Die Folketingswahl 1981 am 8. Dezember war die 58. Wahl zum dänischen Parlament, dem Folketing. Ausgeschrieben wurde die Wahl am 12. November desselben Jahres. Die regierenden Sozialdemokraten erlitten wahrnehmbare Verluste, blieben aber weiter die mit Abstand größte Partei bei den Wahlen. Profiteure der Wahl waren einerseits die links der Sozialdemokraten stehende Socialistisk Folkeparti, andererseits die im Parteienspektrum mittig verordneten Centrum-Demokraterne. Beide konnten jeweils rund fünf Prozentpunkte dazugewinnen und ihre Fraktionsstärken in etwa verdoppeln. Danmarks Retsforbund schied erneut aus dem Folketing aus, während sich die Kristeligt Folkeparti und die Venstresocialisterne noch knapp behaupten konnten.

Die Sozialdemokraten führten zunächst ihre Alleinregierung mit dem Kabinett Jørgensen V fort. Nach gerade mal elf Monaten trat Anker Jørgensen jedoch als Ministerpräsident zurück und übergab die Regierungsgeschäfte an Poul Schlüter von der oppositionellen Det Konservative Folkeparti, der bis zur nachfolgenden Wahl mit weiteren Parteien im Kabinett Schlüter I regierte.

Wahlmodus Wahlberechtigt zur Folketingswahl waren alle dänischen Staatsbürger, die das 18. Lebensjahr vollendet hatten und einen Wohnsitz in Dänemark besaßen. Jeweils zwei Mandate wurden auf den Färöern und auf Grönland vergeben, 175 Mandate wurden im übrigen Dänemark in einer Verhältniswahl vergeben. Dabei wurden zunächst 135 so genannte Wahlkreismandate (kredsmandater) auf die 17 Groß- und Amtskreise (stor- og amtskredse) aufgetrennt und dort nach dem regionalen Stimmverhältnis verteilt. Anschließend wurden landesweit nochmals weitere 40 Ausgleichsmandate (tillægsmandater) ausgegeben, um den Stimmverhältnissen möglichst nahe zu kommen. Für diese Mandatsverteilung galt eine Zwei-Prozent-Hürde, die allerdings mit einem Wahlkreismandat umgangen werden konnte.

Ergebnisse Dänemark + Amtliches Endergebnis Partei Liste Stimmen Prozent ± % Sitze ± Sitze SocialdemokratietSozialdemokraten A 1.026.726 32,9 % −5,4 59 9 Det Konservative FolkepartiKonservative C 451.478 14,5 % +2,0 26 4 Socialistisk FolkepartiSozialistische Volkspartei F 353.373 11,3 % +5,4 21 10 Venstre, Danmarks Liberale PartiLiberale Partei V 353.280 11,3 % −1,2 20 2 FremskridtspartietFortschrittspartei Z 278.383 8,9 % −2,1 16 4 Centrum-DemokraterneZentrumsdemokraten M 258.522 8,3 % +5,1 15 9 Det Radikale VenstreSozialliberale B 160.053 5,1 % −0,3 9 1 VenstresocialisterneLinkssozialisten Y 82.711 2,7 % −1,0 5 1 Kristeligt FolkepartiChristliche Volkspartei Q 72.174 2,3 % −0,3 4 1 Danmarks RetsforbundGerechtigkeitsbund E 45.174 1,4 % −1,2 0 5 Danmarks Kommunistiske PartiKommunistische Partei K 34.625 1,1 % −0,8 0 – Kommunistisk ArbejderpartiKommunistische Arbeiterpartei R 4.223 0,1 % −0,3 0 – Socialistisk ArbejderpartiSozialistische Arbeitspartei I 2.034 0,1 % neu 0 – Parteilose 807 0,0 % −0,0 0 – Wahlberechtigte 3.775.333 Abgegebene Stimmen 3.143.444 Gültige Stimmen 3.123.563 Wahlbeteiligung 83,3 %

Färöer + Amtliches Endergebnis Partei Stimmen Prozent ± % Sitze ± Sitze SambandsflokkurinUnionisten 4.393 26,4 % −4,1 1 0 JavnaðarflokkurinSozialdemokraten 4.070 24,5 % +0,8 1 0 TjóðveldisflokkurinRepublikaner 3.441 20,7 % −0,1 0 – FólkaflokkurinVolkspartei 3.073 18,5 % +2,4 0 – SjálvstýrisflokkurinSelbstverwaltungspartei 867 5,2 % +1,0 0 – Framburðs- og FiskivinnuflokkurinFortschritt und Fischerei 773 4,7 % −0,0 0 – Wahlberechtigte 30.127 Abgegebene Stimmen 16.696 Gültige Stimmen 16.617 Wahlbeteiligung 55,4 %

Grönland + Amtliches Endergebnis Partei Stimmen Prozent ± % Sitze ± Sitze AtassutGemeinsinn 9.223 48,9 % +4,0 1 0 SiumutVorwärts 7.126 37,7 % −6,4 1 0 Inuit Suleqatigiit (Sulisartut Partiiat & Inuit Ataqatigiit)Arbeiterpartei & Gemeinschaft der Inuit 2.529 13,4 % neu 0 – Wahlberechtigte 32.466 Abgegebene Stimmen 19.803 Gültige Stimmen 18.878 Wahlbeteiligung 61,0 %

Einzelnachweise

#1981 Danemark Kategorie:Dänische Geschichte (20. Jahrhundert)