Die Folketingswahl 1979 am 23. Oktober war die 57. Wahl zum dänischen Parlament, dem Folketing. Ausgeschrieben wurde die Wahl am 28. September desselben Jahres. Die Sozialdemokraten unter Ministerpräsident Anker Jørgensen gewannen die Wahl erneut mit großem Abstand und führten die Regierungsgeschäfte mit dem Kabinett Jørgensen IV fort, verzichteten nun allerdings auf Minister aus der liberalen Venstre. Die Fremskridtspartiet verlor an Stimmen und fiel auf den vierten Platz zurück. Von Stimmenverlusten ebenfalls hart getroffen wurde Danmarks Kommunistiske Parti, die knapp den Wiedereinzug ins Parlament verpasste.
Wahlmodus Wahlberechtigt zur Folketingswahl waren alle dänischen Staatsbürger, die das 18. Lebensjahr vollendet hatten und einen Wohnsitz in Dänemark besaßen. Jeweils zwei Mandate wurden auf den Färöern und auf Grönland vergeben, 175 Mandate wurden im übrigen Dänemark in einer Verhältniswahl vergeben. Dabei wurden zunächst 135 so genannte Wahlkreismandate (kredsmandater) auf die 17 Groß- und Amtskreise (stor- og amtskredse) aufgetrennt und dort nach dem regionalen Stimmverhältnis verteilt. Anschließend wurden landesweit nochmals weitere 40 Ausgleichsmandate (tillægsmandater) ausgegeben, um den Stimmverhältnissen möglichst nahe zu kommen. Für diese Mandatsverteilung galt eine Zwei-Prozent-Hürde, die allerdings mit einem Wahlkreismandat umgangen werden konnte.
Ergebnisse Dänemark + Amtliches Endergebnis Partei Liste Stimmen Prozent ± % Sitze ± Sitze SocialdemokratietSozialdemokraten A 1.213.456 38,3 % +1,3 68 3 Venstre, Danmarks Liberale PartiLiberale Partei V 396.484 12,5 % +0,5 22 1 Det Konservative FolkepartiKonservative C 395.653 12,5 % +4,0 22 7 FremskridtspartietFortschrittspartei Z 349.243 11,0 % −3,6 20 6 Socialistisk FolkepartiSozialistische Volkspartei F 187.284 5,9 % +2,0 11 4 Det Radikale VenstreSozialliberale B 172.365 5,4 % +1,8 10 4 VenstresocialisterneLinkssozialisten Y 116.047 3,7 % +1,0 6 1 Centrum-DemokraterneZentrumsdemokraten M 102.132 3,2 % −3,2 6 5 Danmarks RetsforbundGerechtigkeitsbund E 83.238 2,6 % −0,7 5 1 Kristeligt FolkepartiChristliche Volkspartei Q 82.133 2,6 % −0,8 5 1 Danmarks Kommunistiske PartiKommunistische Partei K 58.901 1,9 % −1,8 0 7 Kommunistisk ArbejderpartiKommunistische Arbeiterpartei R 13.070 0,4 % neu 0 – Parteilose 996 0,0 % +0,0 0 – Wahlberechtigte 3.730.650 Abgegebene Stimmen 3.194.345 Gültige Stimmen 3.171.002 Wahlbeteiligung 85,6 %
Färöer + Amtliches Endergebnis Partei Stimmen Prozent ± % Sitze ± Sitze SambandsflokkurinUnionisten 5.700 30,5 % −1,2 1 0 JavnaðarflokkurinSozialdemokraten 4.435 23,7 % +1,2 1 0 TjóðveldisflokkurinRepublikaner 3.886 20,8 % +2,1 0 – FólkaflokkurinVolkspartei 3.005 16,1 % −0,9 0 – Framburðs- og FiskivinnuflokkurinFortschritt und Fischerei 878 4,7 % +3,4 0 – SjálvstýrisflokkurinSelbstverwaltungspartei 797 4,2 % +0,8 0 – Wahlberechtigte 28.702 Abgegebene Stimmen 18.781 Gültige Stimmen 18.701 Wahlbeteiligung 65,4 %
Grönland Seit der letzten Wahl 1977 hatten sich in Grönland politische Parteien gebildet. Atassut und Siumut, die zuvor nur in Form von Kandidatenbünden antraten, erhielten beide jeweils einen Sitz. + Amtliches Endergebnis Partei Stimmen Prozent ± % Sitze ± Sitze AtassutGemeinsinn1977: Kandidatenbund um Otto Steenholdt 6.390 44,9 % −2,8 1 0 SiumutVorwärts1977: Kandidatenbund um Lars Emil Johansen 6.273 44,1 % −8,2 1 0 Sulisartut PartiiatArbeiterpartei 1.572 11,0 % neu 0 – Wahlberechtigte 30.191 Abgegebene Stimmen 15.192 Gültige Stimmen 14.235 Wahlbeteiligung 50,3 %
Einzelnachweise
#1979 Danemark Kategorie:Dänische Geschichte (20. Jahrhundert)