deshalb angenommen, dass der Strümpfelbach an der Quelle seines linken und nördlichen Oberlaufs beginnt und der rechte und nordöstliche Oberlauf wird als dessen Zufluss des Namens Steinbach behandelt.
Geographie Verlauf Der Strümpfelbach entsteht in einem größeren Waldgebiet etwa einen Kilometer östlich des Hohenstein-Gipfels im Gewann Ochsenhau und fast einen Kilometer südlich des Weilers Fautspach der Gemeinde Althütte. Die Quelle liegt auf etwa . Der Bach läuft im Wald anfangs südostwärts und dann mehr und mehr südwärts. Er durchfließt nach etwa 300 Metern einen Stauteich mit Mönch und nimmt nach 800 Metern nacheinander seine größeren Waldzuflüsse meist von links auf.
Von dort an fließt er ein bis zu drei Meter breit meist sehr naturnah, teils in kleinen Mäandern, überwiegend auf sandigem bis steinigem Bett, zuweilen auch über Sandsteinbänken, an deren Ende er über kleine Stufen fällt. Zuweilen hat er bis zu vier Meter hohe, mergelige Prallhänge, immer wieder speisen ihn kleine ufernahe Fließ- und Sickerquellen. Zwischen den beiden ersten großen Zuflüssen steht am Ufer der gefasste Gottschicksbrunnen, weiter talab passiert er zwei kleine Tümpel sowie einen aufgelassenen Stubensandsteinbruch am rechten Ufer.
Auf dem letzten Stück im Wald fließt er an einem Wanderparkplatz und danach einer dreieckigen Waldwiese mit Spielplatz vorbei. Dann fließt ihm kurz vor der L 1120 vom Weiler Schöllhütte von Althütte im Westen zum Weiler Ebni von Kaisersbach im Osten der Steinbach zu, der rechte große Oberlauf. Dieser entsteht im selben Waldgebiet auf etwa am Südosthang des Hohensteins und fließt bald südostwärts, erst zwischen dem Waldhang links und einem Wiesenhang rechts, dann in geschlossenem Wald. Da der Strümpfelbach bis zu seinem Zufluss erst einen Weg von 2,1 km zurückgelegt hat, ist der Steinbach mit 2,6 km der längere Oberlauf, doch ist sein 1,7 km² großes Einzugsgebiet kleiner als das des 2,0 km² umfassende des Strümpfelbach-Oberlaufastes.
Der Strümpfelbach unterquert gleich danach die Landesstraße und läuft von nun an in südlicher bis allenfalls südsüdöstlicher Großrichtung weiter, an linksseits Wald und rechtsseits meist Wiesen im Nahbereich von Schöllhütte vorbei. Etwas vor der nicht mehr betriebenen Sägmühle Nonnenmühle beginnt eine beidseitige Lichtung auf dem Talgrund, die sich etwa 200 Meter abwärts des Wohnplatzes an der ebenfalls nicht mehr betriebenen Nonnensägmühle wieder schließt.
mini|Strümpfelbach östlich von Althütte mit alter Trinkwasserpumpstation
Nun läuft der Bach im Naturschutzgebiet Strümpfelbachtal wieder im Wald unter Waldhängen, über dem westlichen stehen nahe die ersten Häuser des Dorfes Althütte, während über dem östlichen Äcker und Wiesen die Hochebene bedecken. Er passiert eine frühere Pumpstation der Wasserversorgung von Althütte, etwas danach mündet aus dem Nordnordosten das 1,8 km lange Voggenbächle, dessen unterer Talgrund ebenfalls im Schutzgebiet liegt.
An dessen Anfang ist der tief in die Hochebene eingekerbte Bach bis zu zwei Meter breit, gegen dessen Ende nach etwa 1,3 Bachkilometern bis zu sechs Meter. Er fließt, meist tief unter seinen Ufern, über teils sandigem, teils aus Sandsteinplatten bestehendem Grund, auf dem oft große Steinblöcke liegen. Die Zuflüsse in diesem Abschnitt sind teils in Felsklingen eingeschnitten. Die Abstürze am Ende der Steinplatten sind gegen Ende des Naturschutzgebietes bis zu vier Meter hoch („Strümpfelbachwasserfälle“).
