Wilhelm Boguslaw Ernst von Birkhahn, kurz Wilhelm von Birckhahn, (geb. 14. Januar 1744 in Mednicken; gest. 2. November 1819 in Tarnowitz) war ein preußischer Landrat. mini|hochkant|Wappen der preußischen Freiherren von Birkhahn. Leben Wilhelm Boguslaw Ernst von Birkhahn war Angehöriger des Adelsgeschlechts von Birkhahn. Er war der Sohn des Christoph Wilhelm von Birkhahn (1701–1756), Erbherr auf Kirsteindorf, sowie dessen zweiter Ehefrau Charlotte († 1759), geb. von Ciesielski-Sydden. Der Vater war zudem königl. poln. und kurfürst. sächs. Kapitän, nachfolgend ebenso in Preußen, was dem Hauptmannsrang entsprach.

Nach seinem Eintritt in das preußische Heer stieg Wilhelm von Birckhahn im Kürassier-Regiment von Mengden bis zum Rang eines Leutnants auf. Nach Ende seiner Militärzeit wurde er zunächst Steuereinnehmer in Ratibor. Mit Ordre vom 12. Oktober 1788 wurde er zum Nachfolger von Johann Albrecht von Roeder als Landrat des Kreises Pleß ernannt. Das Amt übte er bis 1788 aus, sein Nachfolger wurde Heinrich zu Anhalt-Cöthen-Pleß.

Wilhelm von Birckhahn erhielt von Friedrich Wilhelm II. von Preußen das Inkolat im Ritterstande der Herzogtums Schlesien, Berlin 1793. Birckhahn war preußischer Leutnant a. D., vormals im Kürassier-Regiment Mengden (Nr. 4), dem späteren Kürassier-Regiment Nr. 1-Leib-Kürassier-Regiment Großer Kurfürst (Schlesisches) Nr. 1.CompGen e.V. Berlin (Hrsg.): KR 1.

Persönliches Wilhelm Boguslaw Ernst von Birkhahn war Besitzer der Güter Ober- und Nieder Mschanna. Er war seit Juli 1790 mit Jeanette Henriette Gottliebe (1765–1837), geb. von Sebottendorf-Radlin verheiratet. Seine Frau erhielt 1834 eine Adels-Anerkennung behufs Eintragung in die Rheinischen Adels-Matrikel, via Reskript vom Königlichen Preußischen Staatsministerium. Jeanette und Wilhelm von Birckhahn hatten fünf Kinder, und Enkelkinder; zwei Söhne wurden höhrere Offiziere. Die Enkeltochter Marie von Birckhahn (1838–1899) heiratete den Prähistoriker Hans von Borries.

Literatur Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 85. Marcelli Janecki: Jahrbuch des Deutschen Adels. Dritter Band, Hrsg. Deutsche Adelgenossenschaft (D.A.G.), W. T. Bruer, Berlin 1899, S. 32 f. Leopold Freiherr von Zedlitz und Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon oder genealogische und diplomatische Nachrichten. Erster Band A–D, Verlag Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1836, S. 241.

Weblinks Weitere Archiv-Quellen: u. a. Übersicht: GStA (PK) I. Rep. 48 B, Nr. 196a; Nr. 356; I. Rep. 96 B, Nr. 88.

Einzelnachweise

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