Otto Sander Tischbein (* 2. Juni 1949 in Osmarsleben als Otto Sander, OST gen.) ist ein deutscher Maler und Grafiker.
Leben Otto Sander Tischbein machte von 1964 bis 1968 eine Lehre als Chemieanlagenbauer. Er absolvierte von 1971 bis 1976 ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) Dresden u. a. bei Günter Horlbeck und Gerhard Kettner und erlangte ein Grafik-Diplom. Seit 1976 ist Otto Sander Tischbein als freiberuflicher Maler und Grafiker tätig. Ab 1979 war er Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR. Bis 1989 war er an allen wichtigen DDR-Kunstausstellungen beteiligt und hatte Einzelausstellungen u. a. in Berlin, Cottbus, Erfurt, Rostock, Dresden, Neubrandenburg und Schwerin. 1986 wurde der Künstler mit dem 2. Preis im Wettbewerb der jungen Künstler der UdSSR und der DDR ausgezeichnet.Sander, Otto. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 811
Nach 1990 setzt sich die rege Ausstellungstätigkeit weiter fort. An der Grafik-Design-Schule Anklam und der Thüringischen Sommerakademie Böhlen hatte er Lehrtätigkeiten inne. Otto Sander Tischbein unternahm Reisen nach Norwegen, Schweden, Italien, Ungarn, Mallorca, Portugal, Spanien, Mexiko, Peru und in die Ukraine. Von 2017 bis 2021 malte er die Trauerhallen auf den Friedhöfen in Neuenhagen, Rogeez, Philippshof, Zwenzow und Groß Quassow aus. Der Künstler lebt in Mecklenburg.
Werke (Auswahl)
1981: NVA-Agrarflug, ein Segen für unsere Landwirtschaft, Kaltnadelradierung 1981: Ich diene an der Grenze – für Egon Schulz, Kaltnadelradierung 1983: Freizeit und Erholung, Wandbild im Speisesaal des Sportclubs Neubrandenburg 1985: Diskussion im Lichte der Güllenutzung, Radierung 1986: Folge Als der Geheimrat so alt war wie ich, Radierungen 1983: Wandgestaltung Strukturen in der Teppichfabrik Nord 1984/85: Figürliche Wandgestaltung eines Kindergartenaufganges in der Teterow, Acryl auf Beton 1988: mit Veit Hofmann Entwicklung der Telefonkunst 2021: Teilnahme am Buchprojekt „Rabaukenlieder“ mit dem Schriftsteller Uwe Saeger, dem Künstler Hartmut Hornung und der Gestalterin Marion Hornung in Vorpommern-Greifswald
Ausstellungen (Auswahl) 2009: Personalausstellung zum 60. Geburtstag in der Kunstsammlung Neubrandenburg 2014: Ausstellung in der Galerie für gegenwärtige Kunst Neustrelitz 2015: Ausstellung in der Galerie AURIGA in Rostock 2019: Ausstellung im Kunst-Gut Schmiedenfelde „pOST an Birgit“ 100 Briefe 2022: Ausstellung in der „KunstPause“ – „schreib mal wieder BRIEFpOST“ der Hochschule Neubrandenburg 2024: OST in Kamenz ∙ Bedrucktes und Malerei auf Papier und Leinwand. Sonderausstellung der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption und des Lessing-Museums Kamenz aus Anlass des 75. Geburtstages von Otto Sander Tischbein im Malzhaus Kamenz
Literatur Sander, Otto. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 811. Sylke Kaufmann (Hrsg.): OST in Kamenz (= Ausstellungskataloge des Lessing-Museums Kamenz, Band 19). 2024, ISBN 978-3-910046-89-4.
Einzelnachweise
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