Nach dem Schutzgebiet weitet sich der bisher recht enge Talgrund etwas und bald endet der geschlossene Wald auf der Talsohle. Der Bach selbst wird aber weiterhin von einem teils recht breiten Auwaldstreifen begleitet, der unter dem nunmehr zur Gemeinde Rudersberg gehörenden Strümpfelhof am rechten offenen Hang kurz aussetzt.
mini|Das Strümpfelbachviadukt der Wieslauftalbahn überquert beim Rudersberger Weiler Steinbach die unterste Talmulde
Dann überspannt den Bach das Strümpfelbachviadukt der Wieslauftalbahn, an dessen linkem Brückenkopf der Rudersberger Weiler Steinbach am Unterhang steht. Der Bach läuft danach bald wieder in seinem Auwaldstreifen noch etwa 300 Meter über den Talgrund des wenig zuvor aus seinem Schluchtabschnitt ausgetretenen Flüsschens und fließt dann beim Rudersberger Sauerhöfle auf etwa von rechts in die mittlere Wieslauf ein.
Der Strümpfelbach mündet nach 5,8 km langem Lauf mit mittlerem Sohlgefälle von etwa 30 ‰ rund 175 Höhenmeter unterhalb seiner Waldquelle südlich von Fautspach.
Einzugsgebiet Das Einzugsgebiet des Strümpfelbachs ist 9,2 km² groß. Es liegt, naturräumlich gesehen, überwiegend im Unterraum Murrhardter Wald der Schwäbisch-Fränkische Waldberge, allein etwa ein Fünftel der Fläche im Südosten mit den Randhöhen linksseits des Voggenbächles und des folgenden Strümpfelbach-Unterlaufs sowie der Mündungsbereich rechnet zum Unterraum Vorderer Welzheimer Wald des Nachbar-Naturraums Schurwald und Welzheimer Wald. Der höchste Punkt liegt auf über ganz im Norden auf der flachen Kuppe des mit höchsten Bergs Hohenstein des Murrhardter Waldes.
Die nordöstliche Hälfte des Einzugsgebietes ist fast vollständig mit Wald bestanden, in der anderen mischen sich Waldanteile in den Klingen und an ihren Hängen mit offenen Rodungsinseln auf der Höhe. Die größte davon liegt rechtsseits des Mittellaufes um den Weiler Schöllhütte und den innerhalb liegenden Teil des damit zusammengewachsenen Dorfes Althütte. Die übrigen Weiler und Wohnplätze darin sind diesen beiden gegenüber klein. In der offenen Flur gibt es mehr Wiesen als Äcker. Etwa vier Fünftel des Gebietes im Norden und Südwesten gehören zur Gemeinde Althütte, der Rest verteilt sich auf die Gemeinde Kaisersbach im Südosten und die Gemeinde Rudersberg im Süden, die den geringsten Anteil hat.
Reihum grenzen die Einzugsgebiete der folgenden Nachbargewässer an: Jenseits der gesamten östlichen Wasserscheide konkurriert die obere Wieslauf mit ihren kurzen rechten Zuflüssen; im Südwesten fließt der Igelsbach unterhalb des Strümpfelsbachs zur Wieslauf, die selbst über die Rems zum Neckar entwässert; im Westen liegt das Quellgebiet des Däfernbachs, dessen Abfluss über den Brucher Bach, die Weißach und dann die Murr nach demjenigen der Rems in den Neckar gelangt; im Nordwesten liegt das Quellgebiet des rechten Weißach-Oberlaufs Glaitenbach; im Norden fließt jenseits des Hohenstein der Fautsbach zur obersten Murr.
Zuflüsse und Seen Hierarchische Liste der Zuflüsse und klasse=noviewer|10px|alt= Seen und klasse=noviewer|10px|alt= Hochwasserrückhaltebecken von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.Auswahl.
Ursprung des Strümpfelbachs auf etwa im nördlichen Ochsenhau ca. 0,9 km südlich von Althütte-Fautspach.
