mini|Jewgeni Jakowlewitsch Perepjolkin Jewgeni Jakowlewitsch Perepjolkin (, in englischer Transliteration Yevgeny Yakovlevich Perepyolkin, * in Sankt Petersburg; † 13. Januar 1938 in Mariinsk) war ein sowjetischer Astronom.

Da der Vorname in wissenschaftlicher Transliteration auch als Evgenij wiedergegeben werden kann, findet man in Veröffentlichen auch E. Perepeklin bzw. E. J. Perepelkin. Der Ägyptologe Juri Jakowlewitsch Perepjolkin (1903–1984) ist sein älterer Bruder.

Leben Jewgeni Jakowlewitsch Perepjolkin wurde am 4. März 1906 als Sohn eines bekannten Artillerieingenieurs der Marine in Sankt Petersburg geboren. Die Familie zog 1917 nach Sewastopol (Krim), wo er 1922 die Schule absolvierte. Anschließend ging er an die Fakultät für Mathematik und Physik von Simferopol, ebenfalls auf der Krim. Nach der Schließung der Fakultät 1924 wechselte er an die Universität seiner Geburtsstadt, die mittlerweile in Leningrad umbenannt worden war. Dort beendete er 1925 sein Astronomie-Studium. Anschließend setzte er seine Studien am Pulkowo-Observatorium fort und wurde 1929 mit einer Dissertation über Parallaxe, Eigenbewegung und weiteren Eigenschaften von Barnards Pfeilstern promoviert. Ab 1934 arbeitete er als Professor am Observatorium und leitete dessen astrophysikalisches Laboratorium.

Perepjolkins wissenschaftliches Interesse galt hauptsächlich der Sonne. Er erforschte aber auch Spektren und Eigenbewegungen anderer Sterne.

Im Rahmen der sogenannten Pulkowo-Affaire wurde Perepjolkin am 11. Mai 1937 verhaftet. Am 17. Juni 1937 wurde er zu fünf Jahren Gefängnis und anschließendem dreijährigen Verlust seiner Rechte verurteilt. Am 25. Dezember, während der Haftverbüßung im Strafgefangenenlager Mariinsk, verhängte eine Sondertroika des NKWD die Todesstrafe durch Erschießen, diese wurde am 13. Januar 1938 vollstreckt. Posthum wurde das Urteil am 7. September 1956 durch einen Beschluss des Obersten Gerichtshofs der RSFSR aufgehoben und Perepjolkin vollständig rehabilitiert.

Ehrungen Im Jahre 1970 benannte die Internationale Astronomische Union den Mondkrater Perepelkin offiziell nach Jewgeni Jakowlewitsch Perepjolkin. 1973 wurde auch der Marskrater Perepelkin nach Perepjolkin benannt.

Veröffentlichungen

Einzelnachweise

Kategorie:Astronom (20. Jahrhundert) Kategorie:Person als Namensgeber für einen Marskrater Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater Kategorie:Opfer des Großen Terrors (Sowjetunion) Kategorie:Hingerichtete Person (Sowjetunion) Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1906 Kategorie:Gestorben 1938 Kategorie:Mann