mini|St. Stephan in Fessenheim Die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Stephan steht in Fessenheim, einem Gemeindeteil von Wechingen im schwäbischen Landkreis Donau-Ries von Bayern. Das Bauwerk ist in der Liste der Baudenkmäler in Wechingen als Baudenkmal unter der Nr. D-7-79-226-10 eingetragen. Die Kirchengemeinde gehört zum Dekanat Donau-Ries der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.
Beschreibung Eine Legende besagt, dass der Graf von Oettingen seinen Jagdfalken verlor, an der Stelle der Kirche wiederfand und anschließend dort ein Gotteshaus erbauen ließ.
Der im Osten dreiseitig geschlossene Chor und die Sakristei an seiner Nordwand wurden um 1400 erbaut. Der zunächst freistehende Kirchturm auf quadratischem Grundriss wurde 1716/17 mit einem achteckigen Geschoss aufgestockt, das die Turmuhr und den Glockenstuhl mit drei Kirchenglocken beherbergt, und mit einer Zwiebelhaube bedeckt. Das Langhaus wurde 1778 in der heutigen Form errichtet, von der barocken Ausstattung sind vier Apostel von der Empore und das Deckenbild der Heiligen Stephan erhalten.
Der Innenraum des Langhauses ist mit einer Flachdecke überspannt, der des Chors hat Wandmalereien aus der Zeit um 1440, auf der die Passion Jesu und das Marienleben dargestellt sind. Vom spätmittelalterlichen Altar sind Fragmente der Flügel als Tafelbilder erhalten.
1964 kam ein neuer Taufstein von Elisabeth Brunotte aus Waldkraiburg in die Kirche. 1997 wurde die Kirche gründlich renoviert und eine Wandheizung eingebaut.
Altarbild 1961 wurde das moderne Kreuzigungsbild von Adolf Kleemann aufgestellt, das aber bis heute in der Gemeinde umstritten ist. Es zeigt den Augenblick, an dem Jesus das letzte Mal den Kopf senkt und stirbt.
Orgel Die Orgel wurde 1880 von der Orgelbaufirma Gebr. Sieber als opus 23 gebaut. 1961 nahm die Firma Deininger & Renner eine Renovierung vor, dabei wurde auch der Prospekt verändert. Im Jahr 2000 wurde eine Generalsanierung durch die Orgelmanufaktur Lutz aus Feuchtwangen vorgenommen, dabei wurden die Zinkpfeifen des Prospektes entfernt und durch Zinnpfeifen ersetzt.
Das Instrument besitzt 10 Register auf zwei Manualen und Pedal, die Disposition lautet:Orgeldatenbank Bayern v5 (2009) (online), abgerufen am 30. September 2026. I Manual C–f3 Principal 8′ Gedeckt 8′ Viola da Gamba 8′ Octave 4′ Mixtur ′ II Manual C–f3 Physharmonika 8′ Salicional 8′ Flöte 4′ Pedal C–d1 Subbaß 16′ Violon 8′
Koppeln: II/I, I/P, II/P Spielhilfen: Tutti Bemerkungen: Kegellade, mechanische Spiel- und Registertraktur, freistehender Spieltisch
Glocken +ÜbersichtNr.NameSchlagtonGlockengießerGussjahrInschriftIFriedensglockeb¹ + 4Gießerei Rincker, Sinn1951Er ist unser Friede Eph 2,14. Unseren gefallenen und vermissten Brüdern zum GedächtnisIIChristusglockec² + 3Es ist in keinem andern Heil Apg 4,12III[Historische Barockglocke]es² +4Timotheus Hartz, Heidelberg1667
Literatur
Weblinks
Stephanuskirche auf der Website der Kirchengemeinden Deiningen und Fessenheim
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Donau-Ries St Stephanus Kategorie:Kirchengebäude des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Donau-Ries Kategorie:Stephanus-Märtyrer-Kirche Kategorie:Saalkirche in Bayern Kategorie:Erbaut im 12. oder 13. Jahrhundert Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Disposition einer Orgel Kategorie:Geläut