klasse=noviewer|10px|alt= Durchfließt nach etwa 300 Metern etwa einen Waldteich im Ochsenhau, ca. 0,1 ha. (Waldzufluss aus dem westlichen Ochsenhau), von rechts und Westen auf etwa , unter 0,4 km und unter 0,2 km². Entsteht auf etwa . Hat zwei Oberlaufzweige. klasse=noviewer|10px|alt= Durchfließt kurz vor der Mündung auf etwa einen hinter einem Wegdamm angestauten Waldteich, unter 0,1 ha. (Waldzufluss aus dem östlichen Ochsenhau), von links und Ostnordosten auf etwa kurz nach der Brücke eines ausgebauten Waldwegs über den Strümpfelbach, 0,7 km und ca. 0,3 km². Entsteht auf etwa . Passiert auf etwa den wenig rechtsseits schüttenden Gottschicksbrunnen. (Waldbach), von links und Osten auf etwa etwa 200 Meter nach dem Gottschicksbrunnen, 0,7 km und ca. 0,2 km². Entsteht auf etwa etwa 200 Meter westlich des Wanderparkplatzes nördlich von Kaisersbach-Fratzenwiesenhof. (Waldbach), von links und Ostnordosten auf etwa etwa 200 Meter vor dem Austritt des Strümpfelbachs aus dem Ochsenhau, 0,5 km und ca. 0,1 km². Entsteht auf etwa etwa 300 Meter westlich des Fratzenwiesenhofs. (Waldbach), von links und Ostnordosten auf etwa am Waldaustritt, 0,7 km und unter 0,3 km². Entsteht auf etwa im Waldrand westlich von Kaisersbach-Fratzenklingenhof. Der Lauf trennt das Waldgewann Ochsenhau rechts vom Waldgewann Tonholz links. Steinbach, von rechts und Nordwesten auf am Spiel- und Grillplatz Steinbachtal, 2,6 km und ca. 1,7 km². Entsteht auf etwa am Südostabfall des Hohensteins.Der Strümpfelbach selbst hat bis zu diesem Zufluss erst eine Länge von 2,1 km, jedoch schon ein Teileinzugsgebiet von ca. 2,0 km². (Bach vom Hetzelsberg), von rechts und Westen auf etwa nördlich von Waldenweiler, unter 0,2 km und unter 0,1 km². Entsteht auf etwa in den Hohwiesen. Fließt unbeständig in einer Baumgalerie. klasse=noviewer|10px|alt= Durchfließt auf Höhen um etwa das halbe Dutzend Teich des Kleinen Sees nordnordöstlich von Waldenweiler, zusammen 0,4 ha. (Bach aus dem Ochsenhau), von links und Nordnordosten auf etwa östlich von Waldenweiler, ca. 0,4 km und über 0,1 km². Entsteht auf etwa . (Bach aus dem Langwiesenwald), von links und Nordosten auf etwa östlich von Waldenweiler, über 0,2 km und unter 0,1 km². Entsteht auf etwa . (Klingenbach), von rechts und Westsüdwesten auf etwa im Langwiesenwald, 0,7 km und über 0,2 km². Entsteht auf etwa an den Christleäckern wenig östlich von Waldenweiler. (Klingenbach), von rechts und Westsüdwesten auf etwa nördlich des Schlichenhöfles, über 0,2 km und ca. 0,1 km². Entsteht unbeständig auf etwa im Schlichenhöfle. klasse=noviewer|10px|alt= Auf der westlichen Wasserscheide zwischen dem vorigen, dem übernächsten und dem linken Ast des Kuhbachs liegt auf etwa ein Weiher in einem aufgelassenen Steinbruch mit unklarer Abflussrichtung im Höhenwald Bühlhau, 0,3 ha. klasse=noviewer|10px|alt= Passiert auf unter einen länglichen Tümpel am rechten Ufer, unter 0,1 ha. (Klingenbach zwischen Langwiesenwald und Ripp), von rechts und Westsüdwesten auf etwa nordöstlich von Schlichenhöfle, 0,4 km und ca. 0,1 km². Entsteht unbeständig auf etwa im Wald wenig nördlich von Schlichenhöfle. (Bach aus dem Bühlhau), von links und Westnordwesten auf etwa am Spiel- und Grillplatz Steinbachtal vor der L 1120 Schöllhütte–Ebni, 1,3 km und ca. 0,6 km². Entsteht auf etwa im Bühlhau westlich von Schlichenhöfle. Kuhbach, von rechts und Westsüdwesten auf etwa zwischen Schlichenhöfle im Norden und Schöllhütte im Süden, 0,5 km und unter 0,2 km². Entsteht auf etwa im Wald nördlich des Feuerwehrmagazins von Schöllhütte. klasse=noviewer|10px|alt= Passiert einen Waldteich rechts am Lauf auf etwa , unter 0,1 ha.