Der Sommerwald – alternativ Sommerwaldsiedlung genannt – ist ein Stadtviertel in Pirmasens.
Lage Die Siedlung liegt im Nordosten der Stadt. Unmittelbar östlich schließt sich der Pfälzerwald mit einigen als Naturdenkmal eingestuften Felsformationen an. Unmittelbar nördlich befindet sich die Gemarkungsgrenze zu Rodalben. Westlich liegt das Stadtviertel Husterhöhe.
Geschichte Als Teil der Maßnahmen des damaligen Oberbürgermeisters Otto Strobel zur Verbesserung der Infrastruktur und Linderung der Armut und Wohnungsnot wurde die Siedlung von 1932 bis 1935 nach Plänen des Stadtbaurats August Härter angelegt. Sie wurde von arbeitslosen Handwerkern für sich und ihre Familien erbaut, das Material stellte die Stadt zur Verfügung. Als gartenstädtische Siedlung besaßen die Häuser große Gärten zur Selbstversorgung.Alexander Nicolay: Der Pirmasenser Oberbaurat August Härter: Ein Pionier der Architekturmoderne, Die Rheinpfalz, 20. Juni 2026. Abgerufen am 29. August 2026.
Während der Luftangriffe auf Pirmasens blieb der Sommerwald dank seiner Randlage von Bombenschäden größtenteils verschont.United States Strategic Bombing Survey: Area Survey at Pirmasens, Germany. 1947.
Religion In Sommerwald gibt es zwei Kirchen: die 1955 gebaute evangelische Markuskirche und die 1978 eröffnete katholische Kirche St. Elisabeth.
Infrastruktur 1969 beschloss der Kreistag des damaligen Landkreises Pirmasens, einen Neubau für die Kreisverwaltung auf dem Sommerwald zu errichten, der 1973 fertiggestellt wurde.
Die Siedlung ist über die von den Stadtwerken Pirmasens betriebene Buslinie 203 an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden. Von 1943 bis 1967 bestand außerdem Anschluss an den Oberleitungsbus Pirmasens.
Entlang des Südrandes verläuft die Bundesstraße 10 und entlang des Westrandes die Landesstraße 482.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Pirmasens Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren