Die Rhetorica ad Alexandrum oder Alexanderrhetorik ist ein vermutlich um 340 v. Chr. entstandenes Lehrbuch der Rhetorik, welches im Corpus Aristotelicum überliefert wurde. Man geht heute davon aus, dass der Text von Anaximenes von Lampsakos verfasst wurde. Bereits Erasmus hegte Zweifel an der Autorenschaft des Aristoteles, welche die jüngere Forschung bestätigen konnte.
Aufbau Die Alexanderrhetorik beinhaltet einige Definitionen und Unterscheidungen, welche die Geschichte der Rhetorik als Disziplin prägten. Sie kann in drei Abschnitte aufgeteilt werden:
Die Unterscheidung in mindestens zwei der drei Redegattungen (Volksrede, Epideixis und Gerichtsrede) sowie deren Vollzugsformen Zuraten/Abraten, Loben/Tadeln und Anklagen/Verteidigen beziehungsweise Überprüfen. Beweise und Stilmittel Die Teile der Rede
Forschungsgeschichte Die Alexanderrhetorik zählt als ältestes erhaltenes Beispiel eines rhetorischen Lehrbuchs. Lange Zeit galt das Werk dennoch als wenig originelles Durchschnittswerk. Seit 2023 fördert die DFG die Historikerin Karen Piepenbrink bei einem Forschungsprojekt an der Universität Gießen zur umfassenden und systematischen zeithistorischen Erschließung des Werks.
Textausgaben
Literatur
Manfred Fuhrmann: Untersuchungen zur Textgeschichte der pseudoaristotelischen Alexander-Rhetorik, Mainz, Akad. d. Wiss. u. d. Literatur, 1965
Einzelnachweise
Kategorie:Sammlung (Literatur) Kategorie:Griechische Philosophie Kategorie:Rhetorik Kategorie:Literarisches Werk der Antike Kategorie:Literatur (Altgriechisch) Kategorie:Alexander der Große als Namensgeber